In einer Kleinstadt in Sachsen (01825 Liebstadt) befindet sich ein sehr schön gelegenes Freibad. Dieses soll vor dem Verfall geschützt werden und sucht einen neuen Betreiber. Dabei müssen aber sehr viele Erhaltungsmaßnahmen getätigt werden, da es schon seit Jahren nicht mehr betrieben worden ist. Das Becken ist 50x12 m groß, hat einen Brunnenzulauf mit sehr sauberem Wasser und eine sehr schöne, ruhige Umgebung. Dazu gehören große Liegewiesen in Waldnähe. Die Infrastruktur ist vorhanden - Toiletten, Zufahrt, Parkplätze, Wasser- und Stromanschluß. In der Nähe (ca. 5km) befindet sich ein Anschluß der A17. Wer hat den Mut, und vor allem ein gutes Konzept, um das Bad vor dem Aus zu retten?

Wer sich das traut, muss sehr viel Geld haben:
Renovierungskosten unüberschaubar
wetterabhängiges Saisongeschäft
Kleinstadt
ungünstiger Zeitpunkt, alle Leute halten die Taschen zu, weil das Geld immer knapper wird und die Angst um den Arbeitsplatz trotz der "guten Daten" sehr stark ist.

In unserer Gemeinde stand das Schwimmbad auch fast vor dem AUS.Die Gemeinde hatte nicht mehr genug Geld dafür übrig. Die Bürger haben eine Initiative zur Erhaltung des Schwimmbad gebildet , es wurde ein Förderverein gegründet und viele beteiligen sich nun durch Geldspenden oder ehrenamtliche Mitarbeit, daß das Schwimmbad erhalten bleiben kann.So muß die Gemeinde nicht mehr das ganze Geld aufbringen. Vielleicht wäre das was für euch?
Dazu kommt noch, das man nach einiger Zeit, die Gemeinde wieder ansprechen kann, da das ja ein GEMEINNÜTZIGE SACHE, ist.

Die beste Lösung wäre die Übernahme durch die Stadt selbst. Einen privaten Investor zu finden, wird schwierig.
Leider ist die Stadt aber finanziell nicht in der Lage, das zu stemmen. Es gäbe sogar die Möglichkeit, einen Campingplatz "dranzuhängen".
raubkatze am 29. Mai 2008 09:15 Bei uns retten jetzt die Stadtwerke das Schwimmbad. Das geht aber nur, weil der Bedarf/Badegäste gesichert ist.
Luise am 29. Mai 2008 09:16 Nach den heutigen Vorschriften für Campingplätze rentieren sich die Investitionen ab 250 Stellplätzen, wenn es ein Familienbetrieb ist. Als Pachtbetrieb ab ca. 400 Stellplätze. Empfehlungen des ADAC. Wenn das groß genug ist und die Gemeinde/Landratsamt mitziehen, dann ist es wohl möglich, einen Investor zu finden. Aber ansonsten schwierig.
Es ist - nachhaltig bekannt - nicht möglich, Bäder der von dir bezeichneten Art auch nur kostendeckend betreiben zu können.
Weder durch die Kommune selbst noch durch Private.
Die alleine zur Kostendeckung erforderlichen Eintrittspreise pro Person wäre niemand bereit bzw. in der Lage zu zahlen.
Auch Umbauten in sog. Erlebnisbadlandschaften sind nur sinnvoll vor dem Hintergrund eines riesigen Einzugsbereichs und einem überwiegenden (ca. 80%) Hallenbetrieb.
Fazit:
Soll soetwas weiter betrieben werden, bleibt es ein defizitäres Geschäft.

In der Gemeinde Lenggries wurde das Freibad aus Finanziellen Gründen (Unterhalt) zum Naturbad umgebaut. Das war ein großer Erfolg und hat die Unterhaltskosten dramatisch reduziert. Das Bad stand auch vor dem Aus.
Erkundigt Euch bei denen mal:

Einen Rat dir geben ist hier das eine aber das Bad hier zu vermarkten ist das andere. Also Ratgeberseite ist hier.