Frage von notoneguru, 41

Wer zahlt beim Umtausch die Kosten (Amazon Marketplace)?

Ich habe letztens auf Amazon Marketplace ein Produkt erworben und musste es leider wieder zurückschicken. Nun bin ich es gewöhnt, dass ich meistens ein Rücksendeetikett erhalte, mit dem man selbst keinerlei Portokosten trägt. Der Verkäufer appelliert aber darauf, dass er nicht zweimal Versandkosten zahlt.

Muss man bei Marketplace im Falle eines Umtausches die Portokosten selbst übernehmen, oder übernimmt dies der Verkäufer?

Antwort
von derhandkuss, 41

Das ehemalige Fernabsatzgesetz (heute Bestandteil des BGB) wurde vor ein oder zwei Jahren geändert. Vor dieser Gesetzesänderung hatte der Händler (im Versandhandel) die Kosten für die Rücksendung zu tragen, sofern der Waren-wert über 40 € lag. Heute hat grundsätzlich der Käufer diese Kosten selbst zu tragen, sofern er vom Händler darauf hingewiesen wurde! Nachlesen kannst Du das in § 357 Absatz 6 BGB:  http://dejure.org/gesetze/BGB/357.html

Kommentar von notoneguru ,

Vielen Dank

Expertenantwort
von Rubezahl2000, Community-Experte für Amazon, 31

Klick auf den Namen des Verkäufers und schau in die "Detaillierten Verkäuferinformationen". Da findest du alle Info's.
Wenn da im Kapitel "Widerruf / Rückgabe ..." so was in der Art steht wie "Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung", dann musst du den Rückversand zahlen.
So was sollte man IMMER VOR der Bestellung prüfen, denn wenn der Händler im Ausland sitzt, z.B. China, dann können da ganz erhebliche Rücksendekosten anfallen, teurer als das Produkt selbst.

Das Rücksendeetikett für kostenlosen Rückversand gibt's nur, wenn an dem Artikel direkt dabei stand "Kostenlose Rücksendung möglich".

Nur wenn es eine berechtigte Reklamation ist, also wenn die Ware nicht ok ist, oder was Falsches geliefert wurde, dann hat man das Recht, die Rücksendekosten vom Verkäufer zurück zu verlangen.

Antwort
von ErsterSchnee, 35

Ist das nicht vom Kaufpreis abhängig? Bis 40,- Euro zahlst du, darüberhinaus der Verkäufer meine ich.

Kommentar von notoneguru ,

Das könnte gut möglich sein. Der Preis liegt auch unter 40 Euro

Kommentar von Rubezahl2000 ,

Das war einmal und ist nicht mehr ...

Antwort
von Seraphan, 23

Schlechte Gewohnheiten müssen nicht richtig sein. Es sollte doch mehr als logisch sein, dass derjenige, der es sich anders überlegt, auch die Kosten für seine Entscheidung zahlt. Oder rufst Du auch bei Karstadt an und bestellst jemanden, der die gestern in der Innenstadt gekaufte Hose, die Dir plötzlich nicht mehr gefällt, bei Dir zu Hause abholt?

Nach dem Fernabsatzgesetz kannst Du deine Bestellung widerrufen und erhälst vom Verkäufer sowohl den Artikelpreis als auch die Kosten für den Versand zu Dir erstattet. Finde ich Dir gegenüber schon mal äußerst fair, dass der Verkäufer diesen Verlust hinnimmt. Die Rücksendekosten, die sich aus Deinem Rückgabewunsch ergeben zahlst dann aber Du; es sei denn, Ihr habt etwas anderes vereinbart. Das scheint hier wohl nicht der Fall zu sein.

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