Frage von 123Claudia321,

Wer zahlt die Rechnung des Elektrikers, Mieter oder Vermieter

Ich habe bei mir in der Wohnung eine Lampe angebracht und nachdem ich den Lichtschalter angemacht habe ist dieser kaputt gegangen und war dauerhaft an. Ich hatte meinem Vermieter bescheid gesagt, in der Hoffnung, da er eine eigene Baufirma hat, dass er sich den Schaden anguckt und schnell einen neuen Schalter einsetzt. Dieser hat jedoch einen Elektriker beauftragt, der den Schaden dann behoben hat. Jetzt hat mir der Vermieter die Rechnung in Höhe von 164 Euro zukommen lassen, damit ich diese zahle.

Jetzt wollte ich mal fragen, wer die Rechnung übernehmen muss, da ich nicht mal genau sagen kann, ob der Schaden echt durch den Anschluss der Lampe entstanden ist, denn der Schalter war ja nicht gleich kaputt, sondern nur die Schaltung defekt. Und ist es zulässig, einen Elektriker aus der Nachbarstadt zu beauftragen, wenn es in der eigenen auch welche gibt.

Muss ich jetzt die Rechnung bezahlen oder muss der Vermieter bezahlen, da der Defekt nicht unbedingt durch mich hervorgerufen wurde.

Antwort von Det1965,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ein Schalter geht durch eine Lampe anschließen nicht kaputt! Und die Kosten von 164 € für einen Schalter wechseln grenzen an Wucher!

Schicke dem Vermieter die Rechnung zurück mit der freundlichen Mitteilung, dass du die Rechnung nicht bezahlst.

Allerdings ist es möglich, dass du im Mietvertrag diesen Kleinreparaturpassus hast (meistens 150€). Dann mußt du die Reparatur selbst bezahlen, aber nicht diese völlig Überhöhte.

Kommentar von EUKnecht ,

50€ anfahrt, 50€ stunde, 50€ , material, 19% mwst

sind 177€ oder so, hat er noch 13€ gespart.^.

Kommentar von GoetheDresden ,

Kommt darauf an wo man wohnt! Aber 50,- Euro pro Stunde mag für München gelten! Hier in Dresden zahle ich 14,- Euro pro angefangene 30 Minuten für meinen Elektriker (inkl. MwSt.) + Material. Er hat mir 2011 in allen meinen Räumen neue Deckenlampen installiert. Alles einwandfrei. Kein Pfusch.

Auch Anfahrt 50,- Euro und Material 50,- Euro halte ich für überzogen! Das sind dann unseriöse Abzocker, vor denen oft genug in Ratgebersendungen im ZDF, MDR usw. gewarnt wird.

Kommentar von gansh ,

20 anfahrt,48 arbeitsstunde,20 material=88 plus 19%=105€

Kommentar von GoetheDresden ,

Wo wohnst du denn bitte gansh, dass du auf diese Summen kommst?

Kommentar von gansh ,

bielefeld

Antwort von SSDFixer,

Kleinreparatur / Verschleißteil und somit Sache des Mieters

Kommentar von GoetheDresden ,

Siehe Mietvertrag Kleinreparaturklausel! Wenn es eine gibt, dann ja; wenn nicht, dann zahlt der Vermieter!

Kommentar von anitari ,

Kleinreparatur / Verschleißteil und somit Sache des Mieters

Nicht zwingend

Kommentar von anitari ,

Siehe Mietvertrag Kleinreparaturklausel! Wenn es eine gibt, dann ja; wenn nicht, dann zahlt der Vermieter!

Vorausgesetzt es gibt eine, zahlt der VM auch wenn der vereinbarte Betrag um 1 Cent überschritten wird.

Kommentar von GoetheDresden ,

So ist es: Nicht zwingend! Man muss wirklich in seinen Mietvertrag schauen. Bei mir sind es z. B. 95,- Euro max. pro Jahr.

Kommentar von GoetheDresden ,

Genau! Das wissen nur viele nicht! Leider! Ich sehe schon: Es gibt hier zum Glück noch kompetente Gesprächspartner.

Kommentar von johnnymcmuff ,

Kleinreparatur / Verschleißteil und somit Sache des Mieters

Aber nur wenn der Betrag unter 100 € liegt und das ist hier nicht der Fall.

Somit ist diese Antwort falsch!

Antwort von pepe33,

Es ist eigentlich eindeutig Vermietersache, wenn der Schalter kaputt war. Lediglich, wenn Du nachweislich die Lampe dermáßen falsch angeschlossen hast, oder den Lichtschalter selbst neu angeschlossen hat, kann der Vermieter Dich deswegen zum Schadensersatz verantwortlich machen.

Falsch wäre, wenn Du eine Halogenlampe an einem falschen Dimmer anschließt, dann könnte u.U. der Dimmer kaputt gehen. Es könnte ein Kurzschluss geschehen, wenn du geerdet anschließt, also das Erdungskabel mit an eine Phase der Lampe anklemmst. Oder Du hast am Lichtschalter die Phase überbrüchk. Das ist natürlich die logischte Erklärung für eine dauerhafte Beleuchtung, wie Du sie beschrieben hast. Und das sieht natürlich auch der Elektriker.

Aber ansonsten hätte ich keine Idee. Da solltest Du noch einmal in Dich gehen, ob Du es ggf. doch zu verantworten hast.

Wenn nicht, dann musst Du aber ggf. mit einer Selbstbeteiligung rechnen, wie schon @GoetheDresden geschrieben hat.

Reklamiere die Rechnung, denn da steht der Vermieter in der Nachweispflicht. Gebe vielleicht einen freundlichen Hinweis, dass Du sonst eine Mietervereinigung zu Rate ziehen wirst. :-)

Viel Erfolg

Gruß pepe33

Kommentar von crazyrat ,

Nein, es Mietersache, da der Mieter auch das Recht hat, die Schalter auf eigene Wahl umzustellen. Die Verkabelung hingegen ist Vermietersache.

Kommentar von pepe33 ,

Nein, das ist nicht richtig: Schalter gehören zur Grundausstattung der Wohnung und dere Reparatur ist eindeutig Vermietersache.

Du hast das Recht diese Schalter auszutauschen. In dem Fall bist Du für Deine eigenen Schalter zuständig. Doch auch da hilft u.U. eine kulante Hausverwaltung/Vermieter. z.B., wenn der Vermieter Schalter vom Vormieter übernommen hat.

Antwort von eiermaier,

Solche Sachen sind wohl Sache des Mieters. Lampen und Lichtschalter und kaputte Waschmaschinen..................................Bei Lichtschalter bin ich mir nicht ganz sicher.

Kommentar von GoetheDresden ,

Ein Lichtschalter ist fester Bestandteil der Wohnung (wie auch Heizung und Toilette). Eine Waschmaschine ist im Normalfall Eigentum des Mieters und eine bewegliche Sache. Also bitte keine Birnen mit Äpfeln vergleichen.

Kommentar von eiermaier ,

Hast Du meine Antwort nicht gelesen?

Kommentar von GoetheDresden ,

Doch! Im 1. Satz zählst du den Lichtschalter mit auf und im 2. Satz sagst du, dass du beim Lichtschalter nicht sicher bist. Und ich habe dir mit meinem Kommentar die Unsicherheit nehmen wollen: Ein Lichtschalter ist Vermieter-Sache, wenn der Mieter da nicht selbst dran herumgespielt hat.

Kommentar von eiermaier ,

Na dann ist ja gut.

Antwort von crazyrat,

Die Rechnung wird bei Dir landen, und zwar ist wohl die Lämpe entsprechend fehlerhaft montiert worden ist. Und das leider zu recht. Der Schaden wurde durch Dich verursacht und dann musst Du auch den Schaden zahlen.

Du als Laie darfst rechtlich gar keine Lampen anbringen. Für alles, was mit Strom zu tun hast, musst Du einen Fachmann rufen. Wenn DU aber selbst Elektriker bist, darfst Du das auch selbst.

Es wäre was anderes, wenn die Lampe ordentlich angebracht worden ist, aber z.B. ein Schaden dann aber an der Lampe durch einen fehlerhaften Schalter verursacht worden ist. In dem Fall wäre der Vermieter verantwortlich-

Kommentar von crazyrat ,

Ups, falsch gelesen.

Es hängt hier vvon ab, wodurch der Schaden entstanden ist. Ist es durch eine Fehlschaltung der Lampe passiert, ist es deine Sache, den Schaden zu begleichen. Rechtlich wäre das sogar auch umsetzbar, wie aus der Antwort zu entnehmen.

Wenn der Schalter aber direkt beim Schalten z.B. einen Kurzen erhalten hat, und nicht mehr schaltbar ist, wird das schwierig. Diesen Schaden trägt dann normalerweise auch der Mieter, da DU ja auch eigenen Steckdosen, Schalten usw. installieren kannst. Ein kulanter Mieter hätte da aber sicherlich eine regelung gefunden, das vielleicht 50:50 zu teilen.

Aber in beiden Fällen ist entsprechend die Hauptverantwortung bei Dir. Wenn der Schaden durch eine Fehlerhafte Verkabelung entstanden wäre, so dass z.B. Phase an Masse angelegt war, was aber nur ein Kabeldreher in der Wand beim Schalter war, so würde aber der Fehler beim Vermieter liegen.

DU bist nicht verantwortlich, wenn in einer neu bezogenen Wohnung die Verkabelung fehlerhaft montiert worden ist. Das hat der Vermieter vorher zu überprüfen und ggf. den Schaden auf seine Kosten zu beseitigen.

Kommentar von Det1965 ,

Beim Anbringen einer Lampe kann ein Schalter normalerweise gar nicht kaputt gehen. Selbst wenn man die Drähte vertauscht, fliegt "nur" die Sicherung oder der FI raus. Und falls durch einen Kurzschluß vielleicht die Kontakte bischen verschmoren sollten, ist der Schalter danach trotzdem noch mechanisch in Ordnung.

Und wegen ner Lampe anschließen, rufe ich doch keinen Elektriker! Blau an Blau, Schwarz an Schwarz (oder braun) und Masse an Masse setzt keine Eletrikerausbildung mit IHK-Abschluß voraus.

Kommentar von crazyrat ,

Theoretisch schon, wenn z.B. ein Kabel falsch montiert war. Das hatte ich z.B. in meiner Wohnung zu hauf. Da hat es zwar mal Verschworungen in dem Schalter gegeben.

Wenn aber der Funken einmal nur genügend Energie hat, kann auch diese Millisekunde reichen, um ihn z.B: aus der Schaltwippe "zu hauen"..

Ich bin zwar kein Elektriker, weiss aber durchaus, dass das i.d.R. den FI oder die Sicherung raushaut, aber erlbt habe ich in der Wohnung so einiges.

Expertenantwort
von Peppie85,

das ist eine grenzweritige situation. du hast den Schalter zwar selbst durch fahrlässiges handeln zerstört. jedoch hat dein vermieter ohne rücksprache einen unternehmer beauftragt, der (sofern ich das von hier aus beurteilen kann) für seine Leistung einen zu hohen preis genommen hat...

an deiner stelle würde ich nicht versuchen daran zu rütteln, dass du den schaden zahlen musst, ich würde es viel mehr versuchen (sofern halbwegs nachvollziehbar) die horrende Rechnung ein wenig zu stutzen.

hierzu solltest du den Ombutsmann der Handwerkskammer aufsuchen. versprechen kann ich dir nichts. aber einen versuch wäre es wert. 164 € für den Austausch eines Lichtschalters sind einfach heftig...

es gibt übrigens noch eine Möglichkeit, das ist allerdings a:) eher umstritten und b.) schwerlich zu beweisen....

wenn dein vermiter tatsächlich einen notdienst beauftragt hat, ob wohl du nicht eindeutig darauf bestanden hast, dass der schaden sofort gerichtet wird, dann könnte man darüber nachdenken, dass der vermeiter den teil der rechnung den mehranteil für den notdienst zu tragen hat, dafür müsste man dem vermeiter aber auch nachweisen, dass er hier nicht zur gefahrenabwehr gehandelt hat. und das dürfte gerade nach einem schaden an der elektroanlage nicht unbedingt einfach sein...

lg, Anna

Kommentar von elektrofuzzi49 ,

Die Umstände sprechen doch für einen Kurzschluss, wobei unser Freund vergessen hat vom Auslösen der Sicherung zu sprechen. Denn von was soll sonst ein Schalter festkleben.

Antwort von Ontario,

Ich würde sagen, dass die Rechnung zu deinen Lasten geht. Warum der Lichtschalter beim Einschalten kaputt ging, kaputt gehen konnte, das würde ich mal bei der Elektrofirma hinterfragen. Evtl. entstand der Defekt, aufgrund falscher Verdrahtung am Schalter. Wenn dem so ist, dann hättest du den Schaden verursacht und müsstest den Austausch des Schalters auch zahlen. Vielleicht hat der Vermieter gute Beziehungen zu der Elektrofirma aus der Nachbarschaft und diese eben beauftragt. Vielleicht schon Probleme mit der ortsansässigen Elektrofirma gebabt. Das kann man von hier aus nicht beurteilen.

Kommentar von johnnymcmuff ,

Ich würde sagen, dass die Rechnung zu deinen Lasten geht.

Ich würde sagen, dass Du falsch liegst, da der Vermieter erst einmal beweisen muss, das man etwas falsches gemacht hat.

Kommentar von Ontario ,

Es liegt nicht in meiner Art, mich mit dir über die Zahlungspflicht der Rechnung zu streiten. Wenn im Mietvertrag Schönheitsreparaturen bis zum Betrag XY pro Jahr vereinbart sind, welche der Mieter zu tragen hat, könnte es sein, das der aus meiner Sicht überhöhte Rechnungsbetrag, doch von dir zu zahlen ist Wie du später schreibst, fällt also dieser Rechnungsbetrag lt. Mietvertrag nicht mehr in den vereinbarten Zahlungsrahmen. Also wäre es Sache des VM die Rechnung zu zahlen. So der Vermieter bezügl. der Schadensursache beweispflichtigt ist, kommt es eben auf die Feststellung der Elektrofirma an, warum der Schaden überhaupt entstehen konnte. Wenn ich Mieter wäre, würde ich bei der Elektrofirma anfragen. Um einen Schalter auszutauschen und diesen zu verdrahten ist der genannte Rechnungsbetrag aus meiner Sicht überzogen.

Antwort von Werther,

Wodurch der Schaden entstanden ist kann dir der Elektriker sagen. Ich vermute aber mal, dass du den Schaden ersetzen musst zumal der Betrag unter die sogenannten Kleinreparaturen fällt, für die du zuständig bist.

Kommentar von GoetheDresden ,

Siehe Mietvertrag Kleinreparaturklausel! Wenn es eine gibt, dann ja; wenn nicht, dann zahlt der Vermieter!

Kommentar von anitari ,

Ich vermute aber mal, dass du den Schaden ersetzen musst zumal der Betrag unter die sogenannten Kleinreparaturen fällt, für die du zuständig bist.

Wenn überhaupt, dann aber keine 164 €. Der Maximalbetrag ist 75 - 100 €.

Kommentar von johnnymcmuff ,

Kann mich dem Kommentar von anitari nur anschließen.

Antwort von meister61,

Wenn Sie in Ihrem Mietvertrag eine so genannte Kleinreparaturklausel vereinbart haben, dann müssen Sie bis zu der vereinbarten Höhe die Rechnungen bezahlen. Das betrifft aber nur Dinge, die im Einflussbereich des Mieters sind. Dazu gehört auch der Lichtschalter.

Der Austausch eines Lichtschalter 164 € scheint mir, unabhängig davon, wer die Rechnung bezahlt deutlich überhöht zu sein. Sollten Sie sie also bezahlen müssen, sollten Sie sich zuvor an die zuständige Innung wenden und die Rechnung prüfen lassen.

Ich nehme einmal an, dass, wenn Sie eine Kleinreparaturklausel vereinbart haben, die nicht bis zur Höhe einer einzelnen Rechnung von 164 € geht. Damit sind Sie in jedem Fall raus und der Vermieter muss bezahlen.

Es kann allerdings auch sein, dass der Vermieter meint, dass Sie den Schaden verursacht hätten und sie müssten das dann bezahlen. In diesem Fall müsste auf der Rechnung explizit drauf stehen, dass die Reparatur nur deshalb erforderlich war, weil der Mieter einen Schaden verursacht hat. Steht das nicht drauf, brauchen Sie auch nicht bezahlen.

Teilen Sie dem Vermieter schriftlich und mit Nachweis mit, dass sie keinen Grund sehen, die Rechnung zu bezahlen. Wenn er das anders sieht, müsste er Klagen. Und das wird er sich bei dieser Summe sehr genau überlegen.

Antwort von albatros,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es ist schlichtweg unvorstellbar, dass durch Fehler beim Anschluss einer Lampe ein Schalter funktionsuntüchtig wird, eher kommt die Sicherung. Aber wenn er nunmal, warum auch immer, kaputt ist, gehört seine Reparatur zu den sog. Kleinreparaturen. Die entspr. Klausel ist nur wirksam, wenn die Kostengrenze für Einzelrep. als auch die Jahressumme angegeben sind. Überschreiten die Kosten diesen Betrag auch nur um 1 Cent, musst du nix zahlen. Welche Beträge stehen denn in deinem MV? Der BGH hält aktuell für Einzelrep. max. 90 bis 100 Euro als zulässig. Bei nun 164 Euro (Wahnsinn!!!!, ist der Schalter vergoldet???) ist die Grenze weit überschritten und du musst nichts zahlen.

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