Frage von NehmEsAn, 30

Wer oder was macht Spiele für Gewalttaten zuständig?

Wer und wieso gibt oft Spielen die Schuld für Gewaltverbrechen?

Antwort
von Suboptimierer, 12

Das war eine Vermutung, die in die Welt gesetzt wurde, als Amokläufe passierten, verbreitet wurde und sich nun so stark in den Köpfen der Leute festgesetzt hat, dass es als Fakt angenommen wurde. Etwas, dass als Fakt angenommen wurde, ist schwer, auf einmal als "Falschmeldung" aus den Köpfen wieder heraus zu bekommen.

Sicherlich spielt es eine Rolle, dass es eine Lücke gab, eine Unwissenheit, etwas Unerklärliches und da schmiegte sich das neue Computerspieleargument gut ein. Auf einmal musste keiner mehr rätseln: "Ich verstehe nicht, wie man so etwas nur machen kann.", denn es war klar, weshalb das passieren konnte.

Man muss dazu sagen, dass oft die Aussagen der Medien verdreht wurden. Aus "könnte" wurde "es war so". Aus "ein Indiz" wurde "zwingender Beweis". Aus "aus A folgt B" wurde "aus B folgt A".

Antwort
von Kendall, 10

Es ist ein medienwirksam auszuschlachtendes Phänomen - das dürfte die Haupterklärung sein. Die Datenlage zu diesem Thema ist vollkommen widersprüchlich. Es gibt diverse Hinweise darauf, dass Computerspiele mit gewaltsamen Inhalten impulsives Verhalten begünstigen. Nun muss man aber einschränkend sagen, dass ein Großteil dieser Tests ein Frustrationsszenario zugrunde liegen hatten, das meistens ungefähr so aussah: Die Testperson spielt ein Stündchen, hat eine Pause, will danach wieder spielen und es funktioniert nicht mehr. Ein solches Testszenario ist insofern problematisch, als dass es hier schwer ist, direkte Kausalzusammenhänge herzustellen. Es gibt zahlreiche Videos online von Menschen, denen ihr WoW-Konto gekündigt wurden und die ausrasten. Gleichzeitig gibt es Menschen, die aus allen möglichen Gründen ausrasten, wenn irgendetwas nicht funktioniert.

Das Problem der mangelnden Kausalaussagekraft hat in der Vergangenheit zu anderen Studien geführt, die einfach nur die Straffälligkeitsprävalenz von Spielern unterschiedlichster Spiele erheben und sie mit denen von beobachteten Nichtgamern vergleichen. Die bisherigen Ergebnisse sind nicht konklusiv, insofern muss man da noch abwarten.

Was man aber ganz allgemein sagen kann: Kein Mensch dieser Welt wird zu einem school shooter, weil er Computerspiele (gleich welcher Art) spielt. In allen Studien, die eine positive Korrelation zwischen Straffälligkeit und gewaltsamen Spielen gefunden haben, ging es nicht um so schwere Delikte wie school shootings oder Mord, sondern eher um Straßenkriminalität, Diebstahl, etc. Niemand kann allen Ernstes glauben, dass es einen direkten Kausalzusammenhang zwischen school shootings und Computerspielen gäbe.

Nach dem Columbine school shooting hat man ja u.a. auch Marilyn Manson beschuldigt, dass er indirekt verantwortlich sei. Gekontert hat er mit einem sehr intelligenten Album ("Holy Wood"), das eine These aufgestellt hat, die mittlerweile empirisch belegt ist (damals aber noch nicht!): Er hat eine Brücke zwischen religiöser Verehrung und dem Film(star)phänomen geschlagen (darum der Titel des Albums) und hat als ein Beispiel der Märtyrerverehrung John F. Kennedy angeführt, der einzig und allein durch seinen filmisch festgehaltenen Tod unsterblich wurde. Davon ausgehend hat er die These entwickelt, dass die Kids, die Columbine zu verantworten hatten, einen medial aufbereiteten Märtyrertod sterben wollten. In einem Interview hat er u.a. die Newsweek-Titelgeschichte kritisiert. Newsweek hat die beiden auf dem Cover abgedruckt und ihnen über 10 Seiten gewidmet.
Aus der empirischen Forschung weiß man mittlerweile, dass tatsächlich eine ausführliche mediale Nachbesprechung dazu führen kann, dass sich Täter, die sich an der Schwelle zur Tatplanung befinden, durch die mediale Aufmerksamkeit besonders motiviert fühlen und Berichte über andere "school shooter" zur Vorbereitung ansehen. D.h., die mediale Berichterstattung hat einen ungleich größeren Einfluß als die fiktive Gewaltdarstellung in Computerspielen und Filmen.

Antwort
von derHundefreund, 8

Das wurde wissenschaftlich untersucht und es gibt dazu eine klare Antwort: Nein! Wenn du ein Mensch mit gesundem Menschenverstand bist, der weiß, was Realität und Fiktion ist bzw. dies unterscheiden kann, dann haben solche Spiele keine Ausmaße dieser Richtung auf die Psyche eines Menschen.

Natürlich ist das für die Presse immer ein gefundenes Fressen und eine leichte Erklärung für die Politiker, die unter massivem Druck von den besorgten Eltern gesetzt werden, die diesen Schwachsinn leider glauben. Da muss dann schnell eine Erklärung her.

Die richtige Antwort wäre jedoch, dass die Eltern ihre Kinder vernachlässigen und/oder nicht beibringen, was Unrecht ist und was nicht. Diese flüchten dann in eine eigene Welt und verlieren den Bezug zur Realität.

Anhand der Menge an aktiven Gamern, die solche Spiele konsumieren, kannst du eigentlich schon erkennen, dass das nicht die Ursache sein kann. Sonst gäbe es viel mehr Amokläufe - übrigens gab es die auch schon, bevor solche Spiele entwickelt wurden ;-)

P.S.: Man kann mit einer Maus nicht den Umgang mit einer echten Waffe trainieren. Geh mal auf den Schießstand, dann merkste den Unterschied.

Antwort
von TheGermanNexus, 13

Oft mals wird Spielen die Schuld gegeben , weil irgendwelche Eltern sich darüber aufregen , das ihre Kinder so viel spielen.

Auch eine Möglichkeit bzw eine Vermutung ist , das man ja dadurch das man durch Spiele "ANGEBLICH" mehr Gewalt freisetzt und wenn man sich dann ingame etwas tolles an eignet , manche denken das würde dann auch in echt so sein.

Manche Schulamokläufer hatten das Spiel CS:GO auf dem PC und spielten dieses regelmässig , das ist einer der Gründe warum diese Spiele auch so verpöhnt werden. Was meiner Meinung nach nicht wirklich ein Grund ist .

Nich jeder der CS:GO oder Call of Duty spielt ist ein Attentäter , das wäre genau wie ich spiele zurzeit nur Rocket league , deswegen bin ich ein Fussball spielendes Auto.

Wer genau auf diese Ideen kommt und dahinter steckt weiss wahrscheinlich so richtig keiner.

Irgendwelche bekloppten Eltern die irgendetwas Publik machen , oder welche von der Regierung die "ein Ohr für das Volk" haben wollen.

Aufjeden fall ist das bescheuert .

Antwort
von teafferman, 1

Populisten, Demagogen

Um von ihren eigenen Verbrechen abzulenken. 

So würde ich es auf den Punkt bringen. 

Zudem ist auch Negativ-Werbung Werbung. 

Stelle Dir nur mal vor, diese Populisten und Demagogen würden über die vielen tollen Lern- und Lehrdinger berichten. Eltern könnte doch tatsächlich auf die Idee verfallen, ihren Kindern solche Software zu kaufen. Die Kinder könnten ja womöglich Was lernen. 

Oder es würde sich in der Gesellschaft herum sprechen,dass es auch schon für Kinder Entwicklungssprachen gibt. 

Warum Werbung dafür? Ganz einfach: Wer mit solchen Sachen gespielt hat, hat später schon Übung, wenn es darum geht, Drohnen zu steuern. Und es fällt schwerer sich bewusst zu machen, dass da reale Menschen in einem fernen Land ermordet werden. 

Antwort
von Ruffy5286, 12

Menschen die keine Ahnung von ihrer Arbeit haben. De Maiziere hat das zum Beispiel gemacht und das ohne wirklichen Grund... Der Attentäter von München hat CS:GO gespielt.... ja und? Er hat sich auch irgendwie mit Aders Breivik identifiziert, aber darauf geht er nicht ein.

Ich finde, dass Spiele mich eher gegenteilig beeinflussen und mich eher ablenken und ich dann einfach mal nicht an alles denken muss, was mich vielleicht den ganzen Tag aufgeregt hat.

Antwort
von Spirit8008, 4

Weil Politiker die noch nie ein Spiel gezockt haben denken das Gamer nicht wissen das es ein Spiel ist und es nachmachen.

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