Frage von katrin9890, 57

Wer kennt sich mit dem Erbrecht aus?

Vor 1,5 Jahren ist meine Oma verstorben hat ein notariell beglaubigtes Testament hinterlassen, in dem meine Mutter ( Schwiegertochter) als 1. Erbe und ich als Enkel (Tochter, meines verstorbenen Vaters) an 2.Stelle eingetragen wurde. Bis jetzt habe ich auf meinen Anspruch verzichtet,aber unsere Familie ist mittlerweile komplett verstritten ist, möchte jetzt meinen Erbteil beanspruchen,da die 3 Jahre noch nicht abgelaufen sind.

Mein Opa , mein Vater,sowie sein Bruder (kinderlos) sind alle bereits vor meiner Oma gestorben. Desweiteren habe ich noch 3 Brüder väterlicherseits ,von denen einer bereits sein Erbteil eingefordert hat. Kann mir jemand einen Rat geben?

Antwort
von wfwbinder, 17

Die gesetzlichen Erben wären Du und Deine Brüder gewesen..

Mit der Einsetzung Deiner/Eurer Mutter als Alleinerbin, seid Ihr 4 Auf Pflichtteil gesetzt. 

Ein Bruder hat davon gebrauch gemacht. Du kannst es auch tun.

§§ 1924 und 2303 BGB

Antwort
von Liesche, 16

Ich würde Dir empfehlen, erst einmal einen Erbschein beim Gericht zu beantragen, um Klarheit zu bekommen wie das Erbe aufgeteilt sein sollte. Ohne Testament würdest Du sowie Deine Brüder, da Euer Vater, Sohn der Oma, bereits verstorben, an Stelle des Vaters treten.

Antwort
von almutweber, 9

Wenn du bei Gericht den Erbschein beantragst, dann kostet das Geld. Je nach Höhe des Vermögens kann dieser Erbschein auch richtig teuer werden.

Hast du das Testament denn vorliegen oder weißt du nur, wie es aussieht?

Wenn du es hast und deine Mutter ist Alleinerbin, dann ist es richtig, dass die Enkel als Erben 1. Ordnung Pflichtteilserben sind. Wie ich das sehe, seid ihr Enkel zu Viert? Dann erbt ihr alle gleich viel.

Da die Mutter Haupterbin ist, müssen die Enkel ihren Pflichtteilsanspruch gegen sie geltend machen und können von ihr eine komplette detaillierte Aufstellung des Nachlasses verlangen. Dann muss sie angefangen, alles genau mit dem Wert vom Todestag der Oma aufzulisten, angefangen von den Konten bis hin zur letzten Unterhose der Oma.

Die Enkel dürfen ihre Barauszahlung aus diesem Nachlass beanspruchen. Mit anderen Worten: Die Mutter muss sogar den Wert der besagten Unterhosen bestimmen und die Enkel in bar auszahlen. Das kann zu noch mehr bösem Blut führen, daher kann ich euch empfehlen, vielleicht mit einem Schiedsmann zusammen diese Erbprobleme zu lösen. Das ist erheblich billiger als vor dem Gericht. Ich habe so einen Streit hinter mir, der zwölf lange zermürbende Jahre gedauert hat. Die Gier der Menschen ist unfassbar.

Antwort
von Kleckerfrau, 33

Wende dich an einen Anwalt der sich mit Erbrecht auskennt.

Kommentar von almutweber ,

Es ist doch wohl legitim, hier einmal zu sondieren, wer sich auskennt, bevor man einen Anwalt beauftragt, der sehr viel Geld kostet!

Kommentar von Kleckerfrau ,

Bei solchen Sachen würde ich nie Laien im Internet fragen.

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