Mein Arzt hat bei mir erst Mal Medikamente verschrieben, mit Betonung auf erst Mal. Bisher tut sich nichts, die Schmerzen kommen immer wieder. Muss ich mich einfach nur gedulden oder kann es sein, dass die Medikamente gar nichts bringen?? Bitte um Erfahrungsbericht!

Mein Schwiegervater nimmt dagegen schon seit Jahren "Cabamazepin". Ihm hilft das Medikament sehr gut. Er hat keine Beschwerden mehr.

Die Trigeminusneuralgie ist keine Entzündung sondern hat ihren Ursprung durch die Nähe einer Arterie zum Nerv. Dazu später.
Zur Behandlung werden Medikamente verordnet aus der Gruppe der Antiepileptika, weil sie bei Nervenschmerzen gut wirken, diese sind die alten: Carbamazepin, Valproinsäure und Phenytoin sowie die neueren Gababentin oder Lyrica.
Alle diese Medikamente wirken erst, nachdem sich ein(meßbarer) Spiegel aufgebaut hat, d.h. nicht sofort. Auch kann nicht durch eine zusätzliche Tablette der Schmerz genommen werden, sondern erst durch Erhöhung des Wirkspiegels. Die Medikamente müssen regelmäßig in der gleichen Dosierung eingenommen werden.
Es kann oft ein langer Weg zur richtigen Therapie sein, zumal die Medikamente beträchtliche Nebenwirkungen entwickeln können, so daß sie ausgetauscht werden müssen.
Wenn das alles nichts genützt haben sollte, gibt es eine operative Behandlungmöglichkeit. Wie oben erwähnt liegt eine (pulsierende) Arterie direkt am Nerv, so daß mit einem Schaumstoffkissen dazwischen eine Besserung erreicht werden kann (OP nach Janetta).

Die Behandlung einer Trigeminusneuralgie ist in der Regel recht langwierig und Du wirst schon ne Menge Geduld haben müssen. Gib dem Medikament jetzt erst mal die Chsnce, einen vernünftigen Wirkstoffspiegel in Deinem Körper aufzubauen, um gegen die Entzündung wirken zu können. Es ist nie auzuschließen. dass der Arzt, nach einer gewissen Zeit, ein anderes Medikament einsetzen muss. Aber das weiß der schon, denn er beobschtet Dich ja.

Hallo Wolfshund, da tust du mir aber echt leid. Meine Oma litt auch über Jahre unter diesen Schmerzen. Allerdings ist das über 20 Jahre her, damals war man mit der Erforschung noch nicht soweit.Teilweise wurde sie sogar als Simulantin abgestempelt. Sie ist damals von Arzt zu Arzt geschickt worden, man hat ihr damals sogar alle (gesunden!) Zähne gezogen, da man dachte, die Schmerzen kämen evtl. daher. Richtig gut wirkende Medikamente gab es damals noch nicht. Daher kann ich dazu auch garnichts sagen. Wo ich aber drauf hinaus will: per Zufall entdeckte sie damals einen Heilpraktiker, der sich auf die Behandlung des Trigeminusnerves spezialisiert hatte. Er hat ihr mit Akupunktur die Schmerzen genommen. Das ging zwar nicht von heut auf morgen, aber doch relativ schnell.Auch war sie über lange Zeit absolut schmerzfrei u. sobald sie wieder etwas merkte, ging sie zu ihm, bekam 1-2 Akupunkturen u. war wieder schmerzfrei.

Ich hatte mal vor sehr vielen Jahren eine Trigenimusneuralgie. Die Ursache war ein Zug beim Autofahren mit offenem Fenster. Ich bekam damals Tegretal. Ein Teufelsmedikament. Ich fühlte mich danach wie betrunken. Die Schmerzen waren allerdings weg. Es hat sehr lange gedauert, bis die Neuralgie wieder weg war.
hallo ich bin grad mal 30 und auch keine frau, aber vor etwa einer wochebekam ich auch schmerzen im unterkiefer, zunächst nur sacht, dann bauten sie sich auf...mittlerweile habe ichdas beinahe durchgehend...sie kommen und gehen und mein ganzer linker unterkiefer schmerzt bis zum ohr....FÜRCHTERLICH...wirklich....und nix hilft... meine ärztin verschrieb mir erstmal antibiotika um auszuschliessen dass es ne entzündung ist der den nerv irgendwie beeinflusst hat (ich hoffs ja, ansonsten meinte sie, klingt alles nach trigeminus-neuralgie und ich muss zum neurologen. zuerst dachte ich auch es käme vom zahn, aber mittlerweile glaub ich das nichtmehr. das lass ich montag abchecken... aber mal ernsthaft...so eine fiese krankheit. an dieser stelle mal mein mitgefühl an alle betroffenen
"Carbamazepin"