Frage von Dubidu72, 55

Wer kommt für Reisekosten bei gerichtlicher Ladung zwecks Unterhalt auf?

Hallo, wie oben beschrieben wurde ich zur einer Gerichtsverhandlung geladen. Die Situation ist wie folgt:
Ich bin Erzeuger eines Kindes. Die Kindsmutter bekommt seit der Geburt regelmässig 100% Unterhalt. Ich stehe auch nicht im Verzug. Hab auch jede Erhöhung aus Düsseldorf mitgemacht. Nun möchte das Jugendamt, natürlich wie immer bei Väter, mehr Geld herausholen und setzte eine Neuberechnung an mit 105% die ich zahlen soll. Dem habe ich Widersprochen und mitgeteilt, das ich das finanziell nicht schaffe. Unterlagen liegen dem Jugendamt vor. Hinzufügen möchte ich noch, das in meinem Haushalt meine Tochter aus erster Ehe lebt. Von dieser Kindsmutter habe ich noch nie einen Cent Unterhalt gesehen (Verfahren läuft, aber wo nix zu holen ist...) und der Unterhaltsvorschuss fällt auch seit diesem Monat weg. Also wird es immer knapper mit dem Geld. Habe ein normales Einkommen, allerdings unregelmässig wegen Schichtdienst usw.
Nun zur eigentlichen Frage: ich wurde vom Gericht vorgeladen. Problem ist: One Way Strecke sind knapp 700 KM.
Frage: wer zahlt die Reisekosten ggf. die Übernachtung? Wer zahlt das Verfahren? Ich bin ja nicht im Verzug. Geht anscheinend nur um die Festsetzung des Unterhaltes. Und dritte Frage: was will ein Richter von mir hören? Das Jugendamt hat alles in Papierform bekommen...
Vielen Dank schon im voraus...

Antwort
von rasperling1, 15

Je bnachdem, wie der Prozess ausgeht, werden die gesamten Prozesskosten entweder Dir auferklegt (wenn Du verlierst), oder sie werden der Gegenseite auferlegt (wenn die Gegenseite verliert), oder sie werden je nachdem, wie viel man gewonnen bzw. verloren hat, unter den beiden Seiten aufgeteilt. Zu diesen Prozesskosten gehören ach die notwendigen Reisekosten, die Du allerdings hinterher anmelden musst.

Antwort
von wfwbinder, 22

Du zahlst, denn Du bist hier Partei, der Beklagte.

Antwort
von suziesext07, 21

nur als Zeuge würden dir die Reisekosten erstattet.

Die Frage ist, ob es die Hauptverhandlung ist und ob das Gericht dein (persönliches) Erscheinen angeordnet hat.

Wenn nicht, dann könntest du jemandem (schriftlich) Prozessvollmacht erteilen, der dann für dich hingeht.

Wenn das Erscheinen nicht angeordnet ist, und du gehst also nicht hin, dann entscheidet der Richter nach Sachlage (Aktenlage). In dem Fall ist es halt wichtig, dass dein Sachvortrag ausreichend belegt ist (also vor allem Einkommenbeleg, Kosten deiner Warmmiete und andere Kosten, Raten usw) aus dem hervorgeht, dass eine Erhöhung des Unterhaltsbetrags dir nicht zumutbar ist.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community