Frage von heisallineed, 135

Wer könnte mir helfen, diese tiefgründigen Fragen zu erklären?

Hallo ihr Lieben,

bin auf ein paar Fragen gestossen, die sehr interessant sind, jedoch gelingt es mir nicht diese auseinanderzulegen bzw sie zu interpretieren... Diese wären:

"Wer nachsinnend, geläuterten Geistes, in Atman sich versenkt, Unaussprechlich durch Worte ist seines Herzens Seligkeit", was ist gemeint?

Was bedeutet die Zuflucht zu sich selbst?

Wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir das vielleicht erklären könntet Freue mich auf eure Antworten und bedanke mich herzlich im voraus:)

Antwort
von berkersheim, 24

Leider nein. In solchen Fragen ist es immer wichtig, wer das gesagt hat und welchem Atman-Konzept er anhängt. Für sich ist die Aussage ja sehr schwammig. Es geht schon los, woran der Autor einen "geläuterten Geist" erkennen will. Vor allem im Verein mit dem Gebrauch des Begriffs "Atman" ist nicht uninteressant, was er unter "Geist" versteht und was unter "geläutert". Das aber sind nur Vorgefechte. Du musst nur bei Wikipedia nachlesen, was da über die in Indien verbreitete, aber auch sehr unterschiedlich gesehene Vorstellung von Atman steht. Mal abgesehen von vielen diversen Auffassungen, welcher der Hauptströmungen und Vorstellungen gehört denn der Autor an? Da ist der Buddhismus, der die Atman-Vorstellung ganz ablehnt, nur eine Extremposition. Manche übersetzen "atman" oberflächlich mit "Seele", wohl ohne auch da nur mal bei Wikipedia nachgeschaut zu haben, dass in der westlichen Philosophie und Theologie der Begriff "Seele" genausoviele unterschiedliche Vorstellungen hinter sich versammelt wie evtl. "atman" in Indien. Bei soviel Unklarheit und Verschwommenheit ist eine klare Interpretation ohne ausreichende Vorklärung nicht möglich. Ich muss abschließend nicht erläutern, dass "Zuflucht zu sich selbst" diesbezüglich noch schwieriger ist. Wer ist das "Selbst"? Wieder ist der Buddhismus ein Extrem, der das "Selbst" für eine Illusion hält. Liest Du eine etwas umfangreichere Darstellung von R.D.Precht "Wer bin ich - und wenn ja wie viele", dann wird Dir deutlich, dass die westliche Philosophie inzwischen dem Buddhismus näher steht als der Verklärung eines schwammigen Selbst mancher Esoteriker.

Kommentar von LiloB ,

super Antwort - und erfreulich fern jeder "Gebrauchs-Philosophie"

Antwort
von BackToTheRooots, 56

Was bedeutet es für dich? Vl brauchst du ja nur mal Zeit für dich um dich selbst zu entdecken oder wieder auf deinen Weg zurückzufinden.

Antwort
von Hamburger02, 40

Erkenne dich selbst!

Wenn dir das gelingt, erreichst du einen Zustand des inneren Friedens, der mit Worten nicht zu beschreiben ist.

Antwort
von Suboptimierer, 16

Ich würde es so frei übersetzen: "Alles, was du brauchst, um glücklich zu sein, trägst du bereits mit dir."

Konflikte, die dich im Glück behindern, trägst du in der selbst aus. Ich denke, da wird insbesondere das reine Gewissen mit dem Glücklichsein in Verbindung gebracht.

Ist aber schon weiter her geholt.

Antwort
von Intoccabile, 27

Uii... Hermann Hesse...?

Also was Hermann damit meint: Wer reinen Geistes nachdenkt und sich seiner Seele ergibt, fühlt das durch Worte nicht aussprechbare wunschlose Glück seines Herzens.

Die Zuflucht zu sich selbst ist so wie die eigene Befreiung von allen seelischen Leiden...

Kommentar von heisallineed ,

Und welche Leiden sind es zum Beispiel?

Kommentar von Intoccabile ,

Angst, Depressionen, nie enden wollende Trauer... also alles, was schlechte Gefühle hervorruft...

Antwort
von Illuminaticus, 9

Wenn du dich mit der Essenz verbindest, welche du immer bist und sein wirst, dann weisst du wer du bist und das ist das hoechste Glueck. Alles streben hoert dann auf. Du hast dich erkannt. Wobei Du niemand ist! Das ist wonach alle suchen!

Jesus sagte, wenn du dich selbst erkennst, dann erkennst du Gott, das sagt dasselbe aus.

Die Zuflucht zu dir selbst ist praktisch gesehen dasselbe, aber auf niedrierer Ebene, da noch ein Du existiert. Es gibt ja weder das Du noch das Ich. Es ist beides eins.

Die Zuflucht nach dir selbst kann dir heflen, dich zu zentrieren, wenn der Film da vorne zu ueberwaeltigend wird oder dich sonstwie von dir selbst ablenkt.

Du kannst dich dann mit deinem hoeheren Selbst verbinden, um den Weg zurueck nicht aus den Augen zu verlieren und die netten Geschichten, die aber auch immer Leid bringen, beideite zu schieben.

Antwort
von mxxnlxght, 49

Für mich bedeutet es, sein Leben nicht von anderen abhängig zu machen. 

Wenn man allein ist, hat man immer noch sich selbst. 

Viele Menschen der heutigen Gesellschaft brauchen immer etwas, egal ob es andere Menschen sind, Musik, Fernseher.. doch sie haben verlernt, alleine mit sich selbst zu sein... Drehen deshalb durch, haben Angst. Angst vor sich selbst.

Kommentar von heisallineed ,

Ist das alles auf die zweite Frage bezogen?


Kommentar von mxxnlxght ,

Beides... Denn zum nachdenken kommt auch niemand mehr.

Hängt ja alles irgendwie zusammen.

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