Frage von oxBellaox, 53

Wer legt fest, was eine Beleidigung ist?

§ 185 Beleidigung

Die Beleidigung wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Beleidigung mittels einer Tätlichkeit begangen wird, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Was genau ist eine Beleidigung? Wer legt das fest?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von elmundoesloco, 16

Eine Beleidigung legt jeder für sich selbst fest. Beleidigung ist grundsätzlich ein absolutes Antragsdelikt. Bestimmte Beleidigungen werden jedoch nicht als Beleidigung anerkannt (z. B. Oberförster zu einem Polizeibeamten sagen; gibt's mWn. irgendwo ein Urteil eines Oberlandesgerichts; könnte durchaus Hamm sein, die Urteilen gerne mal etwas anders :)

Ich kann dir vor der Polizei oder dem Staatsanwalt 100x sagen das du ein blöder Ochse bist, wenn du dich nicht beleidigt fühlst und keinen Strafantrag stellst, sind der Polizei und dem Staatsanwalt die Hände gebunden.

Antwort
von 0TomKlaar0, 19

Du selbst bestimmst das, wenn du dich beleidigt fühlst kannst du einen Strafantrag wegen Beleidigung (§185 StGB) stellen.

Kommentar von oxBellaox ,

nicht immer "du" - hab doch geschrieben, dass es mich nicht betrifft, sondern 2 Bekannte von mir ...

Kommentar von 0TomKlaar0 ,

In dem Fall: Deine Bekannten

Antwort
von Panazee, 33

Zuerst derjenige/diejenige, der/die sich beleidigt fühlt. Wenn er/sie sich beleidigt fühlt, dann erstattet er/sie eine Anzeige gegen dich.

Als nächstes der Staatsanwalt, der darüber entscheidet, ob er die Beleidigung zur Anklage bringt, weil er es für sinnvoll hält. Lehnt der Staatsanwalt das ab, dann kann der/die Beleidigte immer noch Privatklage erheben.

Als Letztes entscheidet ein Richter darüber, ob etwas eine Beleidigung ist oder nicht. Der entscheidet dann auch über die Strafe (oder eben keine Strafe).

Kommentar von oxBellaox ,

Danke -im Prinzip eine vernünftige Antwort - mir gefällt dieses "gegen dich" nicht. Ich habe niemanden beleidigt und mich auch nicht. Es betrifft 2 andere Personen aus meinem Bekanntenkreis.

Kommentar von furbo ,

Sorry, dein Genderansatz war zwar gut, aber nicht konsequent umgesetzt. 

Besser wäre: 

Als nächstes der/die Staatsanwalt/Staatsanwältin, der/die darüber entscheidet, ob er/sie die Beleidigung zur Anklage bringt, weil er/sie es für sinnvoll hält. Lehnt der/die Staatsanwalt/Staatsanwältin das ab, dann kann der/die Beleidigte immer noch Privatklage erheben.

Als Letztes entscheidet ein/eine Richter/Richterin darüber, ob etwas eine Beleidigung ist oder nicht. Der/Die entscheidet dann auch über die Strafe (oder eben keine Strafe).

😎

Kommentar von oxBellaox ,

seit wann bekommt man die Smileys hier rein? *o*

Kommentar von furbo ,

😆☺😀😂🤐😇

Durch Tastendruck?

Kommentar von furbo ,

Sind auf meiner Tastatur...

Antwort
von Bitterkraut, 17

Ein Richter.

Antwort
von Wiesel1978, 53

Ich denke die Gesellschaft und die Logik ;)

Kommentar von oxBellaox ,

was für den einen "logisch" ist, kann ein anderer nicht nachvollziehen ...

Kommentar von Wiesel1978 ,

Richtig, aber nicht jede Logik ist komplex ;)

Kommentar von Bitterkraut ,

Die Logik von Beleidigung, die muß mir mal jemand erklären.

Kommentar von Wiesel1978 ,

Wenn ein Wort negativ verstanden wird, ist es logischerweise beleidigend ;)

Antwort
von SergeantPinpack, 38

Im Zweifelsfall der Richter.

Antwort
von Schewi, 38

Entscheidet der Richter im Einzelfall

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