Postman am 27.02.2007 um 14:53 Uhr
Ich habe in meinem Schlafzimmer Schimmelbefall an der Decke und im Fensterrahmen. Die Tapete hat sich schon abgelöst. Nach Rücksprache mit dem Vermieter wurde ich beschuldigt, ich würde zu wenig lüften und meine Pflanzen am Fenster seien dafür verantwortlich. Wer weiß Rat

Die Pflanzen haben ganz sicher keine Schuld. Richtig ist, dass durch zu weniges Lüften der Schimmel gefördert wird. Ob hier zu wenig gelüftet wurde, kann ich nicht beurteilen, es kann ja u. U. auch durchaus Feuchtigkeit in der Wand (von außen kommend) sitzen. In Baumärkten gibt es Spezialmittel gegen den Schimmel, aber um das Tapezieren wirst Du nicht herum kommen - leider.
Gegen Schimmelbefall hilft ausreichende Belüftung aller Räume, insbesonder das Bad.
z.b. beim Baumarkt gibt es einen Schimmelentferner.
Räume (im Winder) besonders das Bad (aufgrund der Nässe) ausreichend heizen.
Bei stärkerem Befall von Schimmel, da diese ins Mauerwerk eingreifen, sollte eine Firma zur Beseitiung verständigt werden.
Die Pflanzen sind sicher nicht schuld!! Ein elektrischer Luftentfeuchter hilft vorerst. Es gibt auch Luftentfeuchter mit Granulat. Gibt es in fast jedem Baumarkt. Weiters muss aber geschaut werden wo die Feuchtigkeit herkommt und beseitigt. Schimmelsporen sind schädlich und können Alergien auslösen. Bei - roten Schimmel ist Gefahr für Personen. Info im Internet!!

Wichtig zu wissen, ist bei Schimmelbefall, ob die Stellen an denen sich Schimmel bildet, kalte Stellen sind (Aussenwände, schlecht gedämmte Decken bei Balkonen etc.). In Räumen schlägt sich Feuchtigkeit erst an den kalten Stellen nieder. Sie schreiben nicht, ob es ein Altbau ist und wo die Decke schimmelig ist. Seit wann ist Schimmel da? Sind einige Monate vorher Baumaßnahmen vorgenommen worden?
Nicht mit einem Mittel behandeln, ohne das klar ist, woher der Schimmel kommt. Man kann Bekämpfen und zugleich baulich was verändern (z.B. Dämmen).
Feuchtigkeit ist die Hauptursache für Schimmelbildung in Gebäuden. Schimmelpilze finden hier ein reiches Nahrungsangebot: Zellulose (Tapeten, Kleister, Holz und Holzwerkstoffe. Die Feuchtigkeit ensteht einerseits durch defekte Wasserleitungen (Heizung, Dachentwässerung etc.), andererseits durch Baumängel bzw. Konstruktionsfehler. Darüber hinaus kann ungenügende Belüftung die Raumluftfeuchtigkeit erhöhen. Bereits ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60% besteht ein Schimmelpilzrisiko.
Natürlich muß man die baulichen Gegebenheiten können, um die richtigen Antworten geben zu können. Aber grungsätzlich gilt: Beim Lüften zu sparen führt zu Feuchtigkeitsschäden. Ich habe bei einer ähnlichen Reklamation eines meiner Mieter im vergangenen Jahr einen Fachmann für Gebäudeschäden eingeschaltet. Dieser hat die These ausgegeben: lüften, lüften und nochmals lüften. Am besten die Luftfeuchte im Raum mit einem Hygrometer überwachen.
(Der von mir erwähnte Mieter war relativ neu in der Wohnung und argumentierte daß in seiner bisherigen Wohnung bei gleichem Lüftungverhalten keine Feuchtigkeitsschäden waren. Er hatte aber üßbersehen daß dort die Fenster aus Holz ohne umlaufende Dichtung bestanden. In der jetzigen Wohnug bestehen die Fenster aus Kunststoff und sie haben umlaufende Gummiprofildichtungen. Durch die alten Fenster fand ein ständiger Luftaustausch statt; durch die neuen eben nicht. Deshalb mußte er seine Lüftungsgewohnheiten ändern. Das ist geschen und nun hat er keine Probleme mehr)
Hallo - eigentlich kann ich mich den 1. beiden Antworten nur anschließen. "Normales", tgl. Lüften reicht vollkommen und Pflanzen verursachen ganz sicher keinen Schimmel! Dichte Fenster und ausreichende Dämmung sind wichtig. Auf jeden Fall aber ein (vom Vermieter unabhängiges!) Gutachten einholen, denn sehr oft kommt der Schimmel aus dem Gemäuer - zB wenn der Baugrund recht feucht und die Grundmauern schlecht isoliert sind.
Hallo, das ist echt heikel. Also ich lüfte 3 x am Tag richtig durch. Wenn möglich, die Fenster wieder schliessen und die Heizung etwas andrehen. In den Räumen wo du nicht bist, die Türen schliessen. Sobald Du siehst, dass sich Schwitzwasser bildet, sofort noch mal kurz lüften. Versuche die Schimmelflecke mit Dan Klorix weg zu bekommen. Viel Glück.
Entfernung von Schimmelpilz
Chemikalien können Schimmelpilz kurzfristig nur an der Oberfläche entfernen. Sie sollten in der Regel nur von Fachleuten im Rahmen einer ursächlichen und umfassenden Sanierung verwendet werden. Pilztötend oder fungizid wirken u.a. folgende Substanzen und Methoden:
Wasserstoffperoxid - Natriumhypochlorit -
70%-Alkohol, z.B. Isopropanol oder Ethanol
Sagrotan.
Föhn - Schimmelpilze sind nur bis ca. 85°C lebensfähig.
Achtung bei der Tapete!!
Die Pflanzen tragen keine Schuld, leider hilft nur lüften vielleicht auch ein Luftentfeuchter aus dem Baumakt und heizen. Da es an der Decke ist, was liegt darüber noch eine Wohnung oder ein Speicher? Vielleicht ist auch schon über längere Zeit von außen immer etwas Feuchtigkeit eingedrungen. Aber auf alle Fälle würde ich das von einem Fachmann begutachten lassen, ob dies nicht doch durch eine schlechte Isolierung o. ä. hervorgerufen wird und das wäre dann eindeutog Sache des Vermieters.