Frage von Seppi385, 13

Wer weiß Rat und kann mir helfen bei der Rettung meines Hundes?

Ich möchte hier gerne einen Rat einholen bezogen auf meinen Hund und habe dazu über diesen Link

https://tkrnpm1o2sgdpvnn.myfritz.net:42339/nas/filelink.lua?id=c775f669f5cc60ee

ein paar Fotos frei geschaltet

Lt. Aussage des Arztes gäbe es hierfür nur die Alternative der Amputation (ohne Angabe einer Sicherheit, dass es sich um ein tumoröses Gewebe handelt, das vielleicht bereits methastiert hat und dann eine weitere spätere Amputation  erforderlich wäre oder das Einschläfern.

Er gab auch an, dass ein Tier mit einem Körpergewicht von durchschnittlich 30 kg aus tiermedizinischer Sicht im Allgemeinen eine Amputation gut verkrafte, ein Schäferhund  läge mit seinen 7 Jahren gewichtmäßig doch erheblich darüber.

Auch sei die Frage, ob es einen Hund "glücklich" mache, nur noch 3 Pfoten zu haben.

Wer hat Ahnung und hätte hier einen Alternativvorschlag?

Ursprünglich wurde von einem anderen TA eine Schleimbeutelentzündung diagnostiziert. Dazu wurde das Tier gespritzt und mit Zugsalbe ergebnislos behandelt.

Im weiteren Verlauf wurde der Versuch unternommen, der Entzündung durch eine sog. Entwässerung beizukommen.

Als auch das nichts nutzte, wurde Cortison gespritzt und Antibiotka verabreicht - 7 Tage lang.

Als auch das nichts half und der Entzündung nicht beizukommen war und statt dessen die Schwellung weiterhin zunahm, wurde das Tier mit einer sog. Kreuzspinnen-Therapie behandelt. Ziel sollte sein, über sie die Entzündung aus dem Körper heraus zu holen.

Das Ergebnis letztendlich ist den letzten 4 Fotos zu entnehmen.

Die Fotos beginnen mit dem jeweils aktuellen Datum und sind daher chronologisch geordnet. Der Entwicklungsprozess ist damit nacherlebbar.

Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen - egal welcher Art.

Den letzten Gang in das Hundeparadies würde ich mir gerne als ultimo ratio wünschen und damit das eventuell Unabwendbare für meinen Hund doch noch etwas hinauszögern.

Schlußendlich war ich bei der Geburt selbst zugegen, habe mitgeholfen, ihn das Licht der Welt erblicken zu lassen und würde ihn zum jetzigen Zeitpunkt nur ungern gehe lassen. Immerhin hat er mir und meiner Familie über die Jahre selbst sehr viel Freue bereitet und ist damit ein wesentlicher Bestandteil unserer Familie.

Danke.

Antwort
von Bitterkraut, 10

Mein Browser (oder Virenschutz) sagt, dein Link ist keine sichere Verbindung und öffnet ihn nicht.  Kannst du die Fotos hier einstellen? 

Die Hündin einer Freundin wurde wegen Knochenkrebs amputiert, hat sich gut erholt und noch 2 gute Jahre gehabt, das war ein Jagdhundmix mit etwa 22 KG. Sie war bei der OP 9 Jahre alt.

Kommentar von Seppi385 ,

Ja es ist so, es handelte sich wohl um eine tumoröse Muskelgeschwulst, die lt. Aussage zweier Tierärzte in den meisten Fällen bösartig wären. Zudem war die Schwellung nicht nur am Gelenk selbst sondern entwickelte sich sowohl unterhalb wie auch oberhalb, bis in den Oberarm hinein. Aus ärztlicher Sicht könne man zwar eine Amputation vornehmen, allerdings sei nicht sicher, ob die Geschwulst nicht schon metastiert ist, dann würde dem Tier nur vorübergehend geholfen werden, letztendlich aber nicht wirklich. Dazu käme auch die Überlegung, dass eine Amputation im Regelfall bei Tieren bis zu 30 kg Körpergewicht kein Problem darstelle und von dieser gut angenommen würde. Bei einem DSH mit über 40 kg sähe das aber anders aus.

Nun, mein Hund befindet sich nun bereits seit einer Nacht im Hundehimmel und ich wünsche mir, dass es ihm dort gut geht.

Ich habe in dem Wissen, was auf uns da zukommen wird, versucht, ihm den Abschied von dieser Welt ein wenig zu erleichtern, indem ich mit ihm noch einen  ausgedehnten Spaziergang gemacht und noch all die letzten Stellen  mit ihm gemeinsam aufgesucht habe, von denen wir schöne gemeinsame Erinnerungen mitgenommen haben und gemeinsam mit ihm darauf gehofft, dass es auch noch eine andere Lösung gibt und dabei auch auf Euch, auf dieses Forum gehofft, in der Hoffnung, dass der eine oder andere eine ähnliche Situation durchgemacht und in letzter Minute gemeinsam mit dem Tierarzt doch noch eine rettende Idee gehabt hat, seinem Tier noch viele gemeinsame schöne Stunden  zu schenken.

Leider hat mein Tier für sich diesen Kampf verloren und damit eine große Lücke bei meiner Frau und mir hinterlassen.

Trotzdem Danke!

Kommentar von Bitterkraut ,

Das tut mir sehr leid. Es ist so schwer, diese Entcheidung zu treffen, und es tut so weh. Du hast sicher die richtige Entscheidung getroffen, dein Tierarzt hat dir das sicher auch bestätigt und du hast deinem Hund etwas Gutes getan. 

Die Lücke kenn ich auch, das ist ein seltsames Gefühl, eigentlich gar nicht mit der Trauer verbunden. Die Trauer ist ein Schmerz, die Lücke ist eine Vakanz. In diese Lücke werden die Erinnerungen einziehen, mit der Zeit. Gute Erinnerungen. Das ist meine Erfahrung. Alles Gute für euch.

Und falls mal ein neuer Hund kommt, wird der nicht den Platz der Erinnerungen besetzen, der wird sich einen eigenen Platz in eurem Herzen suchen. Und sich dort breit machen ;)

Kommentar von Seppi385 ,

Ich weiß nicht, ob ich noch einmal einen Hund haben möchte, meine Frau schon eher.

Ich bin jetzt 63 Jahre jung, und es sollte mein letzter Hund sein. Er wäre jetzt im Dezember 7 Jahre alt geworden, und bei weiteren 7 Jahren ich dann 70 Jahre.alt. In diesem Alter wollte ich mir dann keinen Hund mehr anschaffen, schon aus Altersgründen.

Meine Frau - 10 Jahre jünger - sieht das nicht so "dramatisch". Sie wünscht sich noch einmal einen Hund, einen Schäferhund!

Der Hintergrund ist der, dass ich aus Krankheitsgründen im Augenblick getrennt von ihr lebe und sie sich dadurch einsam fühlt.

Auch ich habe so das Gefühl jetzt! einsam zu sein.

Da mein Hund meine Frau bei der Pflege nicht an sich heran ließ hatte ich ihn zu mir genommen, und er hat einen Großteil meiner Zeit eingenommen, von mir auch so gewollt.

Jetzt ist er nicht mehr und ich innerlich leer.

Ob da ein nochmaliger Hund die "richtige" Medizin für mich wäre - ich weiß es noch! nicht, ich werde erst ein paar Nächte darüber schlafen (müssen.)

Danke für Deine Anteilnahme.

Antwort
von SusanneV, 11

Stell den Hund in einer Klinik vor. Wenn das Leben für ihn nur noch eine Qual ist, dann erlöse ihn .Ich kann mir vorstellen, wie schwer das für Dich und jeden anderen Hundebesitzer sein muß, aber eine Krebsbehandlung ist schon beim Menschen, dem man alles erklären kann, eine Tortur. Ein Tier versteht nicht, was ihm angetan wird.

Es tut mir für Dich und Deinen Hund sehr leid!

Kommentar von Seppi385 ,

Danke auch Dir für Deine Zeilen.

Ja, dass mir die - meine! - Entscheidung sehr schwer gefallen ist, das kann ich Dir bestätigen.

Ich denke, dass Du da mit Deinen Worten recht hast. Lieben heißt auch loslassen können müssen.-

Antwort
von Bitterkraut, 12

Du hast auf jeden Fall immer die Möglichkeit, zum Tierarzt zu gehen, um den Zustand deines Hundes einordnen zu lassen. 

Antwort
von froeschliundco, 11

wen es knochenkrebs ist,sind die prognosen schlecht...bitte lass dein hund nicht leiden,nur weil du krampfhaft an ihm festhalten möchtest...auch chemo od.bestrahlung würd ich keinem tier antun...wir menschen können uns im kopf drauf einstellen u.mit den nebenwirkungen umgehn...aber auch für uns kann es höllische schmerzen verursachen,wo man am liebsten sterben möchte...

wens soweit ist lass ihn friedlich einschlafen,geniese noch die tage die der hund schmerzfrei ist

Kommentar von froeschliundco ,

wünsch euch viel kraft,hug

Kommentar von Seppi385 ,

Ja, auch darüber hatten sich der TA und ich ausführlich unterhalten und wir waren uns einig darüber, dass das keine so gute Option sein würde, zumal kaum eine Chemo einen wirklichen Erfolg für die Tiere brachten sondern vielmehr in den meisten Fällen immer wieder abgebrochen worden seien.

Auch war es eine Überlegung, in wieweit der Hund noch tatsächlich schmerzfrei war.

Aus der Tierwelt wissen wir ja nur zu gut, dass Tiere selbst wesentlich mehr und besser ihre Schmerzen zu verbergen wissen - und es auch zu ihrem eigenen Schutz, um für Andere nicht  angreifbar oder selbst zum Opfer und Futter für sie zu werden - immer wieder so praktizieren.

Aber wenn er so neben mir lag und ich seinen Atem hörte und ich merkte wie unregelmässig, stellenweise sehr hektisch, dann stellenweise aussetzend und dann wieder mal ganz normal seine Atmung war, dann denke ich doch schon eher, dass es ihm schon manchmal schwer fiel.

Aber es war immer die Hoffnung da - auch vom TA selbst - hier für das Tier noch eine Lösung zu finden, Leider schlug KEINE der vorgenommen Therapien an. Im Gegenteil: Die Geschwulst bekam regelrecht einen so genannten Wachstumsschub und sein Gelenk, sprich die Geschwulst auf ihm sah schon so aus, als wurde Bregen aus einer Öffnung einer Bregenwurst herausgepresst werden.

Die damit verbundenen Blutungen ließen sich nunr sehr schwer stillen, und ich denke, auch für meinen Hund wwar es nicht imme sehr angenehm, denn er versuchte sich diese Stelle immer wieder zu lecken und verschlimmerte die jetzt offene Wunde damit.

Sicherlich musste eine Entscheidung für das Tier vor diesem Hintergrund getroffen werden, ABER die Frage eines nicht mehr grundsätzlich ausschließbaren Einschläferns  sollte KEINE Entscheidung aus finanzieller Sicht oder aus Gründen eines anderenfalls größeren (Pflege-) Aufwand sein, sondern die ultimo ratio, eine Entscheidung, wenn es keine andere mehr gibt und die Kunst der Tiermedizin an ihre Grenzen kommt.

Schlussendlich wurde sie getroffen, von mir, und ich hoffe, ich habe für das Tier eine richtige Entscheidung getroffen.

Er liegt jetzt in unserem Garten an seiner Lieblingsstelle begraben in seiner Lieblingsdecke eingehüllt.

Antwort
von XCatSoulX, 9

Wenn du Online auf eine Antwort haben willst, ob es deinem Hund gut geht oder nicht, dann kann ich dir nur einen guten Tipp geben und zwar: 

Lass es. Im Internet kann man NIE genau den Zustand eines Lebewesens sagen, von dem man nur Bilder oder Videos sieht. Geh einfach zum Tierarzt und lass ihn dort untersuchen.

So ist es viel sicherer, weil sonst schreibt man hier, dass es nichts schlimmes ist und am ende ist dein Hund in Lebensgefahr. Deshalb geh bitte zum Tierarzt, falls du dir Sorgen um die Gesundheit deines Hundes machst ^^

Kommentar von Seppi385 ,

Ich habe hier eine Möglichkeit gefunden, über diesen Link

https://tkrnpm1o2sgdpvnn.myfritz.net:42339/nas/filelink.lua?id=c775f669f5cc60ee

die Entwicklung durch Fotos nachvollziehbar zu machen.

Ich selbst hatte bereits den TA konsultiert, der Erste von ihnen diagnostizierte eine Schleimbeutelentzündung, der Zweite hingegen nach Anfertigung einer Röntgenaufnahme eine weitergehende Entzündung, die bereits auch auf der Knochenoberfläche (ausgefranste Knochenhaut) zu erkennen war.

Mit verschiedenen Therapien wurde versucht, die Entzündung zu stoppen, keine von ihnen schlug jedoch an.

Der aktuellen Zustand der Pfote ist den letzten 4 Fotos deutlich zu erkennen.

Lt. Ansicht des TAes gibt es die Möglichkeit der Amputation (ohne! Garantie dafür, dass keine Mathastisierung vorliegt und damit ein weiteres Fortschreiten mit dieser Amputation verhindert werden konnte) oder das Einschläfern.

Letzteres wünschte ich mir aber nur als ultimo ratio.

Kommentar von Bitterkraut ,

Letzteres ist immer Ultima Ratio - aber wann ist der Zeitpunkt dafür? Das mußt du wirklich mit den Tierärzten klären. Und mit deinem Bauchgefühl. Wenn der Hund ansonsten noch fit ist, einigermaßen bemuskelt, kann eine Amputation eine Cahnece sein, wenn er schon stark abgebaut hat, würde ich da 3x drüber nachdenken.

Ich wünsche euch beiden alles Gute. 

Antwort
von newcomer, 10

zur Tierklinik bringen und untersuchen lassen

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