Ist das Heiraten "out"? Beeinflusst es sogar negativ eine vorher funktionierende Beziehung, sodass sie kurz nach der Heirat scheitert? Ist es nicht trotzdem etwas Besonderes, wenn man zu jemand "ja" sagen kann/will? Ist hier die neue, offene/unverbindliche Beziehungswelle ein Fortschritt für das Bestehen einer Partnerschaft oder eher ein weiteres Zeichen für den Werteverfall in unserer Gesellschaft? Will einfach niemand mehr verbindlich werden? Oder ist hier ein "Umdenken" gut? Mal vorausgesetzt, man würde vorher wichtige Dinge per Ehevertrag regeln (also die Angst vor "Ausnutzung"/finanziellen Nachteilen wegnehmen) - wer würde dann
Die Frage sei erlaubt: Wem (Frau oder Mann) die Heirat bei Trennung/Scheidung finanziell von Vorteil ist.
Spätestens nach drei Jahre (Kurzzeitehe) Ehe (ohne Kinder) ist die finanzielle Absicherung des Ehepartners/in von erheblicher Bedeutung. Nach Trennung/Scheidung kommen meistens auf dem Mann die Versorgungsfragen für die Frau zu Tage.
Und wieder darf der Mann finanziell bluten!!!

Ob Heirat oder nicht, ist glaube ich zweitrangig. Daß sich niemand mehr aufeinander einlassen will mit allen Konsequenzen, das ist eine traurige Tatsache - ich denke da sind wir aber selbst dran schuld!
Ein Partner, der Angst hat, daß ich ihn mal ausnutzen könnte, oder daß ihm eventuelle finanzielle Nachteile erwachsen, der soll sich doch zum Teufel scheren!
Ich bin 2x "fair" geschieden und ich schäme mich für manche meiner Geschlechtsgenossinnen, die das ausnutzen und den Männern fast die Existenz rauben, nur weil das Gesetz sie unterstützt. Sicherlich gibt es auch viele gegenteilige Beispiele, aber es ist mir ein Bedürfnis das auch mal auszusprechen!
Ich weiß jetzt bin ich vom Thema abgedriftet, aber irgendwie geht ja die Frage doch auch in diese Richtung.
gri1su am 27. Mai 2007 20:21 Danke. Deine Worte bauen mich wieder unheimlich auf. Bei Dir war Fairness im Spiel, bei mir leider nicht.
Eastside am 27. Mai 2007 20:24 ..ja ich weiß, ich kenn leider einige solche "Fälle" persönlich und aufgrund meines übertriebenen Gerechtigkeitsempfindens könnt ich schreien..

Ich denke, das kommt ganz auf die persönlichen Erfahrungen an, die man machen "durfte". Nie soll man bekanntlich nie sagen, auch wenn man jetzt beteuert, nie wieder heiraten zu wollen. Auch wenn ich im Moment -bedingt durch sehr schlechte Erfahrungen- sicher noch nicht bereit dazu bin, aber ganz ausschließen würde ich eine neue Ehe nicht. Ich würde mich aber sicher mit meiner Partnerin zusammen setzen und genau abklären, was für den Fall einer Trennung machbar wäre.
Heiraten scheint nach den Statistiken OUT zu sein. Jedenfalls wenn man die kirchlichen Trauungen sieht. Aber auch die Ehen, die "nur" auf dem Standesamt geschlossen werden, werden weniger. Unsere Zeit ist schnell lebig. Auch in den menschlichen Beziehungen. Ich glaube, der Mensch ist heute faul. Eine geschlossene Ehe schmeißt man nicht so einfach hin wie eine lose Partnerschaft. Da kämpft man meist doch anders um den Bestand. Sie ist oft auch emotionaler tiefer. Aber Ehe aufzulösen ist mit mehr Nerven und Kosten verbunden als eine unverheiratete Partnerschaft. Da nimmt man seine Sachen und Gefühle und das war es meist. Ein Ehevertrag ist aber auch keine Garantie für Bestand und Gelingen. Oft ist dies sicherlich sinnvoll, wenn bestimmte Vermögen mit eingebracht werden. Sind die Partner irgendwo gleichberechtigt, finde ich einen Ehevertrag ziemlich abtörnend und überflüssig.

Ich würde sagen, sag niemal nie, wer weiß was das Leben noch bringt. Es kann immer persönliche Gründe für etwas geben. Was man so gar noch nicht sagen kann. Derzeit für mich kein Thema, aber wie schon geschrieben, man/frau weiß nie. Lieben Gruß Lotusblume
Ich für meinen Teil würde auf keinen Fall mehr heiraten. Wenn man nur so zusammenlebt, ist eine eventuelle Trennung wesentlich einfacher. Denn den Krampf, den ich wöhrend meiner Scheidung mitgemacht habe, möchte ich nicht noch einmal erleben.

Habe mir erstmal alle Antworten von euch durch gelesen und bin zum Entschluß gekommen, dass mindestens die Hälfte schon geschieden sind! Meine Eltern haben sich vor 4 jahren nach 20 Ehejahren scheiden gelassen und schon da habe ich für mich entschieden, dass ich eigentlich nach dem ganzen Theater keine Lust mehr auf heiraten habe! Aber ich möchte auch nie nie sagen...muß ja nicht heißen das es bei mir auch so ist! Es hat mich halt irgendwie abgeschreckt, was damit alles so verbunden ist...;-))

Nach meiner Scheidung habe ich gesagt: nie wieder. Vor 10 Jahren schrieb meine Schwester in einer Glückwunschkarte zu unserer Hochzeit: sag niemals nie.

Ich war nur 10 Jahre verheiratet, dann ist meine Frau leider gestorben. Danach hatte ich etwa sechs Jahre mit einer Partnerin zusammengelebt. Diese Beziehung ist gescheidert und ich habe dafür geblutet. Heute lebe ich allein, nach dem Motto: Wer ißt denn sein ganzes Leben lang täglich nur Kartoffeln, Blumenkohl und Schweinelenchen? Von einer gescheiderte Ehe sei folgendes gesagt. Seit der Trennung verfolge ich fast täglich an den Gerichte und im Fersehen sämtliche Scheidungen: Bilanz: 1. Zu einer Scheidung gehören immer zwei; 2. Bei Gericht wird heute viel zu schnell über eine Trennung entschieden; 3. Vor etwa 50 oder 60 Jahren kam kam eine Scheidung beinahe einem Todesurteil gleich. Ich kenne eine Fall, da heirateten zwei junge Leute, feierten zwei Tage lang und nach drei Monate war die Ehe bereits wieder geschieden.
jaguar4 am 27. Mai 2007 22:37 mit dir hält es ja auch kein vernünftiger mensch aus!
Nach all dem was man so liest und mitbekommt in nächster Nähe und auch an negativen mitgemacht hat kann ich als noch nie verheirateter "Singel" (ich mag das wort zwar nicht) nur sagen, das ich fast schon den "Glauben" daran verloren habe, wenn da nicht in diesem Jahr etwas ganz positives geschehen wäre der den instinktiven?, fraulichen? Wunsch?, Glauben?, Hoffnung? doch noch aufkeimen lässt.