Frage von Kaski, 259

Wer sind die GEWINNER von Brexit / Großbritanniens Austritt aus der EU?

Überall lese ich, dass Finanzmärkte einbrechen... dass Chaosstimmung herrscht ... der Pfund massiv fällt ... Unternehmen künftig anders mit GB verhandeln ... neue Einreisebestimmungen für GB ... usw.

Kein einzigen Bericht habe ich gelesen, der etwas Positives darüber berichtet. Ich finde diese linksorientierte Presseführung einfach zum Kotzen.

Kann mir jemand nun sagen wer die Gewinner vom Brexit sind?

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 98

Die wichtigsten Gewinner werden die EU insgesamt und Deutschland im Besonderen:

  • Da Großbritannien nun für große Konzerne, die mit der EU handeln, hochgradig unattraktiv ist, werden diese Konzerne sich eine neue Heimat in einem EU-Staat suchen. Etliche wird es wohl auch nach Deutschland ziehen.
  • Aber auch mittelständische Betriebe im Maschinen- und Fahrzeugbau werden in der nächsten Zeit aus Großbritannien "flüchten". Und auch hier dürften Deutschland und Frankreich für sie zur Zeit ausgesprochen attraktiv sein.
  • Auch der Finanzplatz London wird drastisch an Bedeutung verlieren. Stattdessen sind nun Paris oder Frankfurt/Main sehr viel attraktiver für die Banken.
  • Und weil die USA und Kanada (beide sind wichtige Exportmärkte für die Wirtschaft in Großbritannien) ebenfalls angekündigt haben, dass sie kein Interesse an einem "Einzelmarkt Großbritannien" haben und daher in absehbarer Zeit kein "Einzel-Handelsabkommen mit Großbritannien" abschließen wollen, wird auch weitere exportorientierte Industrie aus Großbritannien in Richtung EU abwandern. Auch hier stehen Deutschland und Frankreich sehr attraktiv da.
  • Darüber hinaus gewinnen die Reichen. Durch die Abwertung des britischen Pfunds werden Immobilien in Großbritannien sehr viel attraktiver. Und wenn schon nicht die Kaufkraft, so doch zumindest der britische Habitus wird noch eine ganze Weile attraktiv genug sein, um dort ein paar alte Burgen zu kaufen. 


Kein einzigen Bericht habe ich gelesen, der etwas Positives darüber berichtet.

Das könnte damit zusammenhängen, dass es für Großbritannien keine positiven Dinge zu berichten gibt.

Das Pfund wird abgewertet, "Auslandsurlaube" und generell "Produkte aus dem Ausland" für Normalsterbliche also unbezahlbar. Der Wirtschaftsmarkt "Europa" bricht für Großbritannien weg, also werden haufenweise Konzerne und mittelständische Export-Unternehmen wegziehen und die Arbeitsplätze mitnehmen. Die Staatsfinanzierung wird schwieriger, weil die "EU-Stütze" vor den Ratingagenturen weggefallen ist. Standard & Poor hat bereits die Abwertung der Kreditwürdigkeit Großbritanniens angekündigt. 

Das bedeutet: Teurere Kredite zur Staatsfinanzierung, weniger Wirtschaft im eigenen Land, teurere Importe, weniger Exporte, weniger Kaufkraft der Bevölkerung, Steuern werden erhöht, trotzdem sinken die Steuereinnahmen, Sozialhaushalte werden gekürzt, ... und mittelfristig keine Aussicht auf Besserung.

... da ist nicht viel Positives zu finden, sieht man von einem (zeitweiligen) Nationalstolz, der den Beigeschmack eines Grußes des Kapitäns, der auf der Brücke seines sinkenden Schiffes steht, hat, ab. 

Etwas Positives ist aber durchaus vorhanden: Die britische Bevölkerung kann nun am eigenen Leib testen, wie gut das neoliberale britische Wirtschaftsmodell wirklich ist. Denn nun gibt es keine "EU-Bremse" mehr, die die Bevölkerung bisher davor geschützt hat.


Ich finde diese linksorientierte Presseführung einfach zum Kotzen. Kann mir jemand nun sagen wer die Gewinner vom Brexit sind?

Politisch wird sich mittelfristig entweder die extreme Rechte ("Die Ausländer sind Schuld, dass es uns immer schlechter geht!") oder die wirtschaftspolitische Linke ("Wir müssen mehr fürs Volk tun! Wir brauchen handfeste Verträge mit der EU!") durchsetzen.

Antwort
von whabifan, 113

Ich würde sagen sehr viele Börsianer haben heute Nacht und heute Morgen richtig Geld gemacht. Nicht-EU Länder wie China und die USA profitieren aus wirtschaftlicher Sicht ab dem Moment wo GB wirklich aus der EU raus ist. Gewinner sind auch die Cameron-Gegner, weil er offenbar zurücktreten wird. Viele Reiche die ein Intresse an steigender Arbeitslosigkeit haben können profitieren. So haben Unternehmen jetzt natürlich die Möglichkeit viele Leute zu aus wirtschaftlichen Gründen zu feuern. Das ist natürlich eine sehr gute Sache für Manager und Aktionäre. Ich geb dir schon Recht, es wird immer dargestellt als gäbe es nur Verlierer beim Brexit.

Das ist natürlich falsch, es gibt durchaus Gewinner.

Expertenantwort
von Bswss, Community-Experte für Englisch, 95

SEHR bald wird sich herausstellen, dass die vermeintlichen "Gewinner" des Referendums (darunter sind jede Menge intellektuell Unterbelichtete, unterstützt von peinlichen nationalistischen Träumern von der Wiederkehr  einer Großmacht England) die großen Verlierer werden.

Man kann gespannt sein, wie sich jetzt Schottland und Nordirland verhalten werden. In Schottland hat kein einziger Wahlkreis gegen den Verbleib in der EU gestimmt.  Manches deutet darauf hin, das sich Schottland nun aus dem Vereinigten Königreich löst, und für Nordirland ist der Brexit ebenfalls eine mittlere Katastrophe, weil ja Irland EU-Mitglied ist und bleibt.

Vielleicht wird aus "Great Britain" demnächst ein LITTLE ENGLAND?

Kommentar von dandy100 ,

England war eine der erfolgreichsten Handelsnationen auch ohne die EU - das wollen wir doch hier mal festhalten - und sie werden garantiert nicht untergehen.

Der Hauptshandelspartner war, ist und bleibt die USA und daran wird sich nichts ändern - jetzt erst recht nicht, und sie werden ohne die Beschränkungen Brüssels erfolgreicher sein als in den letzten Jahrzehnten - als ob man in der Eu sein müsste, um erfolgreich wirtschaften zu können, das beste Beispiel dafür ist die Schweiz, die sich nicht von Brüssel aus finanziell melken lässt.

Immerhin haben die Engländer den Mut gehabt, nicht aus lauter Angst vor möglichen negativen Veränderungen, sich ewig auf den alten ausgetretenen Pfaden zu bewegen - wenn man das tut, bleibt man nämlich in der Steinzeit.

Kommentar von Bswss ,

Sorry, das ist platte UKIP-Farage-Propagada - reflektionslos, oder, einfach gesagt: QUATSCH.  Noch heute hat Farage eine eklatante Lüge und den Gebrauch falscher Zahlen  zugegeben und fängt schon an zurückzurudern. -- Der Vergleich mit der Schweiz ist abwegig, weil die Schweiz sehr enge Beziehungen zur EU unterhält und weil die Schweiz einfach ein viel besser organisiertes Land als GB ist.

Die Brexit-Befürworter träumen auch weit weniger von einer engen Zusammenarbeit mit den USA, sondern  vielmehr vom alten Empire und dem Commonwealth. "Rule, Britannia"!  Die Vereinigten Staaten setzen eindeutig auf Zusammenarbeit mit der EU.

Antwort
von Krautner, 72

Nun, zum einen ist das für Großbritannien einfach nicht Markt technisch einfach, der DAX ist ja auch stark gefallen, ein Vorteil der EU war eben die Vorteile des Export und Imports - Globalisierung ist nichts schlechtes. 

Mich haben die Pressemitteilungen auch etwas gestört - linksorientiert fande ich sie nicht unbedingt, eher nicht wirklich informativ, der Vorteil bei mir ist es, das mein Wirtschaftsprofessor uns das alles näher bringt, weswegen ich das noch ertragen kann.

Gewinner sind im großen, die Gegner der EU und von Cameron, ich finde den EU austritt nicht gerade angenehm, für jeden, die Export und Import Leistungen werden schwanken... für Großbritannien ist das etwas schwieriger als für uns, da sie ja vom Umfeld abhängig sind, was zumindest ihre Kosten steigern wird, aber der britische Notenbankchef Carney möchte ja versuchen, das zu Stämmen mit 250 Milliarden Pfund, man kann daher nur hoffen, dass das ausreicht um den Markt zu stabilisieren.

Ebenso sind wohl diejenige 'Gewinner' die die Unabhängigkeit von Groß Britannien gefordert haben - na ja so eine Denkweise ist etwas schlecht, schließlich ist es sinnvoll mit anderen Ländern zu handeln. 

Antwort
von voayager, 97

Es ist m.E. verfrüht jetzt schon die Gewinner ausdeuten zu wollen. Viel hängt auch davon ab, wie die maßgeblichen Akteure in Brüssel mit dem Brexit umgehen werden. Wird es Reformen geben und wenn ja, wie werden die dann ausfallen? Das z.B. dürfte ziemlich bedeutsam sein.

Vorerst vermute ich mal, dass irgendwelche Immobilienmakler profitieren werden, denn nun werden ja wohl etliche deutsche Geschäftsleute aus GB abziehen und wieder hier sich ansiedeln. Dann wird es also um Liegenschaften gehen, die in deren Ressort fallen.

Kommentar von Interesierter ,

Der größte Profiteur ist schnell ausgemacht, denn dieser sitzt jenseits des Atlantischen Ozeans.

Kommentar von voayager ,

Ah, da bringst du mich auf eine interessante Idee, ich werde mal die New York Times und die Washingfton Post lesen, mal sehen, wie die so zum Brexit stehen.

Kommentar von dandy100 ,

ganz genau - und deshalb wird England wirtschaftlich auch garantiert nicht untergehen

Antwort
von Luftkutscher, 120

Niemand. Das Prekariat und die bildungsfernen Schichten Grossbritanniens, die für den Austritt gestimmt haben, müssen die Zeche bezahlen.

Kommentar von voayager ,

Das ist gut möglich, doch im günstig(st)en Fall kann nun auch die Bahn für eine linke Labour-Regierung freigemacht werden, dann stiegen die Sozialleistungen für das Prekariat an.

Antwort
von Ansegisel, 104

Als Gewinner scheinen sich im Moment vor allem die UKIP bzw. die politischen Gegner Camerons zu sehen. Und natürlich diejenigen, die für den EU-Austritt gestimmt haben.

Ob dieser gefühlte Sieg jedoch wenigstens in einigen Bereichen ein echter ist, also in dem Sinne, dass Großbritannien mehr gewinnt als nur ein bisschen nationales Pathos, wird man wohl erst in vielen Jahren sehen.

Kommentar von PanzerMarsch ,

In Deutschland wird eh alles schlecht geredet oder Dramatisiert aus Angst das die Bürger auch mal entscheiden dürfen.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Warten wir erst mal ab, wie sich die Entscheidung der Briten auf sie selbst auswirkt. Vielleicht willst du dann ja gar nicht mehr, dass die Deutschen einen ähnlichen Fehler machen können? ;)

Kommentar von PanzerMarsch ,

Und wenn das kein Fehler ist dann laufen sie alle davon.

Also tut man so als wäre das ein Fehler und verkauft es als Fehler.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Nun entspanne dich doch mal. Austreten kann man auch in 5 Jahren noch. 

Warte erst mal ab, was die Abwertung Großbritanniens durch die Rating-Agenturen und die Abwertung des britischen Pfund (also die Senkung der Kaufkraft der Bevölkerung), ... die BEIDE AMTLICH KOMMEN WERDEN, denn sie sind bereits fest beschlossen, für Auswirkungen haben werden.

Und dann schaue dir in aller Ruhe an, wie sich die britische Wirtschaft entwickelt, also ob sie sich nun ohne EU verbessert oder verschlechtert. 

Du hast doch ein lebendes Beispiel vor dir, das du völlig gefahrlos studieren kannst. 

Und wenn es sich positiv entwickelt, dann kannst du immer noch nach "Austritt! Wir wollen auch austreten!" rufen.

Kommentar von PanzerMarsch ,

Du weißt schon das die Wirtschaft in Europa eng verbunden ist.

Im Grunde ist Brüssel nur ein riesiges Bürokraten-Monster das zulässt das Großfirmen und andere keine Steuern zu bezahlen braucht.

Im Grunde sind sie  dann selbst schuld wenn es der Bürger ihnen so heimzahlt.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Es wird sich doch erst noch herausstellen müssen, WER HIER WEM etwas "heimzahlt".

"Austreten" ist das Eine ... doch DU - und nicht "Brüssel" - musst damit leben, wenn dann Löhne gesenkt und Arbeitsplätze abgeschafft werden. Und wenn du das kannst, wenn du also sagen kannst: "Mir egal. Dann f*esse ich eben Dreck, wenn ich mir sonst nix mehr leisten kann, weil ich keine Arbeit mehr habe und auch keine mehr bekomme.", ... dann - und ERST DANN - solltest du den Mund aufreißen und den Austritt fordern.

Kindische Trotzigkeit hat noch nie geholfen. Nicht als Kind. Und schon gar nicht als Erwachsener.

Kommentar von Taimanka ,

... Ratingagenturen, da geht das Drama los oder weiter: 

Als private Unternehmen mit auschließlicher Profitorientierung ist es überaus interessant zu sehen, in welchem Besitz diese sind (z.B. dem Medienkonzern Hearst Group, ich glaube so um die 40 % !).

So sollte man auch an die verheerenden Folgen von Fehl- resp. Falschbewertungen denken: Wie allseits bekannt, war die Falschbewertung der US-Immobilienkredite Auslöser der Finanzkrise 2007/2008.

Auch für Staaten sind nur diese drei Ratingagenturen zuständig: S&P, Moody’s und Fitch. Sie haben die Macht, über die Zukunft eines ganzen Staates entscheiden kann. Eine Macht, die quasi über Nacht über die Unabhängigkeit eines ganzen Staates entscheidet. Alle drei sind US-Unternehmen und die ganze Welt stellt ihr Kreditverhalten auf diese drei Institute ab. - Auch http://neuegeldordnung.de/2016/03/12/bankenaufsicht-und-ratingagenturen-macht-un...

Sollten S&P und Moodys ein Downgrade ansetzen, so bleibt Fitch noch bei Bestnote. 

Wer sich auf diese "Einrichtungen" verlässt, ist genau da, wo man ihn haben will. 


Kommentar von dandy100 ,

wenn bei uns die Bürger entscheiden dürften so wie in der Schweiz, dann sähe es bei uns auch ganz anders auch - genau deshalb dürfen wir es ja nicht.....

Kommentar von PanzerMarsch ,

Nicht nur ganz anders sonders einfach anders Gut.

Antwort
von Cibag, 15

Als "Gewinner" fühlen sich in jedem Fall die nationalistischen Bewegungen/Parteien Europas.

Und zu den Verlierern werden die Briten gehören, die bisher zum Beispiel von der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU profitiert haben.

Antwort
von Steffile, 88

Vermutlich einige Boersenmakler.

Antwort
von atzef, 59

Tja, als Realitätsverweigerer muss man dieselbe wohl zwangsläufig "zum Kotzen" finden.

Was glaubst du denn wohl, warum du nur negatives zum Brexit liest? Vewegene Idee: Weil er in jeder Hinsicht nur negativ ist! Und weil rechte Träume von nationalistischer Autarkie dumm und wirtschafftlich und sozial schädlich sind!


Kommentar von atzef ,

Nach etwas nachdenken komme ich aber auch auf Gewinner:

1. Die europäische Polizei. Es wird schwerer werden für britische Hooligans, nach Europa einzusickern. Reisen verteuert sich drastisch und man kann ja wieder Visa-Pflicht einführen. :-)

2. Deutsche Massentouristen müssen sich keine Handtuchkriege mehr mit Briten liefern. Die werden angesichts der massiven Abwertung des Pfund nicht mehr so viel reisen können. :-)

3. Liebhaber von Minis. Die werden jetzt schön billig. :-)

Kommentar von dandy100 ,

Souveränität ist die Grundlage bei der Bildung eines Staates - und das hat nicht nichts mit "rechten" Denken zu tun.

Was verstehst du denn unter dem Begriff Nation?

Menschen gleicher Herkunft, Sprache und Kultur, die sich zu eine Nation zusammenschließen und entsprechend ihren ureigenesten Bedingungen Entscheidungen treffen, sind weder dumm, noch sozial schädlich - sie sind ganz einfach souverän, und genau das ist der Sinn eines Staates.

Alle in einen Topf zu werfen, um dann zentral von Brüssel aus zu entscheiden, wer welcher Subventionen bekommt und wer und wieviele in ein Land einwandern darf und wer nicht, hat damit jedenfalls nichts zu tun.

Selbstverständlich muss jedes Land das Recht auf Selbstbestimmung haben, wenn sie das wollen - und die man vor allem noch überblicken kann.

Meine Güte, wenn es auch nur irgendjemand wagt, die eigene Länderhoheit zu verteidigen, wird sofort die rechte Keule rausgeholt, das is doch schon ein regelrecht pathologische Verfolgungswahn - schade, dass man die EU Gegner England jetzt nicht alle als Nazis bezeichnen kann, in Deutschland würde man das sofort tun, denn das is ja mittlerweile der Oberbegriff für alles - das ist so dumm und armselig, als wären wir mittlerweile ein Volk von Idioten.

Kommentar von atzef ,

Dumm ist, Problemignoranz mit inhaltsleerem und problemignorantem nationalistischen Geschwafel zu girlandisieren und "Souveränität" gegen "internationale Zusammenarbeit" auszuspielen.

Internationale Zusammenarbeit ist für den Exportweltmeister Deutschland die conditio sine qua non, die ultimative Grundbedingung, ohne die wir hier unseren wirtschaftlichen und sozialen Wohlstand komplett knicken könnten.

Rechte politische Dauerversager haben in der deutschen Geschichte noch nie etwas anderes hinbekommen, als desaströse Kriege mit millionemfachem Sterben und Leiden! Insofern verwundert deine nationalistisch "begründete" Problemignoranz kein bisschen.

Kommentar von dandy100 ,

Deutschland war auch ohne EU wirtschaftlich äusserst erfolgreich - wesenlich erfolgeicher als mit der EU, ebenso wie England - und wenn wirtschaftliche Zusammenarbeit bedeutet, dass von Brüssel aus bestimmt wird, welcher Landwirt welche Gelder bekommt und wieviel Zuwanderung einem Land zugemutet wird, hat das mit Zusammenarbeit nichts, aber auch gar nichts zu tun - und vor allem hat es mit den demokratische Grundrechten der Bürger nichts mehr zu tun - wozu denn wählen, wenn das eigenen  Staatsoberhaupt nichts mehr zu entscheiden hat.

Die Eu bestimmt wieviel Zentimeter Platz für ein Huhn ausreicht - und im eigenen Land kann man nichts dagegen tun, weil man das in Brüssel so entschieden hat - das nur so am Rande als kleines Beispiel für jede Menge skandalöse Entscheidungen.

"....problemignorantem nationalistischen Geschwafel zu girlandisieren"

Das ist doch einfach nur Gefasel!

Kommentar von atzef ,

Wann war Deutschland wirtschaftlich erfolgreicher als zu EU-Zeiten? Wann haben wir jemals einen höheren Lebensstandard gehabt? Auch du wirst die Antwort auf diese banalen Fragen schuldig bleiben, wie jeder Rechte, der  kneift, kneifen muss, wenn er mal konkret argumentieren soll!

Unser Staatsoberhaupt, also der Bundespräsident, hat noch nie eigenständig politisch etwas grundsätzliches entscheiden können. Das tut noch nicht einmal die Bundeskanzlerin! Denn wir leben in einer PARLAMENTARISCHEN Demokratie. Grundsätzliche politische Entscheidungen stehen hier immer unter Parlamentsvorbehalt!

Aber genauso kennen wir unsere Rechten: Großsspurig, aber völlig ahnungslos!

Kommentar von Bswss ,

Dein Bild von der EU ist nur ein krasses Zerrbild und eine Kopie der teilweise völlig absurden Nigel Farage / Boris Johnson-Lügen.

Antwort
von Citoyen, 60

Diese Frage hat ja hier noch nie einer gestellt. Wahnsinn, wie man auf die kommt ...

Antwort
von PanzerMarsch, 81

Für mehr Freiheit und weniger Bürokratie.

...und die Finanzmärkte brechen nur kurz ein das ist wie eine kleine Welle die vorüber geht.


Antwort
von Parnassus, 68

Typen wie Erdogan und Nationalisten werden jetzt in die Hände klatschen...( 75% der Wähler gegen den Brexit sind übrigens junge Menschen bis 25 Jahren.) 

Antwort
von Sachsenbruch, 69

Vielleicht hat der Mangel an "positiver" Berichterstattung damit zu tun, dass zum Beispiel auch deine "rechtsorientierte Führung" außer Stinkigkeit dazu selber nix Positives zustandebringt. Das scheint mir doch ... typisch.

Ach ja: Die Position Deutschlands in der EU dürfte entschieden gestärkt werden.


Antwort
von dandy100, 51

Na, dann lies Dir mal die Kommentare der "Tagesschau" Seite durch, da sind die Leute fast alle bgeistert von der Entscheidung Englands, wieder souverän zu sein - und um nichts anderes geht es ja.

Ich persönlich verstehe diese ganze Aufregung um den Austritt nicht - als ob England jetzt nicht mehr zu Europa gehören würde, nur weil sie sich mehr von Brüssel diktieren lasse wollen, wer welche Subventionen bekommt und wer in ihr Land einwandern darf und wer nicht.

England wird jedenfalls ganz sicher nicht untergehen, egal ob mit EU oder ohne

Kommentar von Krautner ,

Es geht hier eher um die Marktwirtschaft, wen juckt das wer bei denen ein und aus gehen darf^^ England wird das nicht einfach haben. Der Export und Import wird darunter leiden, auch als Urlaubsland wird es weniger attraktiv, kann nicht verstehen wieso überhaupt so viele dafür gestimmt haben. 

Schön Selbstständigkeit ist ja was tolles, aber Marktwirtschaftlich gesehen ist das ja nicht gerade ne gute Entscheidung gewesen, selbstverständlich werden die Reichen dort dadurch, dass der Pfund an Wert verliert und Immobilien mehr Wert sind, noch reicher, aber die Mittelschicht wirds da net so prikelnd haben - deswegen überraschen mich hier die % Zahlen^^

Kommentar von dandy100 ,

"wen juckt das wer bei denen ein und aus gehen darf^^"

...na, Du hast ja ein sonniges Gemüt - genau das ist aber ein enormer wirtschaftlicher Fakor. England hat kein Sozialsystem, das mit unsere vergleichbar ist, und die Angst, nicht selbst bestimmen zu könne, wieviel Zuwanderer ins Land kommen, die man ja trotzdem irgendwie am Leben erhalte muss, ist sehr groß, von dem Problem der Sicherheit mal ganz abgesehen.

Im Übrigen waren die Handelsbeziehungen Englands immer schon hervorragend , allein schon bezüglich der USA - das war vor der EU so und wird auch weiter so bleiben, England existiert immerhin schon ein paar Tage länger als die EU und da hat es auch wunderbar funktioniert.

Grundsätzlich ist es immer richtig, andere Wege zu gehen, wenn man unzufrieden ist, das gilt im Großen wie im Kleinen; wenn man sich immer nur aus Angst vor möglicher negativer Veränderung auf denselben ausgetretenen Pfade bewegt, wären wir heute noch in der Steinzeit.

Kommentar von Taimanka ,

@dandy100 

Insbesondere Dein letzter Absatz ist doch der Kern der Sache. Und ich persönlich freue mich für die Briten, dass die (knappe) Mehrheit derjenigen, die aus dem System raus wollen und so gestimmt haben, dies auch erreicht haben. 

Die Schwarzmalerei hier im thread, ausnahmslos fokussiert auf Marktwirtschaften, vermeintlichen sozialen & wirtschaftlichen  Wohlstand & Co. zeigt, wie die meisten schon denken, nämlich nur in diesen Kategorien. Und es ist genau die Absicht, dass die Welt so regiert und fuktionieren soll: Kohle & Macht.

Die Briten werden zeigen, wie sie mit ihrer Entscheidung umgehen.  Der erste, der aus der Reihe tanzt und geht, ist immer das 'schwarze Schaf'. 

Wenn er doch nur um die stummen Bewunderer wüßte, ...


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