Edgar Niklaus am 26.08.2007 um 17:53 Uhr
Die derzeitige Rentensituation ist katastrophal. Einkommensteuer, Krankenkasse, Pflegeversicherung und Nullrunden haben die Rentner schwer gebeutelt. Ein Rentner hätte ohne die Rentenreformen von 1996 bis jetzt 48% mehr Rente. Die Durchschnittsrente für Männer beträgt 960 € und für Frauen 665 € in Bayern. Dafür wurde z.T eine lebenlang in die Rentenkasse eingezahlt. Kann man damit leben?

Die Rentner von heute (und auch die von morgen) bilden ein ungeheures Wählerpotential, dieses sollten sie ruhig ausspielen. Leider wählen viele gar nicht bzw. "altvertrautes". Der VDK ist sehr engagiert bei diesem Thema, ich denke mehr kann so ein Verband nicht leisten. Die Demos kannst du vergessen, das interessiert keinen Politker wirklich!

Das Problem ist ja, dass dieser sogenannte Generationenvertrag, mit dem wir jetzt solche Probleme haben, nach dem Krieg von oben herab "verordnet" wurde, weil der Kapitalstock der Rentenversicherung für den Krieg verheizt worden war.
Das war damals wohl auch kaum anders möglich.
Versäumt wurde aber dann später, als die Wirtschaft immer mehr boomte, zumindest teilweise wieder eine Kapitaldeckung aufzubauen.
Die jeweils Regierenden haben aber das Geld lieber verfrühstückt oder für Wahlgeschenke missbraucht, als das für sie "bequeme" Umlageverfahren zu modifizieren.
Heute haben wir die bekannten demographischen Probleme,
kein Kapital angesammelt,
zahlen etlichen Menschen (teils hohe) Renten, die hier nie etwas eingezahlt hatten, etwa weil sie in der DDR oder in Russland gelebt hatten,
haben reichlich Arbeitslose, die natürlich nichts einzahlen,
haben von Norbert Blüm eine Pflegeversicherung aufs Auge bekommen, damit die Gemeinden weniger Sozialhilfe zahlen müssen,
und dann reicht es eben vorn und hinten nicht.
Daran kann unter den heutigen Bedingungen wohl keine Partei oder Organisation etwas ändern - leider.
Edgar Niklaus am 26. August 2007 18:39 Du siehst das völlig richtig. Nur würde ich mir etwas mehr Optimismus von dir wünschen. Ich versuche es zu ändern Schau dir mal den Kreisverband München an http://www.diegrauen-by.de/

ich stimme für keiner
du magst mich wieder mal verfluchen, aber ich traue niemandem mehr eine kompetente lösung zu.
weiß nur eins, die rentner selber haben keine lobby, ebenso wenig kinder, kranke und behinderte.
demos bringen nichts.
die genannten zahlen, wirst du sicher überprüft haben?
Edgar Niklaus am 26. August 2007 18:10 Meine Liebe ich verfluche dich nicht, warum auch. Wegen einer Meinungsverschiedenheit. Bestimmt nicht. Ich bin auch nicht nachtragend.
Die Zahlen habe ich überprüft. Schließlich gehört es zu meiner Kernkompetenz über diese Thema genau Bescheid zu wissen. Glaubst du nicht, dass es möglich wäre angesichts von 20 Millionen Rentnern. Wenn die sich alle einig wären, hätten die auf einem Schlag 25 % im Bundestag.
Lieber Edgar. Ran an die Sache und gründe eine Partei!
waterlilies am 26. August 2007 18:25 Es gäbe bereits eine Partei. Die "grauen Panther"!
Xy ‹^^› ///(•¿•)\\\ ‹^^› am 26. August 2007 18:30 @edgar: einigkeit , das sagt schon die geschichte...
schön wäre es, ich wär sofort dabei !
Edgar Niklaus am 26. August 2007 18:38 Schaut mal auf den Kreisverband München http://www.diegrauen-by.de/

VDK und zusätzlich noch Demos,Demos,Demos...bis die da oben endlich aufwachen.
Wenn überhaupt kommt nur der VDK in Frage.
Aber viele Rentner kennen den VDK gar nicht, bzw. haben kein Interesse. Es ist so wie mit der Allgemeinheit. Es wird gejammert, aber keiner tut was.
Hallo, Herr Niklaus. Diese Problematik ist eines meiner Lieblingsthemen. Ich persönlich glaube fast das uns da ein Generationenkonflikt ins Haus dessen Ausmass noch keiner kennt. Die morgigen Rentenzahler, also wohl diejenigen die auch deine Rente aus dem dem bestehenden Solidarprinzip bezahlen, werden das in der bestehenden Form nicht mehr können und auch nicht wollen.(2 Beitragszahler - 1 Renter) geht nicht. Warum sollte aber andererseits ein heute 50 jähriger(um nur ein Alter zu nennen.)mit Eintritt seines Rentenalters immer weniger Rente bekommen, wenn er 40 Jahre einbezahlt hat.Privat vorsorgen sollte er auch noch, was die jetzige Rentnergenerationen gar nicht musste und grösstenteils auch nicht gemacht hat. Es gibt hier sehr viele Schieflagen, die wohl einfach ungerecht sind. Meine Schilderungen würden hier den Rahmen sprengen, und vielleicht auch nicht jeden interessieren. Deshalb bin ich gerne bereit die Sache anderweitig mit dir auszudiskutieren, sofern dies überhaupt möglich ist. Ich glaube die wirklichen Probleme dieses Themas stehen uns erst noch ins Haus. Ich bin sicher, es wird schlimmer kommen als man denkt. Bin ganz sicher kein Pessimist, sonern lediglich nackter Realist.
Edgar Niklaus am 26. August 2007 21:57 Dann kontakte mich doch. Schau im mein Profil.

tja, das könnte man wohl beantworten, wenn sie nicht alle ständig lügen würden

Früher war ich der Meinung: der VDK. Aber der hat so viele Mitglieder verloren.

Das ist nur mit Sachverstand und langfristiger Rentenpolitik zu lösen. Diese einmalige Chance hat die große Koalition verpasst. Die Rentner müßten sich bei "den Grauen" ausnahmslos zusammentun, dann könnte man der jetzigen Bundesregierung das Fürchten lehren.

Sollte man nicht einen Schlußstrich ziehen und alles der privaten Rente überlassen? Also jeder der jetzt anfängt einzuzahlen kümmert sich selbst darum. Das Geld für die jetzigen Rentner muß eben der Staat irgendwie aufbringen. Dann wären wir in 20-30 Jahren aus der Krise draußen, weil jeder für sich vorsorgt. Ich weiß daß es wahrscheinlich nicht finanzierbar ist, aber so wäre wenigstens das mal erledigt. Schließlich kommen wir aus dem Teufelskreis Generationsvertrag nie wieder heraus. Man sollte wirtschaftliche Angelegenheiten nicht dem Staat überlassen sondern Leuten, die etwas davon verstehen. Der Staat als Wirtschaftsunternehmen hätte nie eine Chance auf dem freien Markt.

Das kann man nicht mehr lösen, wenn die Renten aus dem Laufenden gezahlt werden und deshalb keinerlei Rücklagen da sind. Das wurde schon vor Jahrzehnten verschlafen, deshalb gibt es auch kein Patentrezept. Kein Geld, keine Rente. So einfach ist das. Die Parteien wollen, die Verbände wollen, die Rentner wollen, die Steuerzahler sind bis zum Rand belastet. Da hilft nur selber vorsorgen, - leider. Zaubern kann halt noch keiner.
alle die breits in Rente sind können sich eigentlich nicht beklagen im Gegensatz zu denen die erst in 20-30 Jahre in Rente gehen! Soviel Rente wie heutztage im Vergleich zu dem was eingezahlt wurde wird niemand mehr bekommen. Die Erhöhung von Krankenkasse und Pflegeversicherung trifft auch alle anderen die noch nicht in Rente sind und diese müssen diese ihr ganzes Leben lang bezahlen, die jetzigen Rentner meist nur während der Rente oder kurz davor. Der Demografische Faktor der immer angeführt wird ist nur ein scheinbares Problem, wenn man rechtzeitig für einen Puffer gesorgt hätte um den Zeitraum von 20-30 Jahren auszugleichen. Danach gibt es nämlich auch wieder weniger Renter, da ja auch weniger Leute geboren wurden. In anderen Ländern hat dies funktioniert
Edgar Niklaus am 26. August 2007 23:39 Hast du meine Frage nicht gelesen. Kämst du mit dieser Durschnittsrente aus in München? Bei 8 € Kaltmiete/m²
ich werde wohl später weniger bekommen. Die Änderungen der letzten Jahre würden in diesem Fall aber auch nicht viel bringen da es bei einer 700 Euro Rente auf 5% mehr auch nicht ankommt. Auch damit könnte man das nicht bezahlen