Frage von saitek, 87

Wer übernimmt 24 Stunden Pflege?

Hallo zusammen,

unsere Oma bezieht Sozialhilfe und benötigt eine 24 stündige Pflege. Besteht die Möglichkeit, dass die (gesamten) Kosten für die Pflege vom Sozialamt übernommen werden? Wenn Angehörige die Pflege übernehmen, besteht die Möglichkeit dass diese vom Sozailamt für Ihre Pflegetätigkeiten entlohnt werden?

Danke im Voraus!

Antwort
von isomatte, 39

Wenn deine Oma jetzt schon Leistungen vom Sozialamt nach dem SGB - Xll - bezieht,dann wird sie wohl nicht viel an Vermögen haben,sonst würde sie ja nichts bekommen,es sei denn das es derzeit noch nicht verwertbar wäre !

Vom Sozialamt wird sie dann ja schon bekommen was ihr zusteht,wenn die dementsprechenden Anträge gestellt und Nachweise erbracht worden.

Vorrangig ist die KK - für die Oma zuständig,da bekommt sie doch sicherlich eine Pflegestufe,die natürlich auch vorher beantragt werden müsste.

Wenn ein naher Angehöriger die Pflege selber übernehmen würde,dann kann man ggf.bei der KK - einen Antrag stellen,dann wäre man sicher auch abgesichert.

Vom Sozialamt selber würde die pflegende Person nichts bekommen,aber die Oma kann der Person z.B. das Pflegegeld geben und diese Person könnte dann nur beim zuständigen Jobcenter einen Antrag auf ALG - 2 ( Hartz - lV ) stellen.

Dafür müssen aber dann weitere Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sein,was dann die Bedürftigkeit betreffen würde,dass Pflegegeld der Oma würde dann auf die evtl.ALG - 2 Leistung nicht angerechnet,würde die Person es bekommen.

Antwort
von Benny830, 31

Viele wichtige Aspekte wurden bereits in der vorherigen Antwort genannt. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass es zunächst erst einmal darauf ankommt, welche Pflegestufe deine Großmutter hat. Je nach Pflegestufe erhält sie dann einen bestimmten Betrag. Im Falle der Pflegestufe 3 wären das ca. 730 €. Neben Anspruch auf Pflegegeld besteht aber auch die Möglichkeit weitere Zuschüsse zu beantragen, wie die Kostenübernahme für Pflegemittel, technische Hilfen oder zur Verbesserung des Wohnumfeldes. Bevor das Sozialamt für die Pflege aufkommt, muss das Pflegegeld ausgeschöpft sein und keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung stehen.

Ich finde den Überblick hier eigentlich echt gut: https://www.promedicaplus.de/leistungen-betreuung-und-pflege-zu-hause/pflegestuf...

Antwort
von maggylein, 34

Wenn deine Oma 24 std Pflege benötigt gehe ich davon aus dass die Frage der Pflegestufe schon geklärt ist.

1. Möglichkeit... sie wird Zuhause komplett von Angehörigen betreut dann steht dem Angehörigen entsprechend der Pflegestufe das Pflegegeld zu zudem wird das ganze auch Sozialversicherungstrchnisch abgedeckt heisst das diese zeit später bei der Rente angerechnet wird.
(Der Arbeitgeber muss im übrigen die Person eine gewisse Zeit auch freistellen)

2. Möglichkeit... Pflege Zuhause mit Unterstützung des Pflegedienstes. In der Praxis sieht das meistens so aus dass der Pflegedienst 1 2 oder 3 mal am Tag kommen um zu waschen oder was zu machen was die Angehörigen nicht können oder wollen. Je nach Pflegestufe werden die Kosten durch das Pflegegeld abgedeckt.

3. Möglichkeit... Pflege Zuhause mit jemandem die auch Zuhause einzieht. Auch hier wird entsprechend der Pflegestufe Pflegegeld gezahlt was aber die Kosten sicher nicht abdeckt.

4. Möglichkeit... Heim..
Hier fließen entsprechend der Pflegestufe das Pflegegeld und das Einkommen deiner Oma (Rente oder Witwenrent und Einkünfte aus Vermietung oder anderem) ein.
Ein Taschengeld steht deiner Oma selbst zu das ist aber nicht sehr hoch.
Wenn deine Oma noch Vermögen hat wird dieses erst bis zu einem Freibetrag aufgebraucht. Wenn dann noch Kosten sind dann tritt das Soza an die Angehörigen also Ehemann und Kinder. Vermögen und Einkünfte müssen offengelegt werden. Erst wenn dann noch was übrig bleibt wird das Soza dem Betrag zuschießen

Antwort
von Fiddi, 25

Nun da Deine Oma eine 24 Stunden Pflege braucht, gehe ich mal davon aus, das sie die Pflegestufe III hat, bzw. beantragt wurde. Die wird in der Regel von der Krankenkasse ausgezahlt. Das Sozialamt stock nur das Geld auf, falls es ein Defizit gäbe. Was aber bei der Pflegestufe III selten vor kommt.

Antwort
von beast, 39

Hat Deine Oma eine Pflegestufe beantragt? Wenn nein sollte sie das ganz schnell  bei ihrer Krankenkasse nachholen. Die Oma bekommt dann Besuch  vom  medizinischen Dienst. Der schaut, was die Oma  noch alleine kann und vergibt dann die Pflegestufe. Die Oma  erhält dann entweder Pflegegeld ( entsprechend der Stufe) davon  bezahlt  sie die Angehörigen,  die sie pflegen, oder sie erhält Sachleistungen. Sie kann aber auch einen Pflegedienst von dem Geld bezahlen lassen. Wenn das Pflegegeld und ihre Rente dazu nicht ausreichen, dann kann die Oma beim Sozialamt einen Antrag auf die Übernahme der Pflegekosten stellen

Antwort
von derhandkuss, 39

Das Sozialamt prüft sehr genau die finanziellen Verhältnisse der zu pflegenden Person und deren direkte Angehörige (Ehepartner, Kinder). Reicht das Einkommen der zu pflegenden Person zur Pflege nicht aus, wird zunächst einmal das Vermögen der betreffenden Person aufgebraucht (falls vorhanden). Anschließend schaut das Sozialamt sehr genau, ob bzw. sich hier an den Kosten beteiligen kann (beispielsweise die Kinder). Und das bedeutet Offenlegung der finanziellen Verhältnisse.

Antwort
von ischdem, 30

wenn eine Pflegestufe :

dann vielleicht häusliche Pflege oder Pflegeheim. Das Sozialamt prüft das Einkommen der Oma, wenn dies nich ausreicht wird das Einkommen der Kinder geprüft und diese müssen eventuell die Pflege bezahlen.

alles Andere wurde hier schon gechrieben. Die Pflegeversicherung berät auch die Pflegestützpunkte in deiner Stadt.

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