Nach welchen Schema werden die berechnet? Meine tochter hat eine Leseanalyse geschrieben es gab 10 p., sie hat 8,5 p. und hat eine 3+.-ist das ok?

ich meine mich zu erinnern, daß 50% ne vier sind, aber völlig ohne Gewähr...
"Die Leistungsbewertung soll über den Stand des Lernprozesses der Schülerin oder des Schülers Auskunft geben; sie soll auch Grundlage für die weitere Förderung der Schülerin oder des Schülers sein. Die Leistungen werden durch Noten bewertet..." So § 48 SchulG NRW, Abs. 1. Im zweiten Absatz wird gesagt, dass sie sich "auf die im Unterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten" beziehen muss. Im Absatz 3 werden die Notenstufen eins bis sechs den "Anforderungen" zugeordnet. Eine Lehrperson stellt also für den Lernstoff nach Lehrplan Anforderungen zusammen, deren Überprüfung in einer Klassenarbeit erfolgt. Anforderungen können eine unterschiedliche Wertigkeit haben. Bloßes "Wiederholen" des Gelernten ist mit Sicherheit geringer einzustufen als ein "transfer", also ein Übertragen des Gelernten auf eine andere "Ebene". Daher ist eine "allgemeine" Punkteskala nicht möglich, da die Punkte zunächst einmal den "Anforderungen" zugeordnet sind und unterschiedliche Gewichtungen vorgenommen werden können. Bei einer Klassenarbeit soll die durchschnittliche Leistungsfähigkeit der Lerngruppe berücksichtigt werden; es sollen also die Anforderungen weder zu hoch noch zu tief angesetzt werden. Dabei darf der Unterrichtende nicht bei einer Klassenarbeit sich auf das Mindestmaß an Anforderungen beschränken, um die Vergleichbarkeit der Leistungen zu gewährleisten. Daher kann die Fachkonferenz des entsprechenden Faches Grundsätze hierzu festlegen. Zum konkreten Fall: Es gibt kein allgemein verbindliches "Schema", die "Zahlenspielereien" sind keine Leistungsbewertung. Allerdings muss eine Lehrperson, wenn sie denn eine Arbeit mit Punkten bewertet, zumindest die Zuordnung von Punkten und Notenstufen für die konkrete Arbeit den Schül. offenlegen, um die Transparenz der Notengebung zu gewährleisten. Die Frage kann also nicht hier im Forum, sondern nur von der Lehrperson selbst beantwortet werden. Eine Überprüfung, ob die Punkteskala "richtig" oder "falsch" ist, steht nur der Schulleitung in Zusammenarbeit mit der Lehrkraft und Fachkollegen zu, vor der sich die Lehrperson im Zweifelsfalle zu rechtfertigen hat. Bei Erreichen der Hälfte der möglichen Punkte kann die Note "ausreichend" durchaus sinnvoll sein, m u s s es aber nicht. Die zu erreichenden L e r n i n h a l t e und deren Gewichtung und Bewertung sind Grundlage der Notengebung. Ich hoffe, dass ich mich klar und verständlich ausgedrückt habe und diese Antwort nicht wieder als "Vortrag" angesehen wird.

Bis zu einer bestimmten Klasse gilt: Wenn man 50% erfüllt hat, ist es gerade noch so eine 4-. Und dann muß man halt die Notensprünge so hinbiegen, daß es paßt, wobei man bei den besseren Notenstufen kleinere Sprünge macht. Kommt also gut hin, wenn man es z. B. so macht:
10 Punkte = Note 1
9,9 bis 9,8 Punkte = Note 1-
9,7 bis 9,5 Punkte = Note 2+
9,4 bis 9,2 Punkte = Note 2
9,1 bis 8,8 Punkte = Note 2-
8,7 bis 8,2 Punkte = Note 3+
8,1 bis 7,6 Punkte = Note 3
7,5 bis 7,0 Punkte = Note 3-
6,9 bis 6,3 Punkte = Note 4+
6,2 bis 5,5 Punkte = Note 4
5,4 bis 5,0 Punkte = Note 4-
4,9 bis 4,3 Punkte = Note 5+
4,2 bis 3,6 Punkte = Note 5
3,5 bis 3,0 Punkte = Note 5-
2,9 bis 2,4 Punkte = Note 6+
2,3 bis 0 Punkte = Note 6
Das mal als Beispiel, wenn du genau wissen willst, welchen Notenschlüssel der Lehrer angewendet hat, solltest du ihn am besten einfach danach fragen. Aber eine 3+ ist für mich jedenfalls nachvollziehbar.
WhiteAngelmzg am 28. Februar 2008 10:17 wo haste denn die aufstellung da her? die ist ja völlig falsch! und was heißt welcher Notenschlüssel der Lehrer anwendet??? Es gibt nur einen. Alles andere wäre ja willkür... Das würde ja heißen, dass wenn er merkt, die arbeit fällt zu schlecht aus, dann holt er einfach einen weniger strengen Schlüssel... dann kann er ja gleich die Noten würfeln
DerTroll am 28. Februar 2008 10:24 Dafür bin ich lang genug zur Schule gegangen. Das ist nicht Willkür, sondern Ermessen des Lehrers, was er erwartet und wieviele Punkte er wie benotet, wobei festgelegt ist, daß 50% gerade noch eine 4- ist. Den Rest habe ich eben so als Beispiel zusammengeschrieben.
WhiteAngelmzg am 28. Februar 2008 10:41 achso, beispiel von dir...
der Notenschlüssel steht fest. womit Lehrer rumspielen können ist mit den Punkten.
DerTroll am 28. Februar 2008 10:46 vielleicht in deinem Bundesland
WhiteAngelmzg am 28. Februar 2008 13:41 klar, weil das nur in meinem Bundesland so ist, lassen sich die Abi-Noten zwecks Studienplatzvergabe auch so gut vergleichen...

Im Punktesystem stehen 15, 14, 13 Punkte für die Note Eins, 12, 11, 10 Punkte für die Note Zwei, 9, 8, 7 für die Note Drei, 6, 5, 4 für die Note Vier und 3, 2, 1 Punkte für die Note Fünf. Null Punkte entsprechen der Sechs. Vier Punkte sind nicht mehr ausreichend, um versetzt zu werden.
Bei der Bewertung einer Arbeit geht man davon aus, dass alles, was unter 50% der geforderten Leistung liegt nicht mehr ausreichend ist.
WhiteAngelmzg am 28. Februar 2008 10:05 und wo ist nun der bezug zur frage ?!
Luise am 29. Februar 2008 14:04 Diese Antwort gilt wohl für die Kollegstufe, mit max. möglich 15 Punkten. Aber nicht für diese Frage für eine normale Klassenarbeit für die Anzahl der möglichen Punkte.
Welche Klasse geht deine Tochter? In den letzten Abijahren (Kl. 11 und 12) gilt der Schlüssel wie von Minister genannt-In jüngeren Jahren gilt ein Prozentwert z.B. bis 98 % ne 1. Das kann aber die Schulleitung in gewissen Grenzen festlegen. So ist es jedenfalls bei uns.

Wenn es 10 Punkte gab, dann sind 8,5 folglich 85%. Zwischen 75 und 90 % gibt es eine Zwei. Also in deinem Fall entspricht das einer noch ganz knappen 2+.
Ich hätte nun gedacht man würde mit 85% eine 2 bekommen. Ist aber eine harte Notengebung.
Weiß es auch nicht so genau, aber tippe mal das es ab 9 punkten ne zwei gewesen wäre. Einfach mal den Lehrer fragen!
Deine als "running gag" festzustellende Antwort bei vielen Fragen zur Schule hilft wenig, ist aber durchaus verständlich und nachvollziehbar.
Da gebe ich dir recht. Eigentlich will ich nur meinen Unmut über diese Art Fragen zum Ausdruck bringen. Was Eltern heutzutage für Tänze veranstalten mit den Kindern ist mir unbegreiflich. Hat ein Kind ein schlechte Note, gehen sie sofort in die Schule und beschweren sich beim Lehrer. Haben Kinder ein Problem untereinander gehen Sie gegen die andern Eltern vor usw usw. Es ist ganz einfach furchtbar. Wir waren früher auch auf der Schule, wir hatten auch mal ein Problem mit den Noten und mit anderen Kindern uns sonstiges. Aus uns ist aber trotzdem etwas geworden, obwohl nicht alle Steine aus dem Weg geräumt wurden. Jetzt hast du mich so provoziert, dass ich meine Meinung gesagt habe. Hier ein guter Link dazu. http://www.nikola-hahn.com/niemandschuld.htm
Ich wollte Dich nicht provozieren. Danke für die Antwort und den link.