Frage von 1994Freddy, 81

Wer trägt die Anwaltskosten wenn das Verfahren fallen gelassen wurde?

Vor mehr als einem Jahr geriet ich in Streit die Polizei nahm alles auf und es stand eine angebliche Ohrfeige im Raum. Mit dem "Geschädigten" traf ich per whatsapp die Vereinbarung, dass ich die Anwaltskosten, welchen er bereits genommen hatte, übernehmen würde, wenn er keine Anzeige erstattet. Gesagt getan! Nun kam die Rechnung die ich unmöglich bezahlen kann, da ich armer Student bin. Ich setzte mich mit dem Anwalt in Verbindung um darüber zu verhandeln. Er kam mir zwar ein paar € entgegen, jedoch nicht in einen Bereich der für mich bezahlbar ist. Daraufhin erklärte mir der Anwalt er wolle die Kosten von mir bei Gericht erklagen. Meine Frage ist also muss ich die Kosten tatsächlich tragen und kann mich der Gegner nach so langer Zeit möglicherweise doch noch anzeigen ?

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Antwort
von 1994Freddy, 53

Das ganze ist bereits über ein Jahr her! Es ging um eine angebliche Ohrfeige. Per whatsapp habe ich mich mit dem "Geschädigten" darauf geeinigt die Kosten für seinen Anwalt zu übernehmen wenn er mich dafür nicht anzeigt. Als jetzt die Rechnung kam fiel ich aus allen Wolken und ich kann die Summe, da ich Student bin, nicht bezahlen. Nach Verhandlung per Telefon mit dem Anwalt war keine Lösung in Aussicht. Er drohte mir dann die Kosten in einem gerichtlichen Verfahren zu erklagen. Kann er das ? Und kann der "Geschädigte" mich jetzt nach so langer Zeit immernoch anzeigen ?

Antwort
von Aliha, 59

Derjenige, der den Anwalt beauftragt hat, so er eine hat, die Rechtsschutzversicherung.

Kommentar von 1994Freddy ,

Das ganze ist bereits über ein Jahr her! Es ging um eine angebliche Ohrfeige. Per whatsapp habe ich mich mit dem "Geschädigten" darauf geeinigt die Kosten für seinen Anwalt zu übernehmen wenn er mich dafür nicht anzeigt. Als jetzt die Rechnung kam fiel ich aus allen Wolken und ich kann die Summe, da ich Student bin, nicht bezahlen. Nach Verhandlung per Telefon mit dem Anwalt war keine Lösung in Aussicht. Er drohte mir dann die Kosten in einem gerichtlichen Verfahren zu erklagen. Kann er das ? Und kann der "Geschädigte" mich jetzt nach so langer Zeit immernoch anzeigen ?

Kommentar von Aliha ,

Eine Ohrfeige ist eine  Beleidigung, bestenfalls Körperverletzung. Beides sind Antragsdelikte, d.h. der Geschädigte muss Strafantrag stellen, das ist etwas anderes als Strafanzeige. Strafantrag muss in einer Frist von 3 Monaten nach der Tat bzw. nach Bekanntwerden des Täters gestellt werden. In deinem Fall kann also keine Strafanzeige erfolgen, da Antragsdelikt und die Frist für einen Strafantrag ist lange abgelaufen. Von daher kann dir eigentlich nichts mehr passieren. Anwaltskosten sind hoch, wenn man sich auf einen solchen Handel einlässt, sollte man sich darüber im klaren sein. Wenn eure "Abmachung" nicht schriftlich fixiert war, dann hat die Gegenseite nicht besonders gute Karten. Abschließend kann ich diesen Fall natürlich nicht beurteilen, zudem bin ich auch kein Jurist.

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