Frage von glensas,

Wer muß für den Schaden aufkommen? Ich oder meine Firma?

Hallo,

mir ist auf Arbeit ein teures Element unbeabsichtigt runtergefallen ( ca4500€), was leider nicht mehr zu reparieren ist. Mein Chef ist mit Recht nicht begeistert, und meinte, ich müsse für den Schaden aufkommen!

Ist das rechtens? oder muß nicht die Versicherung von meinem Chef dafür aufkommen?

Hilfreichste Antwort von ProPhiL,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Schaden die durch deine berufliche Tätigkeit entstanden sind und nicht durch absicht entstanden sind, sind "risiko" des Arbeitgebers. In manchen Fällen ist die Einrede der groben Fahrlässigkeit möglich, jedoch ist dies sehr selten.

Heisst: Das es dir runtergefallen ist ist pech für deinen Chef. Du musst keinen Cent bezahlen. Falls er dir was vom Lohn abbezahlt oder anders stress macht: Anwalt!

Kommentar von emily2001,

Genau!

Gruß, Emmy

Kommentar von ProPhiL,

Achja, als argument um evtl. nicht (ganz so arg) zu streiten: Er wollte dass du das hoch trägst, also haftet er auch für die Fehler die dabei passieren könnten. Die bist das Werkzeug, also z.B. der Hammer.. und seit wann ist der Hammer schuld, wenn der Nagel kumm in der wand steckt :D

Antwort von fliegenlieben,
11 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Grundsätzlich sind Firmen gegen derartige "Unfälle" versichert. Solange Du nicht grob fahrlässig gehandelt hast, solltest Du Dir keine Gedanken machen.

Kommentar von SgtMiller,

Wenn sie denn versichert sind !

Kommentar von fliegenlieben,

Daher steht dort auch "grundsätzlich" - völlig unnötiger Kommentar.

Kommentar von Peachman,

Grundsätzlich kann ich der Antwort nicht zustimmen. Welches Element ist das denn? Wem gehört es? Was hatte er mit dem Element zu schaffen?

Wenn du z. B. deinen eigenen Fernseher trägst und er fällt dir aus den Händen, dann zahlt dir das auch keine Versicherung, und genauso geht's dem Chef. Man kann sich eben nicht gegen alles versichern.

Antwort von suzisorglos,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Schäden durch Mitarbeiter gehören zum Betriebsrisiko. Bei vorsätzlicher Verursachung des Schadens ist der AN schadenersatzpflichtig (und wird wohl auch nicht mehr lange der Firma angehören). Wurde der Schaden grob fahrlässig herbeigeführt (wobei der AG das zu beweisen hätte), wäre eine Regressnahme denkbar. Diese ist dann allerdings - in Abhängigkeit von der Schwere der Fahrlässigkeit - in der Höhe begrenzt auf maximal das Drei- bis Vierfache eines Monatslohnes.

Antwort von PeVau,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Antwort von jockl,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Z.B. wo und und in welchem Zusammenhang geschah das "Unglück" ? Wer ist Eigentümer des Wertgegenstandes ? Wie ist der AG versichert ? Inwieweit schuldhafte kann Fahrlässigkeit unterstellt werden ?

Diese Fragen wird wohl ein Arbeitsgericht entscheiden müssen. Denn die normale Betriebshaftpflicht des AG deckt nur sog. Fremd-Schäden ab.

Antwort von thovos,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

solange du das nicht mit absicht runter fallen lassen hast,bist du über die firma versichert,is natürlich einfacher für deinen chef zu sagen,dass du bezahlen musst,aber rechtens ist das nicht

Antwort von XtraDry,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Dein Chef, es sei denn, Du hast grob fahrlässig gehandelt, was hier aber nicht rauszulesen ist...

Antwort von Johnnybln,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Sollte es nicht so sein, daß Dir grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden kann, dann brauchst Du Dich keinesfalls am Schaden zu beteiligen. Keinesfalls solltest Du Deals eingehen.

Im Regelfall sollte eine Versicherung den Schaden übernehmen. Die bedeutet zwar meist eine Heraufstufung, aber begleicht den Schaden. Hat Dein Chef nicht eine greifende Versicherung, dann wird er den Schaden tragen müssen.

MfG.

Antwort von Michel76,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Nein, dafür muss dein Chef oder seine Versicherung aufkommen.

Nur wenn der Schaden durch deine Grobfahrlässigkeit entstanden ist, kannst du haftbar gemacht werden. Bspw. Wenn du in der einen Hand noch eine Zigarette hast, während du das schwere Teil hebst.

Antwort von Petermaennchen,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das muss die Firma bezahlen. Es sei denn bei Dir ins Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit im Spiel gewesen.

Ob die Firma nun dafür eine Versicherung hat oder nicht, spielt keine Rolle. bei dieser Frage. Das ist deren Sache.

Kommentar von DerHans,

Grobe Fahrlässigkeit ist so gut wie nie nachweisbar.

Antwort von mikba,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn es grob fahrlässig von Dir war, dann ja. Aber normalerweise ist das die Sache von Deinem Chef und seiner Versicherung.

Vielleicht war das nur die erste Reaktion in seiner Wut.

Antwort von phlox1979,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Schau mal hier: http://www.sozialhilfe24.de/arbeitsrecht/arbeitsplatz/haftung-arbeitnehmer.html

Wenn ihr so teure Sachen im Betrieb hat, hat er aber bestimmt eine Versicherung.

Kommentar von DerHans,

Das ist ein Eigenschaden der Firma. Den kann man nicht versichern.

Antwort von DerHans,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Als Angestellter bist du Handlungsgehilfe deines Chefs. Auf keinen Fall musst du für einen solchen Schaden aufkommen. Es sei denn du hättest vorsätzlich diesen Schaden verursacht. Hier würde eine private Haftpflichtversicherung dir helfen, den unberechtigten Anspruch abzuwehren.

Die Haftpflichtversicherung der Firma käme für den Schaden nur auf, wenn der Geschädigte ein Dritter (z.B. der Kunde) wäre.

Das ist rein unternehmerisches Risiko der Firma.

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