Frage von berni82, 76

Wer weiß Rat beim Aufhebungsvertrag?

Hallo Zusammen , ich habe mal eine Frage bezüglich meines gerade unterschriebenen Aufhebungsvertrages...Bei den Verhandlungen über diesen sagte mein Chef mir noch, dass er mich zumindest bis zum 31.3. noch weiter arbeiten und erst dann im Rahmen der mir zustehenden ordentlichen Kündigungsfrist freistellen will. Nun stand allerdings im Vertrag als Tag der unwiderruflichen Freistellung der 15.3. und ich vermute mal das sich hier seitens meines Arbeitgebers der Fehlerteufel eingeschlichen hat. Ich habe natürlich nichts dazu gesagt obwohl ich dieses sofort bemerkt habe und den Vertrag unterschrieben . Nun kam mein Arbeitgeber an das er mich dennoch unbedingt bis 31.3 braucht und ich weiß nun nicht wie ich mich hier verhalten kann/soll...man sagt doch immer das schriftliches vor mündlichem gilt oder? Prinzipiell könnte ich doch ab 15.3. von der Arbeit weg bleiben ohne das das für mich Konsequenzen hat wenn ich das richtig sehe...will auf der anderen Seite aber auch nicht im schlechten mit meinem noch Arbeitgeber auseinander gehen...

Antwort
von deKlaus, 48

Ich würde die 14 Tage ohne Murren abreissen und mit Stil abtreten.

Antwort
von PaulBuchhorn, 42

Dabei wäre der gesamte Vertrag zu beachten. Wenn er gesagt hat, das er dich im Rahmen der ordentlichen Kündigungsfrist freistellen will, dann ist das ja auch eine konkrete Zeitangabe. Natürlich könntest du auch ab dem 15.03. fernbleiben. Vermutlich würde es aber dann im Schlechten auseinander gehen.

Idee: Kannst dem ja sagen, das du ab dem 20.03. oder so etwas festes schon eingeplant hast. Vielleicht sieht er das dann eher nicht so schlimm.

Antwort
von EdnaImmers, 35

Zu welchen Konditionen sollst du denn weiterarbeiten? So ohne Vertrag ..... also ich wäre vorsichtig ... 

Wenn Du bis 31.3 weiterarbeiten willst - dann könnt ihr den Vertrag ändern.

Wenn du zum 15. aufhören willst / Berufe dich auf den Vertrag 

Kommentar von berni82 ,

Ich würde so oder so bis Ende Juli unter vollem Gehalt freigestellt...würde mein Gehalt also weiterbekommen egal ob ich hingehe oder nicht  

Kommentar von EdnaImmers ,

Sei ein Korinthenk. und bestehe auf einem korrekten aufhebungsvertrag / Datum ist entscheidend. Jeder Vertrag kann geändert werden .... Wenn AG.  will, dass Du bis 31.3 ( im Rahmen der gesetzlichen K.... ) arbeitest - soll er halt den Vertrag berichtigen.

Antwort
von atzef, 32

Rechtstechnisch ließe sich dieser Aufhebungsvertrag durch den AG wegen Erklärungsirrtums möglicherweise anfechten mit der Wirkung, dass er dann nichtig ist, dir aber gegebenenfalls entstehender Schaden zu ersetzen wäre...

Aber der würde das so sicherlich nie durchklagen.

Arbeitest du weiter bis zum Ende des Monats, bekommst du ja auch mehr Geld, was vielleicht ja auch wichtig ist, da du wegen des Aufhebungsvertrages ohnehin eine Leistungsbezugssperre von 3 Monate für ALG bekämest...

Kommentar von berni82 ,

Mehr Geld würde ich leider so oder so nicht bekommen da ich unter Fortzahlung meines Gehaltes freigestellt wäre 

Kommentar von atzef ,

Das ist eigentlich falsch. Wenn der Ag eigentlich davon ausgeht, dass die Freistellung für die Dauer der Kündigungsfrist am 31.3. beginnt, dann bekämest du noch Geld für den kompletten April, weil die gesetzliche Kündigungsfrist ja immer 4 Wochen beträgt.

Wenn du nun aber auf den Vertragsinhalt pochst, ist am 15. April Schicht mit der Bezahlung.

Kommentar von GoimgarDE ,

Ätzend du vermischt da Dinge. Die gültige Kündigungsfrist des Tes ist uns nicht bekannt Bereits er schrieb ja schon das er bis in den Sommer noch angestellt ist. Die Freistellung ist dabei unabhängig von der Kündigungsfrist. Diese Freistellung nimmt man meist vor allem vor wenn man Angst hat das der Angestellte noch betriebsinterna mitnehmen könnte oder z.b zu einem Konkurrenten wechselt und so die neuesten Entwicklungen vorher gar nicht mehr mit bekommen kann.

Antwort
von stubenkuecken, 32

Ihr könnt einen befristeten Vertrag für die Zeit bis zum 31.3. abschließen.

Antwort
von GoimgarDE, 23

In dem Vertrag den ihr beide unterschrieben habt steht der 15.3 punkt. Was gibt es da zu fragen?

Kommentar von berni82 ,

Mir ging es nur darum ob er sich im Nachhinein doch noch irgendwie auf die mündliche Vereinbarung berufen kann 

Kommentar von GoimgarDE ,

Dann spielst du das selbe Spiel das sonst Arbeitgeber immer spielen: mündliche Absprache? Hatten wir nie beweisen sie das. Warum sollten wir mündlich was absprechen aber schriftlich ausdrücklich was anderes festhalten?

Antwort
von anja199003, 23

Wenn Du sonst nichts vor hast solltest Du noch bis zum 31.3. hin gehen. Das wird Dich nicht umbringen und Dein AG schreibt Dir am Ende ein gutes Zeugnis.

Antwort
von Farridio, 34

frage deinen betriebsrat oder einen fachanwalt für arbeitsrecht

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