Frage von michael0521, 54

Wer untersucht einen möglichen ärztlichen Behandlungsfehler?

In 2005 erhielt ich - aufgrund einer Coxathrose in der linken Hüfte - ein McMinn-Hüftkappenimplantat.

Aufgrund von anhaltenden Hüftschmerzen wurde die Pfanne in 2006 revidiert, Diagnose: Impingementsymptomatik. Die eingesetzte Hüftkappen-Tep blieb unverändert.

Die weiterhin anhaltenden Schmerzen führten - neben immer stärkeren Schmerzmitteln - zur Frühverrentung.

Im kommenden Monat wird die Hüftkappenprothese durch eine Langschaftprothese ausgetauscht.

Meine Frage ist nun, wer kann das ausgesägte Knochenstück mit der Hüftkappenprothese nach dem Grund der Schmerzen - vielleicht auch einem möglichen Operationsfehler - untersuchen ?

Antwort
von Chris1480, 28

http://www.schoen-kliniken.de/ptp/medizin/mobilitaet/gelenke/hueft-impingement/

"Impingement kommt auch bei normaler Form der Hüfte vor.

Schon

geringe Abweichungen von der idealen Passform lösen dabei den

Gelenkverschleiß aus. Extreme Bewegungen können sogar bei völlig normal

geformten Gelenken ein Impingement hervorrufen und damit dem Gelenk

schaden. So auch beim Hüftimpingement."

Das kann anhand von dem Stück Knochen mit Implantat wohl keiner.

Hast du dir mögliche Risiken der Operation durchgelesen, bevor du dich operieren hast lassen?

Ich möchte dich nicht verunsichern, aber frag mal deinen Operateur, ob es mit der OP auf alle Fälle eine Besserung eintritt und ob er dies schriftlich zusagen kann.

Eine mögliche Fehlstellung der Prothese lässt sich erst recht nicht mehr feststellen, wenn es ausgebaut ist.

Kommentar von michael0521 ,

Vielen Dank Chris1480,

nur leider hat deine ausführliche Antwort nichts mit meiner Frage zu tun. Versteh mich bitte nicht falsch, es geht mir nicht um eine Risikobetrachtung oder eine möglichen Komplikation durch eine Fehlstellung der TEP, sondern nur um die Frage, gibt es die Möglichkeit, dass sich jemand nach der anstehenden OP das herausgesägte Knochenteil auf mögliche Ursachen der Schmerzen anschaut (mir Laien fällt dazu die Gerichtsmedizin oder ein Pathologe ein, aber ich bin da wirklich ein Laie).

Trotzdem nochmals Dank für deine Bemühungen.

Antwort
von Schnoofy, 30

Hinweise zu diesem Problem gibt es bei der AOK:

https://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/patientenrechte-behandlungsfehler-berat...

Ich kann mir aber vorstellen, dass andere Krankenkasse ähnliche Informationen für  ihre Mitglieder haben.

Kommentar von michael0521 ,

Deinen Hinweis habe ich aufgenommen Schnoofy. Vielen Dank dafür.

Ich habe auf der Webseite meiner Krankenkasse einen identischen Hinweis gefunden. Dort wurde die Möglichkeit eines telefonischen Kontakts angeboten, den ich sofort genutzt haben.

Trotz des gut halbstündigen Gespräches konnte man mir nicht weiterhelfen. Auch in diesem Gespräch habe ich es fast nicht geschafft, meine Frage "rüberzubringen". Das Thema wurde immer wieder reduziert auf "ein Gutachter macht seine Aussage aufgrund der Aktenlage"...

Ich frage mich immer noch, wie das "mögliche" Beweisstück - nämlich der ausgesägte Oberschenkelhalsknochen - analysiert werden kann, bevor er nach der OP entsorgt wird.

Kommentar von Schnoofy ,

Ich glaube, ich habe verstanden. Dir geht es um das sensible Verfahren "Beweissicherung". Etwas wirklich befriedigendes scheint es derzeit nicht zu geben. Die verfügbaren Hinweise sind wirklich sehr vage.

Das z. b. habe ich noch gefunden:

http://www.berlin.de/special/gesundheit-und-beauty/gesundheit/ratgeber/1599319-2...

Kommentar von Chris1480 ,

Nein.

Kommentar von michael0521 ,

Nein !

Nein, was ?

Chris1480, könntest du mir dein nein vielleicht etwas näher erklären ?

Antwort
von hartmutde1948, 39

Normalerweise kann dir deine Krankenkasse weiterhelfen.

Kommentar von michael0521 ,

Danke hartmutde1948 das du dir die Zeit genommen hast, meine Frage zu lesen und zu beantworten.

Hier gilt das gleiche, dass ich schon Schnoofy geantwortet habe.

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