Frage von hfhxg, 81

Wer sind noch Partner der Nsa außer Microsoft und Google?

Aber auch bekannte und die wir auch oft nutzen. Ist Linux eigentlich auch ein Partner der Nsa?

Antwort
von androhecker, 51

Linux ist nicht mal ein Konzern, von da her nein, auf die meisten Linux Distributionen trifft das genauso zu

Expertenantwort
von Linuxhase, Community-Experte für PC, 21

Hallo

Wer sind noch Partner der Nsa außer Microsoft und Google?

Ich weiß nicht ob "Partner" der richtige Ausdruck ist, aber durch den NSL¹ den die US Behörden herausgeben können ist ein gewisser Zwang da, wie man aktuell auch bei der Anfrage des FBI an Apple sehen kann.

Bitte sieh doch mal nach: https://cryptome.org/2013/07/nsa-xkeyscore.pdf

Ist Linux eigentlich auch ein Partner der Nsa?

Da Linux nur der Name des Kernels ist und  dieser keiner Firma gehört gibt es auch keine Partnerschaft. Denkbar ist es natürlich das die NSA (oder sonstwer) Personen in "relevante" Projekte einschleust um eine bestimmte Wirkung zu forcieren, aber bringen tut das nicht wirklich viel (IMHO)

Linuxhase

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  • ¹ de.wikipedia.org/wiki/National_Security_Letter
Kommentar von TeeTier ,

Ich weiß nicht ob "Partner" der richtige Ausdruck ist, ...

Ja, "Partner" klingt in dem Zusammenhang schon recht unpassend. So als ob ein Erpresser sein Opfer als "Partner" bezeichnen würde ... und entfernt erinnert mich das an die Arbeitsagentur, welche die Jobsuchenden als "Kunden" bezeichnet ... irgendwie zynisch. ><

Antwort
von kloogshizer, 11

Wenn amerikanische Firmen mit der NSA zusammen arbeiten, dann haben diese nur die Möglichkeit, das öffentlich abzustreiten, weil sie dazu gezwungen werden. Es ist also ohne Inhalt wenn sie es abstreiten. Man kann nur Vermutungen anstellen. 

Linux ist aber anders als die Produkte von Microsoft und Apple, es ist Open-Source, und damit ist man nicht auf Mutmaßungen angewiesen, jeder kann sich den Quelltext herunterladen und nachsehen. Ich habe zwar schon einen Kernelmodul für Linux programmiert, kenn mich jetzt aber nicht wirklich mit dem Kernel aus. Mir reicht auch vollkommen das Wissen, das andere sich den Kernel angesehen haben.

Antwort
von TeeTier, 21

Dank der Security-Letters höchstwahrscheinlich jede Firma, die ihren Sitz in den USA hat. Ob freiwillig oder unfreiwillig spielt dabei keine Rolle.

Von daher verstehe ich gerade das Theater mit Apple auch überhaupt nicht. Natürlich hat die Regierung der USA - in Form von Geheimdiensten oder anderen Regierungsorganisationen - überhaupt keine Probleme, an jegliche Daten ran zu kommen. Ob Apple da nun medienwirksam zappelt, oder nicht.

Fakt ist, wenn Zugriff gewünscht ist, wird es diesen geben. Punkt.

Welche Firmen allerdings den Status eines echten "Partners" inne haben, weiß ich nicht. Vermutlich keine einzige. Die werden alle mehr oder weniger gezwungen. :)

Der Linux-Kernel und viele weitere Teile enthalten zwar Code, der von der NSA beigesteuert wurde, allerdings wurde der oft und gründlich auditiert. Wenn jemand eine Hintertür in Linux einbauen wollen würde, täte er das nicht unter dem offiziellen Namen der NSA. :)

Kommentar von Linuxhase ,

@TeeTier

Fakt ist, wenn Zugriff gewünscht ist, wird es diesen geben. Punkt.

Wenn es nun offenbar werden würde, z.B. mit den Worten Apples:

"Wir mussten uns, ebenso wie jedes andere Unternehmen der USA, dem NSL beugen und haben deshalb eine Hintertür in unsere Produkte eingebaut die es den Behörden erlaubt alles was der Nutzer tut, direkt zu verfolgen oder nachzuvollziehen"

Dann würde ein Aufschrei durch sämtliche Staaten gehen und keines dieser Produkte würde dort noch gekauft werden. Natürlich versucht sich jedes Unternehmen dem zu entziehen, andere versuchen es einfach nicht publik werden zu lassen - Man hat ja auch das Interesse den Kunden zu behalten.

Wenn jemand eine Hintertür in Linux einbauen wollen würde, täte er das nicht unter dem offiziellen Namen der NSA. :)

Und auch nicht ohne mehr oder weniger gründliches Audit. Es gibt ja sogar Gerüchte das systemd ein Versuch ist Linux zu unterwandern; weil ja der Schöpfer der Software (Lennart Poettering)  für RedHat arbeitet, was ja ein US Unternehmen ist ;-)

Linuxhase

Kommentar von TeeTier ,

Vergiss bitte nicht, dass eine kleine aber feine Eigenschaft der Security-Letters ist, dass man nicht darüber reden darf, und selbst Andeutungen mit hohen Strafen belegt werden. Da z. B. Apple und MS über genügend Liquidität verfügen, sodass sie sich theoretisch vor noch so hohen Strafzahlungen eigentlich nicht fürchten müssen, gibt es noch die Möglichkeit des Entzugs verschiedener Lizenzen.

Und wenn Firma X sich gegen einen NSL sträubt, oder Interna ausplaudert, dann ist eben - zumindest vorübergehend - der Absatzmarkt USA gestorben. Und das riskiert niemand. Deshalb jetzt auch die Seifenoper mit Tim Cook. :)

Und der beste Weg, eine Hintertür in Linux einzuschleusen ist sowieso ... ach, ich sags lieber nicht ... will hier niemanden auf dumme Gedanken bringen. :)

Antwort
von FlngLnhrt, 39

Nein, Linux nicht. Allerdings wollte die NSA bereits, dass "Hintertüren" in Linux eingebaut werden.

Antwort
von burger3354, 5

Hallo,

Nein, Linux ist kein Partner des Nsa. Aber von  Android wird man auch von der NSa ausspioniert.

Gruß

Antwort
von wyoxx, 15

Naja, wenn es jetzt mal nicht um Betriebssysteme oder Firmen handelt, kann man auch den BND nennen. Eventuell auch GCHQ, aber da habe ich zu wenige Informationen drüber.

Antwort
von gerlochi, 20

Du hast alle großen eigentlich schon genannt :). Linux hat sich wacker gegen die NSA gehalten und wird auch nicht mitmachen. Mach dir also nicht so große gedanken. Wir werden eh grade alle abgehört :).

MfG gerlochi

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