Frage von beemaya 24.06.2012

Wer oder was erzeugt die Realität, die wir erleben?

  • Hilfreichste Antwort von Atropos 24.06.2012
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das Wirken der Materie wird von den Sinnen soweit möglich empfangen, also Kälte für die Haut, Schall für das Gehör, Licht vom Auge, usw, (was unsere 5 Sinne nun von dem ganzen Wirken empfangen können, denn zum Beispiel Infrarot oder dergelichen können wir nur mittelbar wahrnehmen, durch allerlei Gerätschaft) Die Tätigkeit des Verstandes verarbeitet das reine dumpfe Wirken und ordnet ihm eine Position in Raum und Zeit zu, die nach Kant reine Formen der Erkenntnis sind und NICHT der Welt angehören sondern nur dem Bewusstsein. Zum Beispiel bei Geräuschen perzipiert man nicht nur den Ton sondern das Gehirn bestimmt auch den Grund des Geräusches, woher es kommt. Der Vorgang, der die rohe Masse die unsere Sinne erhält, zu ordnen nennt man Apprehension. Danach wird das ganze nach aussen projeziert, Halluzinationen und Träume zeigen aber, dass wir auch Dinge ausser uns wahrnehmen die gar nicht dort existieren,sondern gänzlich subjektiven Ursprungs sind. Dieser Vorgang wird so wenig wahrgenommen wie das Buchstabieren beim Lesen, so dass mancher schwache Kopf auf die Idee verfallen könnte unnsere Wahrnehmung sei der klare Spiegel der Welt. Doch in der Form in der wir sie erhalten ist sie durch und durch subjektiv oder wie Schopenhauer meint: Die Welt ist meine Vorstellung.

    Wirklichkeit ist also die Gesamtheit aller Wirkungen der Materie die wir perzipieren und apprehendieren können. Und eine objektive Wirklichkeit ist unvorstellbar, denn wenn man die Welt betrachtet , hat man nur eine subjektive Vorstellung. Wenn man sie versucht ohne sich selbst oder ein anderes Subjekt vorzustellen, so stellt man sich vor, nicht vorzustellen, welches, für jedermann ersichtlich, absurd ist. Also Wirklichkeit entsteht durch Erkenntnis, ist etwas subjektives.

    In meinen Augen ist Erkenntnistheorie etwas rein Psychologisches und es lohnt sich C.G.Jung und seine Psychologischen Typen zu lesen, worin er darlegt von was es abhängt, ob man nun Materialist oder Idealist ist, da die dies eine reine Sache der Einstellung ist. Denn durch das ganze Grübeln verändert sich zuletzt nichts an der Welt, sie bleibt wie wir sie wahrnehmen.

  • Antwort von Tobias87 25.06.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Da wir nur eine Wirklichkeit wahrnehmen, fehlt schlicht und einfach die Vergleichs-Wirklichkeit, anhand derer wir unsere wahrgenomme Wirklichkeit dann auf Abweichungen von dieser anderen Wirklichkeit überprüfen können.

    Außerdem können wir eine "objektive Realität" nicht anders wahrnehmen denn als Betrachter dieser "objektiven Realität". Aber woher sollen wir wissen, dass nicht ein anderer Betrachter der "objektiven Realität" seinerseits ein ganz anderes Bild von dieser hätte, womit sie wiederum nicht objektiv wäre, auch wenn wir sie zunächst dafür halten mögen?

  • Antwort von babulja 24.06.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das wäre blanker Idealismus! Und zwar subjektiver! Unter diesem Stichwort ("subjektiver Idealismus") soltest Du in allen gedruckten und digitalen Nachschlagewerken etwas finden.

    Was die Existenz der objektiven Realität anbetrifft und ihre angebliche Nichtexistenz außerhalb unseres Bewusstseins, so schlage ich Dir folgendes Experiment vor:

    Du sagst mir eine Zeit und einen Ort, wo ich Dich eindeutig identifizierbar regelmäßig antreffen kann (ohne dass Du weißt, wer ich bin und wann ich auftauche). Irgendwann , ohne Vorwarnung, bin ich dort und dresche Dir einen Baseball-Schläger in die Kniekehlen.

    Danach versuche weiter dran zu glauben, dass die objektive Realität nur in unserem Bewusstsein existiert!

  • Antwort von notelook 25.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Man kann aus allem einen Roman machen. Es ist ja gut, dass gebildete Menschen schreiben können und versuchen, alles zu erklären und in Worte zu fassen. Schopenhauer, Kant und wie sie alle heißen, haben viele Gedanken an unsere Wahrnehmung und unser Empfinden verschwendet, aber letztlich ist keiner von ihnen zu einem endgültigen Ergebnis gekommen. Realität ist für mich, was um uns herum passiert. wie jemand diese Realität wahrnimmt, ist Sache seines Intellekts. Der eine sieht alles mit den Augen eines Romantikers, ein anderer mit den Augen eines Skeptikers usw. Religionen und Traditionen bestimmen mancherorts, wie man die Realität zu sehen hat. Dabei ist es eigentlich unerheblich, was der einzelne denkt, denn die Realität ist da und schert sich einen Dreck um das, was der Mensch draus macht. Möge jeder für sich seine Realität entdecken, aber bitte nicht seine Realität zum Non plus ultra erheben.** Glücklich wer es versteht, mit sich und seiner Umwelt in Einklang zu leben!**

  • Antwort von helisua66 24.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Kennst du das Umkehrbrillen-Experiment? Dabei hat man einer Studentengruppe Brillen aufgesetzt, die ihnen alles auf dem Kopf stehend erscheinen ließen. Und das Resultat war, daß sie nach einer Woche alles wieder richtig herum sahen. Nach dem Absetzen der Brillen wiederholte sich alles entgegengesetzt. Das läßt darauf schließen, daß sich unser Gehirn die Welt so ordnet, daß wir uns darin zurechtfinden können. Aber was wissen wir dann über die eigentliche Realität: gibt es die überhaupt? Ich verweise dazu auf folgenden Essay:

    http://www.hintergrundstrukturen.de/index.php?option=com_content&view=articl...

  • Antwort von Laworka 24.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das stimmt schon! Nur die Erfahrung baut auf = ne systembildende Kraft! Und dann greift die Wirklichkeit, immer ein Stückchen mehr und mehr!

  • Antwort von Zarksez 24.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wer unsere Realität erzeugt:

    Jene die, die Welt wirklich regieren. Jene die, die Medien in ihrer Hand haben, die Mode führen, die Religionen verwalten. Jene die behaupten, dass das was du siehst wahr ist.

    Die Realität ist so relativ und formbar, dass es keine einzige Wahrheit gibt. So gibt es also keine direkte Wirklichkeit es gibt nur das Jetzt, doch was wirklich ist und was nicht, dass ist ein Rätzel. Die Religionen sind die besten Beispiele dafür, was es für Realitäten gibt. Himmel und Hölle. Gott, Götter, Allah, Buddha, Atheismus etc. Alles Elemente die, die Realität der Menschen formt. Dann sind da dinge wie die Mode, was ist IN was ist OUT wer erklärt es für IN oder OUT. All dies sind stehts relative Dinge. Genauso die Nachrichten, sind die Dinge wahr oder nicht. Vieles in Bezug auf die Realität die wir uns schaffen hängt vom Glauben ab und vor allem von der Masse. Wenn einer sagt es gibt ein Allmächtiges Wesen, so wird dieser für verrückt erklärt. Sagen es alle oder nur Millionen dann wird es akzeptiert und es wird zur Religion.

    Nichts ist wirklich wahr, alles ist möglich.

  • Antwort von MasterOfScience 24.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Erzeugt ist die Realität schon seit dem Urknall. Wahrnehmen tust du sie aber erst seit deiner Geburt. Die Realität ist das was exestiert, auch du bist real. Nicht real sind Geister, Zombies... , da das Einbildungen sind diese nicht real exestieren. Ich hoffe das hilft dir irgendwie weiter. LG MasterOfScience

  • Antwort von Ceader98 24.06.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die realität gibt es Natürlich.. nur das wir sie durch bessere Beobachtung und wissen ehr Warnehmen können.. Wenn du was lernst kannst du es tun eine neue Realität. Versuche die mal Die String Theorie... In der string Theorie wird es versucht darzustellen.

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