Frage von jelena4285, 47

Wer kennt sich aus,wie wiese ich meine jüdische Herkunft aus?

Antwort
von SoerenRB, 25

Liebe jelena4285,

die Antwort auf die Frage hängt davon ab, worauf die Frage zielte. Geht es darum, einen Nachweis für eine Synagogengemeinde zu erbringen oder ist das mehr persönliches Interesse, ohne dass du dich jetzt konkret dem Judentum zugehörig fühlst?

Im ersteren Fall müsstest du eine ungebrochene Stammlinie von weiblicher Seite nachweisen können, um als Jüdin anerkannt zu werden. Das heißt, wenn du über deine Mutter, deren Mutter, deren Mutter usw. zurückgehst und da jemand auftaucht, der 100%ig jüdisch war, dann bist du Jüdin und dann gibt es darüber auch kein Vertun, da die Religionszugehörigkeit nach jüdischem Verständnis durch die Mutter weitergegeben wird.

Wenn du das trotz Ahnenforschung nicht kannst oder zwischendrin ein Mann auftauchen sollte und somit die weibliche Erblinie unterbrochen ist, müsstest du dich an einen Rabbiner wenden, der mit dir das weitere Verfahren für einen Gijur, also eine offizielle Konversion, bespricht. Im Regelfall wirst du dann einen Kurs machen bzw. dich selbstständig mit jüdischer Geschichte, Kultur, Geboten und Ritualen auseinandersetzen müssen und am Ende entscheidet ein Rabbinergericht, der Beit Din, ob du in die jüdische Gemeinschaft aufgenommen wirst. So soll verhindert werden, dass Menschen aus einer Laune heraus zum Judentum übertreten.

Antwort
von Accountowner08, 7

- Eine Vorfahrin in rein mütterlicher Linie ist im Matrikelamt einer jüdischen Gemeinde verzeichnet, auf einem jüdischen Friedhof begraben, oder du hast von ihr eine Ketuba (jüd. Ehevertrag).

- Du weist nach, dass du von dieser Vorfahrin in mütterlicher Linie abstammst.

- Der Eintrag "jüdisch" in einem russischen oder sovjetischen Pass wird nicht unbedingt anerkannt, da dieser tw. auch nach väterlicher Linie vergeben wurde und somit nicht mit den Kriterien des jüdischen Religionsgesetzes übereinstimmt. Das gleiche gilt für die Mitgliedschaft bei einer liberalen oder Konservativen jüdischen Gemeinde.

- Meistens wird von den Gemeinden trotzdem noch ein Uebertritt (Giur) "zur Sicherheit" ("lechumra") gefordert.

Antwort
von brummitga, 36

z.B. mittels Stammbaum.

Kommentar von jelena4285 ,

Wie komme ich dazu?

Antwort
von ThomasJNewton, 19

Kannst du auch normal fragen, oder auf deutsch?

In einem Land, wo "man" genau dem Gegenteil sein Leben verdankt, ist das auch eine Frage des Respekts.

Ist meine Meinung als Urdeutscher, soweit ich weiß.

Antwort
von BertRollmops, 18

Wozu soll das gut sein? Ein Ausweis, den Deine Eltern unterschreiben vielleicht? Da steht drinne "wir sind Juden und unsere Tochter auch". Na toll. Wer will das denn wissen?

Kommentar von jelena4285 ,

Naja..meine Tante hat es ja rausgefunden (nach dem 2Weltkrieg wollte man nicht unbedingt jüdisch sein:))) und ich möchte einfach Bescheid wissen. Tante lebt nicht mehr,leider. 

Kommentar von BertRollmops ,

Tut mir leid.. da hilft nur Ahnenforschung. Habt Ihr noch Unterlagen aus der Zeit? Irgend etwas über eine Eheschließung vielleicht? Eine Enteignung wegen Religionszugehörigkeit? Oder Gegenstände, die auf eine religiöse Praxis hindeuten?

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