Frage von bennymila, 9

Wer kennt sich mit rechtlichen belangen beim pferdekauf aus?

Ich habe vor 2 Wochen ein Pferd gekauft und 50% angezahlt. Das Pferd sollte in 4 Wochen gebracht werden und ich hätte den Rest gezahlt. Da der Verkäuferin das Pferd am Herzen liegt haben wir ein Vorkaufsrecht beschlossen. Jetzt hatte ich einen Unfall und bin für das nächste Jahr arbeitsunfähig und verliere meinen Job. Ich könnte das Pferd dennoch kaufen, müsste es aber umgehend weiterverkaufen. Kontakt zu einem Händler habe ich aufgenommen, er würde mir das gleiche Zahlen was ich auch fürs Pferd zahle. Habe mit der Verkäuferin gesprochen. Sie würde mit mir einen Aufhebungsvertrag machen, würde dann aber 20% der Anzahlung einbehalten. Was ihrer Aussage nach Rechtskräftig ist. Allerdings ist eine solche Vertragsstrafe nicht in unsrem Vertrag angegeben. Ich habe leider keine Rechtsschutzversicherung, weshalb ich Ihnen schreibe. Denn einen Verlust von den 20% kann ich mir momentan eigentlich nicht leisten.

Expertenantwort
von imager761, Community-Experte für Recht, 7

Die 20% sind keine Vertragsstrafe, sondern Schadensersatz notwendiger Aufwendungen wie Inseratskosten, Fahrkosten, weitere Unterbringung, Futtter und Pflege des Pferdes, bis ein neuer geeigneter Käufer gefunden wäre. Ebenso über den Differenzbetrag eines mglw. niedrigeren Kaufpreises, wenn du die Erfüllung deines wirksamen KV verweigerst.

Und der wäre bei einem Aufhebungsvertrag, der hier entgegenkommenderweise vor zulässigem Mahnbescheid oder Zahlungsklage vermutl. überhaupt nur im Interesse des Tieres, dass keinem ungeeignten Besitzer zugemutet werden soll angeboten wurde, nicht nur fair, sondern durchaus zulässig zu vereinbaren, §§ 323, 325 BGB.

G imager761

Antwort
von barbarinaholba, 9

Vorsicht geboten!   Sehr sehr schwerer Gang  ( "Sache " Pferd)

Da du ja bestimmt noch was von den 50% /Anzahlung  zurück haben möchtest. ....zieh dir ein Anwalt zu rate.......unter. U. frage nach einem BeratungsGespräch ....../auch telefonisch.  möglich. ... ( 3,98 Euro pro. Minute)......

Hol dir erst Beratung......Ganz wichtig! 

Pferdekauf/Rücktritt  ist schon häufig  v    BGH    GELANDET.

ICH WILL DICH AUCH JETZT NICHT MIT IRGENDWELCHEN  MIST VERRÜCKT MACHEN......DU BRAUCHST KOMPETENTEN RAT......VORWEISl.  VOM ANWALT...ok?

Antwort
von holgerholger, 4

Ich weiss ja nicht, um welche Summen es geht. Aber das Pferd sollte auch im Auge behalten Werden.

Du kannst natürlich auf dem Vertrag bestehen, es bringen lassen und den Rest bezahlen. Dann steht aber im Vertrag ein Vorkaufsrecht für die ehemalige Besitzerein. Die könnte also darauf bestehen.

Und das Pferd wird sinnlos hin- und hertransportiert, Du musst es unterbringen, füttern etc, es gibt Diskussionen und Stress für Dich. U.U. zieht der andere Händler sein Angebot zurück oder zahlt weniger, wenn er das Pferd erst einmal gesehen hat.

Mir scheint das Angebot mit dem Aufhebungsvertrag durchaus fair.

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