Frage von WhatAQuestionA, 110

Wer trägt die Einsatzkosten der Feuerwehr wegen eines Streunenden hundes?

... mir ist beim gassi gehen die ganze zeit ein hund nach gelaufen den ich noch nie gesehen hatte . nach enr halben stunde habe ich mal im tierheim angerufen - geschlossen . danach beim ordnungsamt - geschlossen . dann beim tierarzt - geschlossen .

letztenendes rief ich die feuerwehr als letzte moeglichkeit und fragte auch direkt wer die einsatzkosten traegt . sie meinten : die stadt .

ich habe den streuner dann irgwann mit an ubsere leine bekommen so das er net mehr abhauen kann . aber bevor die feuerwehr kam , blieb ploetzlich ein auto stehen und da freute sich jemand seinen hund nach langer zeit wieder zu sehen . also der besitzer hatte sich dann gefunden , bedankte sich und fuhr heim mit hundchen . nun stand ich da und die feuerwehr war auf dem weg . ich rief nochmal da an und sagte das sich der besitzer gefunden hat . sie sagten okay und sie reicht das weiter .

muss ich nun mit ner rechnung rechnen ? notfalls hab ich ja nen 2 zeugen die mit mir unterwegs waren .

Expertenantwort
von Nomex64, Community-Experte für Feuerwehr, 28

Zuerst mal es gibt einen Grundsatz. Wer den Notruf anruft wird grundsätzlich nicht kostenpflichtig. Es sei den er macht einen Notrufmißbrauch im Sin von § 145 StGB. Da gehört aber schon der Vorsatz dazu. 

Anrufer werden nicht kostenpflichtig, um zu verhindern das Leute aus Angst über die Kostenpflicht den Notruf nicht tätigen. Das macht keinen Sinn und ist sogar widersinnig.

Deine Liste der Anrufe ist sogar top. eigentlich ist es so das das Ordnungsamt deiner Kommune dafür zuständig wäre. Die Probleme mit Tierheim und so haben wir als Feuerwehr auch schon erlebt. Wenn das Ordnungsamt nicht erreichbar ist dann ist die Polizei eigentlich zuständig.

Wenn die Feuerwehr den Einsatz angenommen hat ist das auch keine Problem, auch dafür gibt es Vereinbarungen.

Dir wird nichts passieren, da brauchst du keine Angst haben. Sollte das aber noch mal passieren solltest du dir die Daten des Hundehalters geben lassen. Das klärt dann Einiges. Der Hundehalter sollte auch eine Haftpflichtversicherung haben, so werden auch auf ihn nicht wirklich Kosten kommen.

Antwort
von Bitterkraut, 74

Nein, du mußt nicht mit einer Rechnung rechnen ;).

Du hast alles richtig gemacht.

Kleiner Tipp, nächstes mal rufst du wieder bei der Feuerwehr an, sobald du den Hund an der Leine hast. Dann können die entscheiden, ob der Einsatz weiterläuft oder ob es andere Wege gibt. Dann besteht ja keine Gefahr mehr für die öffentliche Sicherheit, die ein streundender oder verlaufener hund potenziell immer darstellt.

Kommentar von WhatAQuestionA ,

kurz und knapp . dankefein :)

Antwort
von cub3bola, 55

Eigentlich haftet der Besitzer für den Hund.

Gehört der Hund Niemandem haftet die Stadt.

Da die Feuerwehr gar nicht kam, gab es eigentlich auch keinen Einsatz, demnach keine Kosten.

So oder so hast du dich richtig verhalten, selbst wenn da was kommst, kann dir eigentlich keiner was.

Die Änderung der Sachlage ... Streunender verwaister Hund -> Gefundener Hund eines Besitzers ... dafür kannst du ja nichts und hast auch angerufen und den Einsatz abgebrochen.

Kommentar von WhatAQuestionA ,

okay vielen dank , man macht sich halt manchmal gedanken wo man sich eventuell keine machen brauch . aber das lies mir eben keine ruhe .

Kommentar von cub3bola ,

Ich sag mal so ... wenn es wirklich so wär, dann würde ja Niemand mehr helfen. Niemand würde die Polizei anrufen wegen einem Dieb, der könnte ja weglaufen bevor die da sind. Niemand würde mehr einen Krankenwaagen für einen Verletzten rufen, der könnte ja aufstehen und weggehen. Niemand würde mehr ... ok^^? Man haftet schon wenn man solche Einsatzkräfte zum Spass bemüht oder absichtlich verarscht aber niemals wenn wirklich ein Grund vorlag.

Kommentar von eggenberg1 ,

man zahlt auch , wenn man  seine katze  von der  feuerwehr  vom baum holen läßt

Kommentar von cub3bola ,

Warum sollte man sowas tuen? Katzen können klettern^^ xD In meinen Augen ist das Verarschung der Einsatzkräfte.

Kommentar von Bitterkraut ,

Ja, ne Katze uaf nem Baum stellt keine Gefahr für die öffentlich Sicherheit dar, ein feilaufender, scheinbar herrenloser Hund schon.

Kommentar von cub3bola ,

Ich weiß nicht ob du das ironisch meinst aber es ist richtig, genau das ist die Logik die da hinter steckt. Auch wenn ich es in bezug auf Tiere immer als unmenschlich empfinde, zumal diese als Sache gesehen werden. Die Oma würden die nämlich kostenlos vom Baum holen^^

Kommentar von Bitterkraut ,

Nein, ich meine das nicht ironisch. Genau so ist das. Freiwillige Feuerwehren helfen trotzdem oft gegen eine Spende.

Ich hab mich mit ein paar Freeclimbern angefreundet (wir haben ien geschätztes Klettergebiet in der Region), da kann ich immer jemanden anrufen, kostet gar nichts, das nehmen die als kleine Herausforderung zwischendurch.. Meinen kleinen dummen Kater hat mir schon mal einer von einer riesigen Pappel geholt.

Kommentar von LGBTsupport ,

schonmal ne tote Katze auf einem Baum gesehen? ne? ich auch nicht.

Kommentar von Bitterkraut ,

N ja, wenn du deine Katze den ganzen Tag von Baum rufen und klagen hörst, bist du froh, wenn du jemanden findest, der sie runterholt. Leider müssen Katzen erst lernen, daß sie rückwärts absteigen müssen, das wissen sie nicht von Geburt an, wenn sie es kopfüber versuchen, was durchaus vorkommt, wenn sie verzweifelt genug sind, können sie auch abstürzen, wenn sie unterfahren sind.

Kommentar von EinGast99 ,

@cub3bola

Da die Feuerwehr gar nicht kam, gab es eigentlich auch keinen Einsatz, demnach keine Kosten.

Bloß weil die Feuerwehr noch nicht vor Ort war, kann sie schon unterwegs gewesen sein. Sobald der Disponent die entsprechenden Fahrzeuge und Kräfte losschickt, gibt es einen Einsatz. Dieser kann natürlich auf der Strecke beendet werden und die Feuerwehr rückt wieder ein, aber deswegen gab es trotzdem einen Einsatz der Kosten verursacht.



Kommentar von cub3bola ,

Das Wort "eigentlich" sollte dazu dienen, diese Möglichkeit eben nicht auszuschließen, sondern nur ihre Bedeutung aufgrund der anderen Erklärungen weiter herabzusenken.

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