Frage von Referendarwin, 116

Wer wird Kanzlerkandidat der SPD?

Antwort
von livechat, 10

Sigmar Gabriel ist der einzige Genosse bei der SPD, der sich bereit erklärt hat, als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl zu ziehen – das macht
ihn aber nicht zum richtigen. Nur weil weit und breit keine Alternative in
Sicht ist, kann man ihn nicht als bestmöglichen Kanzlerkandidat verkaufen. Da
könnte der Eremit in der Wüste genauso gut sagen, am allerliebsten trinke er
sandiges Wasser aus seinem Brunnen, nur weil er sich nicht eingestehen möchte, dass Cola oder ein kaltes Bier nun mal ganz einfach nicht zur Verfügung stehen.

Nein, Herr Gabriel ist nicht der richtige Kanzlerkandidat für die SPD, da man dem derzeitigen Bundeswirtschaftsminister eines ganz einfach nicht abnimmt: das Soziale. Zu selten stellt er sich hinter die Rechte und Bedürfnisse der arbeitenden Bevölkerung, zu oft gibt er klein bei vor dem Wirtschaftsflügel der Union.

Für viele Wähler, die bei der kommenden Bundestagswahl eine soziale Partei wählen wollen, ist die SPD deshalb außen vor, da Sigmar Gabriel als eines der prominentesten Gesichter der Partei sich mit seinen Ansichten und
Forderungen einfach nicht genug von der Union abhebt. Vielmehr macht er den Eindruck, dass Deutschland unter einem Kanzler Sigmar Gabriel genau so weitermachen würde wie bisher unter Kanzlerin Angela Merkel. Und wer das möchte, kann gleich die CDU wählen.

Antwort
von Knastduscher, 3
Sigmar Gabriel

Da Sigmar Gabriel schon letztes Mal Herrn Steinbrück den Vorzug ließ, muss er dieses Mal antreten, um sich als Parteivorsitzender nicht zu diskreditieren.

Aber egal, wer Kanzlerkandidat/in wird, bewirbt sich als VIZE-Kanzler/in.

Antwort
von Apfelkind86, 16
Sigmar Gabriel

Das werden die Genossen schön noch Siggi machen lassen, der ist eh so gut wie erledigt. Er darf die Wahl noch gegen die Wand fahren, danach sofort zurücktreten und dann versucht die SPD, sich neu zu erfinden.

Antwort
von voayager, 40

Wer es auch immer sein wird, diese Partei hat so was von abgewirtschaftet, ist völlig abgehalftert, dass es völlig bedeutungslos ist, wer sich als Kandidat oder Kandidatin für die Wahl aufstellt und das iss gut so. Diese Partei hat keinerlei Existenzberechtigung mehr und es ist nur zu wünschen, das sie bald endgültig entsorgt wird. Wer also wird deren Pietät sein, das wäre mal abzuklären.


Antwort
von wfwbinder, 40
Jemand anderes und zwar...

Ich tippe Martin Schulz wird vorgeschickt, weil er innenpolitisch unbelastet ist.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Ich glaube nicht, dass der so blöd ist, sich das anzutun.

Kommentar von wfwbinder ,

Vor allem weil er sich vom Gehalt verschlechtern würde.

Kommentar von Knastduscher ,

Du vergisst aber, dass Martin Schulz seinen Stuhl als Präsident des EU-Parlaments Anfang 2017 abgeben muss. Da wäre der Kopf frei für die Kanzlerkandidatur.

Zuvor wird er dann erst noch 8 Monate Außenminister, weil Frank Walther Steinmeier evtl im Februar 2017 dann Bundespräsident wird.

Nur leider wäre das dann der selbe Wahlkampf wie 2009, als F. W. Steinmeier Außenminister im Kabinett Merkel war und ihr dann als "zahnloser" Tiger beim Rededuell gegenüber stand.

Wie sollte Steinmeier damals Merkel kritisieren? Weil das, was er kritisiert hätte, hatte ja Frau Merkel mit der SPD abgesprochen. Also, standen sie sich wie zwei Partner gegenüber, die nächsten Tag ja wieder zusammen arbeiten mussten. Im Fall Martin Schulz wäre es die gleiche Situation.

Antwort
von Turankoc, 42

Es gibt berühmte Kandidaten in der SPD als Kanzlerkandidat, hier mal meine Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten (WK):

Sigmar Gabriel: 80%
Frank Walter Steinmeier: 65%
Olaf Scholz: 40%
Andrea Nahles: 10%

Antwort
von soissesPDF, 51
Thorsten Schäfer-Gümbel

Wer immer es wird, er ist zu bedauern, ob der Chancenlosigkeit.
Die SPD hat abgefrühstückt, die haben es mit der Agenda 2010 nachhaltig vergeigt.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Ironischer Weise war die Agenda 2010 die beste politische Reform der letzten 30 Jahre.

Kommentar von soissesPDF ,

Das sehen HartzIV Empfänger, Zeitarbeiter und Rentner eindeutig anders, die Wähler auch.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Tja, die gesamtwirtschaftliche Situation straft sie allerdings Lügen.

Und ob es ihnen besser ginge, wenn der ganze Staat wirtschaftlich am Stock ginge und diese horrenden Leistungen nicht mehr zahlen könnte, wage ich auch zu bezweifeln. Die Unsummen, die unser Sozialstaat raus bläst (schlappe 130 Mrd.€ allein dieses Jahr, 41% des Gesamthaushalts) müssen auch erwirtschaftet werden.

Kommentar von Aaaaaaasking ,

Nein, die agenda 2010 war das schlimmste, was zeitarbeitern, harziv empfängern und Rentnern passiert ist 

Kommentar von lupoklick ,

Das Problem der SPD ist der Spagat zwischen "sozialer Demokratie" und blinder, wirklichkeitsleugnender  Ideologie sei 150 Jahren,

die DENKEN, wie die Überlegungen zu AGENDA 2010 und Hartz 4, von Anbeginn als "Verrat an der Seele der Partei" verdammt.

Kommentar von soissesPDF ,

Die SPD ist völlig neben jeder Peilung, fleißig neoliberal.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/spd-deutschland-ohne-agenda-2010-so-sa...

Kommentar von Apfelkind86 ,

Oha, das ist aber mal ein neutraler Beitrag. Da legt der Herr Fricke aber alle vermutlich mal gelernten wissenschaftlichen Vorgehensweisen ab und ergeht sich in seiner Eigenschaft als Kolumnist:

Behauptungen, die seine Gesamtthese stützen, werden als Tatsache bzw. sicher hingestellt, wohingegen Vermutungen, die sie widerlegen würden, soweit relativiert werden, wie es nur geht.

Und schwups kann er mit seiner Glaskugel nur noch recht haben.

Kommentar von soissesPDF ,

Es ist wahrlich nichts bekannt, was den Fehler der Agenda 2010 widerlegen könnte.

- den Mindestlohn hat die SPD mit Absicht nicht eingeführt
- die Deregulierung der Banken führte in die Finanzkrise
- das Rentenniveau liegt bei derzeit 47% , fallend bis 2025 auf
  43% (vorher waren es 64%)
- zunehmende Altersarmut

All das hat sozial nichts gemeinsam, aber alles mit neoliberal.
Nun sitzt die SPD im Keller der % und hat keine Machtperspektive.
Es wird noch weiter abwärts gehen.

Korrekt, so vergeigt man es nachhaltig in der Geschichte.
Einmal mehr erweist sich "sie können es nicht", die SPD.

Antwort
von lupoklick, 32
Manuela Schwesig

Wahrscheinlich eine Frau, die nicht einmal für die Quote taugt..

. Schwesig ?

Antwort
von hutten52, 19
Ralf Stegner

Stegner wäre das ehrliche Angebot. Er verkörpert die SPD am besten. Man weiß dann, woran man ist. 

Außerdem ist es egal, wer es wird. Die SPD ist eine 20 %-Partei.

Antwort
von Wolli1960, 20
Sigmar Gabriel

Der Parteichef wird wohl des erste Zugriffsrecht haben, und ich gehe davon aus, dass er die Karte zieht. Große Siegchancen räume ich ihm aber nicht ein.

Mein Wunschkandidat wäre Thilo Sarrazin, aber danach war ja nicht gefragt.

Kommentar von Sachsenbruch ,

Was? Den Sarrazin haben sie immer noch nicht rausgeworfen? Na, dann wundert das ja nicht, mit den fehlenden Chancen.

Kommentar von Wolli1960 ,

Wieso sollten sie ihn rauswerfen? Weil er sein Recht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch nimmt? Das wird man doch in einer demokratischen Partei wohl noch dürfen!

Antwort
von 1900minga, 9

Steinmeier Vllt?
Ich hoffe aber auf Martin Schulz, kann mir aber nicht vorstellen, dass er Lust hat, obwohl er meiner Meinung nach einer der kompetentesten deutschen Politiker ist!👍

Kommentar von hutten52 ,

Schulz kompetent? Einen unfähigeren Politiker gibt es kaum, außer Juncker. Dafür ist er ungeniert in der Selbstbedienung. Schulz hat jahrelang für EU-Sitzungen, an denen er zugegebenerweise nicht teilnahm, im Jahr 100000 € zusätzlich zu seinen üppigen Bezügen eingestrichen. Als die Presse es aufdeckte, stoppte er als ertappter Raffke die Zahlungen von einem Tag auf den anderen. 

Antwort
von kim294, 48
Sigmar Gabriel

Mit Sicherheit kein Fußballer, auch wenn du das als Thema für diese Frage angegeben hast.

Ich tippe auf Siggi.

Kommentar von Crones ,

Wäre auch meine Idee.

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