Frage von BadLuckBird, 31

Wer kennt sich mit Persönlichkeitsstörungen aus?

Hallo community :) und zwar gibt es ja gespaltene persönlichkeit. Habe gelesen dass der betroffene sich selber dann aber nicht mehr daran erinnert. Was ist aber wenn man es ganz genau merkt? ... ich rede nicht von einfachen stimmungsschwankungen, ich bin teilweise so zu leuten, & ein ander mal so. Ich bin wirklich KOMPLETT anders. Einstellung und alles. Aber ich bemerk es, kanns jedoch nicht groß beeinflussen. Ist das auch eine art Persönlichkeitsstörung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von verquert, 27

Hallo BadLuckBird,

bist Du zu den gleichen Leuten unterschiedlich oder zu verschiedenen? 

Verhältst Du Dich so, weil Du glaubst Dich so verhalten zu müssen (Anpassung) oder vielleicht auch 'aus der Situation' heraus?

Wie sind Deine Gedanken, Gefühle,... hast Du einen Zugang zu ihnen? - (Auch, wenn Du diese aktuell nicht steuern kannst?)


'Diagnosen' die genannt wurden:

Borderline
hier verhalten sich Menschen meistens so, um nicht abgelehnt zu werden. Es passiert automatisch. Ebenso nach der individuellen "Nervenbelastung".
Ebenso ist es möglich, dass dissoziative Belastungen eine Rolle spielen.

Manische Depressionen
"Extreme" sind hier Maßgeblich. Selbstabwertung bis wieder hin zur Selbstüberschätzung. Allerdings in den Phasen kaum 'zwischenmenschlicher Bezug'. 

Psychose
Die Realität ändert sich auch außerhalb (also 'gefühlsmäßig'). Nichts scheint so, wie es sein sollte - was allerdings kaum wahrgenommen wird, sondern danach einfach nur gelebt wird. Eine Reflektion ist nicht oder nur bedingt möglich.

Asperger-Autismus
Es werden verschiedene 'Rollen' bewusst eingenommen, um 'zu funktionieren'. Das passiert bewusst - zumindest die erste Zeit. Denn mit der Zeit kann man sich innerhalb der verschiedenen Rollen verlieren.




Eine weitere Form (keine Diagnose) von mir:

die Theorie der "Ego-States".

Im Grunde trägt jeder verschiedene 'Persönlichkeitsanteile' in sich. Zum Beispiel wird sich gegenüber einem Kind anders verhalten, als mit dem/der ChefIn, in der Partnerschaft oder in gewissen Freundeskreisen. Das 'passiert' einfach so. Entsprungen sind sie aus verschiedenen Bedürfnissen. Eventuell auch aus Konflikten. Oder auch durch Druck, sich anpassen zu müssen (Belastungssituationen).

Wenn diese am Ende nicht mehr 'sich zugehörig' fühlen, weil kein Verständnis mehr aufgebracht werden wird, so fühlt es sich an, wie "abgespalten" ("Zwei Seelen in meiner Brust..." Goethe's Faust).
Es braucht einen Zugang wieder zu diesen Bedürfnissen, um sie wieder zu 'integrieren'.

Wenn Du schreibst, dass Du große/größere Belastungen hinter Dir hast (Umzüge, keinen festen Freundeskreis,... immer wieder Veränderungen, somit keine Stabilität - Beständigkeit, ...) so wird es wohl wichtig sein, dass Du in Dir ein 'Fundament' bauen kannst. Also Dinge findest, wo Du Orientierung finden kannst, somit auch Stabilität. Dann beruhigen sich vielleicht auch wieder die 'verschiedene, innere Anteile' - weil nun nicht mehr 'gekämpft' werden braucht. Und weil auch 'Bedürfnisse' (wieder) Raum bekommen dürfen..... eine Theorie, die nicht richtig sein braucht.

Kommentar von BadLuckBird ,

wow, vielen dank für diese wirklich ausführliche antwort! diese ego states theorie klingt mir wirklich sehr logisch! ich danke wirklich sehr für dieae antwort!

Kommentar von BadLuckBird ,

ich bin zu unterschiedlichen Leuten verschieden. aber manchmal halt auch zu einer person plötzlich. ich weiß nicht wieso ich mich so verhaltw, ich tue es einfach ohne drüber nach zu denken, also eher so aus der situatin heraus. aber gleichzeitg gibt es momente in den ich mich wirklich einfach "anpassen: will. ich gebe seehr ungenaue antworten ich weiß! ich kanns aber einfach 0 erklären. ich habe im Prinzip zugang zu den gedanken, die meinen handeln in dem moment sogar ein wenig widersprechen. zu all dem kommt noch, dass ich manchmal echt extrem handel wie ich es nicht will. mal ganz einfaches beispiel: familie. wir sitzen am tisch, irgendwie ist ein streit ausgeartet, & ich provozier immer weiter, & sag dinge die ich nicht so meine, weiß dass auch und wills nicht tun aber in den momenten ist die "wut" stärker. wenn ich das so schreibe hört sich das "normal" an, ich kanns auch nicjt so rüber bringen wie es ist, aber normal ist das bei mir echt nicht mehr & ich zerbrech langsam dran. 1. kann ich nicht mehr zuordnen was ich bin und 2. verletz ich dauernd Leute um mich herum.. mit gesagten halt, besonders diese die mir wichtig sind

Kommentar von verquert ,

Hallo BadLuckBird,

vielleicht bist Du nun auch etwas weiter in Deinen Gedankengängen. Dann kannst Du ruhig die folgenden Zeilen hier ignorieren. Natürlich darfst Du diese auch lesen.... ganz, wie Du magst.

der Leidensdruck scheint bei Dir enorm groß zu sein. Ausgelöst wohl durch Stress, eventuell Druck und vergleichbares.

Kannst Du Deinen Körper spüren? Also nicht nur den den "Extremsituationen", sondern auch in "normalen Situationen", bzw. schwankt es? 

Der Selbstwert spielt auch häufig eine große Rolle.

Im Übrigen, was Du schreibst mit den Konflikten..... ja, es ist "normal", dass in "Stresssituationen" (wenn man sich angegriffen fühlt, auf welcher Weise auch immer), dann gibt es (mindestens) 4 Möglichkeiten:
1.) Kampf - Angriff
2.) Flucht
3.) 'Einfrieren'
4.) Ablenkung

Diese Möglichkeiten sind "charakterabhängig". Meist ausgelöst in Form von Stabilität, von den eigenen Ressourcen und "Kopfgedanken". Der direkte Charakter ist hoffentlich nicht komplett zu verändern. Aber es können Nuancen verändert werden.

Beispiel: am Esstisch ist ein Streit ausgeartet. Du provozierst immer weiter (weil Du auf diese Weise Frust vom Tag abbaust? Weil Du meinst, wenn Du "angreifst", dann kann es kein anderer tun? Weil Du innere Aggressionen hast gegenüber der Familienmitglieder? Weil in Dir Erinnerungen / Gedankengänge in Dir hochkommen, die Du nicht ertragen kannst / willst? Um dem Gefühl von "Angst" etwas entgegensetzen zu können - sich nicht so hilflos zu fühlen? Andere Gründe?) - Dies sind häufige Gründe, aber es gibt natürlich auch noch viel mehr. Hier ließe sich daran arbeiten.

Weil es aber gewiss ziemlich komplex werden wird - und "alleinige Versuche" oftmals eher schaden, als hilfreich sind (wenn man keinen eigenen Plan hat, keine Vorstellung). So ist es hilfreich von außen 'geleitet' zu werden. Damit auch Erklärungen und Hintergrundwissen erfahren werden darf. Ebenso in Krisen aufgefangen werden können. Rollenspiele können ebenso hilfreich sein (nach einer guten Stabilisierung). Und so weiter [....]

Daher eventuell über eine Therapie nachdenken. Vielleicht eine Verhaltenstherapie, wo aber auch tiefenpsychologische Elemente genutzt werden können (also *Aufarbeitung*).

Vielleicht magst Du Dir über eine Therapie Gedanken machen (wenn nicht bereits getan). Schreiben was Du davon hältst. Weswegen Du keinen Grund siehst, einen Therapeuten aufzusuchen (hast Du geschrieben).

Lieben Gruß an Dich.

Antwort
von JasminJasminum, 28

Ich bezweifle, dass auch der beste Psychologe aus sechs Zeilen eines ihm vollkommen unbekannten Menschen irgendetwas diagnostizieren kann.
Bei wirklichen Vermutungen/Befürchtungen solltest du mit einem Therapeuten sprechen. :)

Antwort
von Savix, 30

Hallo BadLuckBird,

es gibt vielerlei Arten von Persönlichkeitsstörungen. Das Borderline-Syndrom, Shizophrenie und Asperger sind dabei nur einige Beispiele.

Eine genaue Diagnose ist hier leider nicht möglich, diese kann dir nur ein Psychotherapeut stellen.

VG, Sv

Kommentar von BadLuckBird ,

ja ich weiß, habe mir auch vieles schon angeschaut aber bei fast allen sind 2,3 punkte die dann doch nicht zutreffen. aber dachte ganz normal isses bei mir auch nicht, habs aber trotzdem nicht als anlass sehen wollen zum psychologe oder so zu gehen

Antwort
von Dahika, 25

Lies nicht so einen Nonsense.

Antwort
von Zemer170215, 22

Es gibt viele verschiedene Arten von Persönlichkeitsstörungen , aber ich bezweifel das dir hier jemand wirklich eine korrekte antwort geben kann .  Ich habe mich mit der PersönlichkeitsENTWICKLUNGSstörung auseinander gesetzt & wie der Name schon verrät hat man da Schwierigkeiten mit seiner eigenen Entwicklung . Stehst du seit längerem Zeitraum unter Stress bzw hast du sehr viele Veränderungen in deinem Leben erlebt(z.B. häufiger Wohnwechsel , häufig wechselnder Bekanntenkreis , häufiger Schulwechsel ?) Wenn ja dann hast du Viele Rollen in deinen Leben eingenommen (ungewollt) & hast wohl nun Probleme dich einzuordnen . Hier kann ich dir nur eine Woche Auszeit empfehlen an der du mal Zeit für dich & Entspannung hast was dir ein weni zu Selbstfindung hilft. Fang an zu lesen & stell deine festen Prioritäten & Meinungen fest . Fang an ein Tagebuch zu schreiben & versuch es täglich einen Monat lang zu führen & dann lies es dir einmal durch . Zur not wenns nicht weiter hilf such einen Psychologen auf der dir bei Vorgesprächen mehr verraten kann . Viel Erfolg

Kommentar von BadLuckBird ,

tatsächlich bin ich häufig umgezogen. mein bekanntenkreis ändert sich auch andauernd. aber ist das nicht irgendwie normal? also ein wechselndes umfeld. habe mich (dacht ich) dran gewöhnt. ich werde mir die tipps trotzdem mal auf jeden Fall zu Herzen nehmen:) vielen dank, dass ist wirklich eine hilfreiche und ausführliche Antwort

Antwort
von leucos91, 30

Google mal nach einer Bipolaren-PS oder nach einer manischen Depression. Gute Besserung. 

Kommentar von BadLuckBird ,

damn.. danke. irgendwie unheimlich habe mal ein paar sätze dazu gelesem und scheint irgendwie zututreffen.. ich informier mich mal noch ein wenig. danke jedenfalls:)

Kommentar von leucos91 ,

Bitte, gern geschehen :)

Antwort
von angelsfall, 21

Ich habe selber ne Borderline Persönlichkeitsstörung

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