Wer trägt die Kosten für die Hochwasserschäden?

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5 Antworten

In aller erster Linie sind mal die Versicherer und Rückversicherer am Start.

Mal schauen wie die Munich RE Aktie darauf reagiert in den kommenden Tagen, vielleicht kann ich günstig nachkaufen.

Mir ist bewusst das sich Versicherungen weigern, weil sie das als höhere Gewalt sehen.

Man kann durchaus in vielen Regionen Elementarschäden mitversichern. Gibt aber meist Selbstbehalte und Wartezeiten.

Aber ich meine, man kann das doch trotzdem dann irgendwie gerichtlich durchsetzen oder nicht?

Was vertraglich nicht vereinbart ist kann auch nicht eingeklagt werden. Gerichte greifen nur in Verträge ein, wenn diese eine Seite unangemessen benachteiligen und streichen dann ggf. die entsprechende Klausel. Sehe ich hier nicht gegeben.

Ob der Staat Soforthilfspakete schnürt bleibt abzuwarten.

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Kommentar von Renguees
01.06.2016, 22:04

Ich habe eine Teilkaskoversicherung. Mir gings einfach nur dadrum ob wie du schon sagtest "Soforthilfspakete" als Unterstützung zu erwarten ist oder ob man komplett im Stich gelassen wird.

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Gab es einen Militäreinsatz, der zum Unwetter geführt hat oder wie kommst du auf Kollateralschäden?

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Das übernehmen die aus Berlin und die Spender, so wie beim Oder-Hochwasser u.a. für die, die keine Versicherung haben und die, d ie eine Versicherung haben, bekommen dann eben von denen nichts, warum auch immer.

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Die Versicherungen zahlen die Schäden am Auto, wenn eine Teilkasko vorhanden ist.

Sie zahlen die Schäden am Gebäude oder Hausrat, wenn eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen wurde.

Hat der Geschädigte das nicht gemacht, bleibt er auf den Kosten sitzen.

Zumindestens eine Teilkasko kann man eigentlich fast immer abschließen.

Wenn man das nicht tut, ist man selbst schuld.

Inwieweit in den betroffenen Regionen eine Elementarschadenversicherung möglich ist, weiß ich nicht. Aber ich meine gestern gehört zu haben, dass in Braunsbach sehr viele eine derartige Versicherung haben.

Also sind es vielfach nicht die bösen Versicherungen, die sich weigern zu zahlen, sondern die Kunden, die möglichst wenig für eine Versicherung zahlen wollen.

Und in solchen Fällen sollte auch der Staat nicht einspringen.

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Kommentar von Renguees
01.06.2016, 21:59

Okay. Da hast du sicherlich Recht. Tut mir Leid.

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Beim Auto ist das noch relativ einfach. Da leistet eine Kaskoversicherung.

Für Gebäude und Hausrat ist der Einschluss von "Elementarschäden" möglich.

Leider ist das in "klassischen Hochwassergebieten" genau nicht möglich.

Interessanterweise waren in der alten DDR-Versicherung diese Schäden eingeschlossen. Nach der Übernahme durch die Allianz haben alle Leute, die ihren Vertrag "sanieren" ließen, diesen Schutz dann eingebüßt.

Diese mussten dann über staatliche Zuschüsse und Spenden von vorne anfangen.

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Kommentar von Buerger41
01.06.2016, 23:45

In den sog. klassischen Hochwassergebieten in Bayern ist ist die Absicherung teilweis Pflicht. Der BVK versichert auch in gefährdeten Gebieten.

Was die alten DDR-Policen angeht, die durch die Allianz übernommen wurden, müssen Sie , Herr Hans, differenzieren.

Die Policen, die verwaltungstechnisch übernommen wurden, bieten nachwievor den alten Versicherungsschutz auch bei Überflutung und Überschwemmung.

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