Mein Sohn ist 13 und hat massive Probleme mit Respektpersonen, deren anweisungen er schlicht ignoriert. Seine Verhaltensnote ist superschlecht, obwohl er ein recht schlaues Kerlchen ist - das haben wir testen lassen. Mein Mann und ich wissen nicht weiter, nachdem er mit Agressionen gegen Schüler und Lehrer reagiert und wir eigentlich keine Ahnung haben, wo eigentlich das Problem liegt. Er leidet an einer Wahrnehmungsstörung und soll in kleinen Klassen lernen. Das haben wir ihm ermöglicht, aber auch hier das Autoritätsproblem. Was können wir tun, um ihm zu helfen???

Ist er hochintelligent und unterfordert?
Ich würde einen Kinder-/Jugendlichenpsychologen zu Rate ziehen.
Und - das ist nicht böse oder als Vorwurf gemeint - bereitet euch darauf vor, dass euer Verhalten auch was damit zu tun haben kann. Eltern werden ist ja nichts, was man erlernen kann. Eltern machen auch Fehler. Gerade deswegen ist externe Hilfe wichtig.

Wenn er eine Wahrnehmungsstörung hat, ist er entweder unter- oder überfordert. Da kann es sogar sein, dass bei ihm Einzelunterricht mit zusätzlichem Sport sinnvoll wäre. Wenn er jetzt erst die Klasse gewechselt hat, wird er erst mal eine Weile brauchen, um es auch wirklich umzusetzen.
Davon abgesehen ist eine Ablehnung von Autoritätspersonen in dem Alter gar nicht so ungewöhnlich. Auch nicht die damit verbundene Agressivität. Er kommt ja jetzt auch in die Pubertät. Da hat er zu seinem Problem auch noch Hormone, mit denen er klar kommen muss.
Evtl. solltet ihr nochmal mit dem Schulpsychologen und der Schule reden. Vielen dieser Kinder hilft sport dabei sehr gut weiter. Da werden anweisungen nicht mehr als solches gesehen. Und irgendwann übernehmen sie das "auf einen hören" auch in andere Bereiche mit.

Er wurde getestet sagst Du. Ist er Intelligenter als der Durchschnitt? Dann ist er evtl. Unterfordert und benötigt eine spezielle Schule die in kleinen Klassen auf diese Problematik eingeht. Infos bekommst Du beim Kinderarzt oder beim Jugendamt.
Alles Gute
Vielen Dank schon mal für Eure Beiträge.Gut zu wissen, dass andere Eltern sich mit ähnlichen Problemen herumschlagen müssen...
Taraa am 6. März 2008 16:31 Wenn er eine LRS hat, gibt es Institute die Deinen Sohn nochmal unabhängig testen werden und dann eine Maßgeschneiderte Therapie anbieten die allerdings Kostenpflichtig ist! Die Kosten übernehmen aber meistens die Jugendämter oder die Krankenkasse.....forsch doch mal nach.
Alles Gute
Bei deinem Sohn können mehrere Probleme zusammentreffen.
Er ist am Anfang oder mitten in der Pubertät. Das allein macht ihm das Leben schon nicht leichter.
Wahrnehmungsstörungen können vom KISS-Syndrom stammen, dann verbraucht man oft seine gesamte Energie darauf, einigermaßen durchs Leben zu kommen und jede Störung (Lärm, Fragen... ) ist zuviel und wird mit aggressivem Verhalten bedacht.
Oder er ist hochsensibel, da überlasten zu viele Außeneinflüsse das "System" und erzeugen aggressive Reaktionen.
Oder er ist hochintelligent und dann im normalen Schulalltag unterfordert.
Oder er hat ADS.
Das alles kann in psychologischen Untersuchungen geklärt werden.
Wenn du es möchtest, kannst du von mir zu den verschiedenen Themen Links bekommen ;-)
hier der erste: http://www.familienhandbuch.de/cmain/fAktuelles/aHaeufigeProbleme/s776.html
Bei meinem Sohn kommen in der Tat mehrere Dinge auf einmal zusammen: er ist Linkshänder,leidet unter einer Winkelfehlsichtigkeit und einer Wahrnehmungsstörung. Daraus resultieren zum Beispiel Lese- und Rechtschreibprobleme, die ihm zusätzlich zu schaffen machen. Und natürlich die schlechten Zensuren und Agressivität...Es sind so viele Dinge, die mich bedrücken, weil ich gar nicht mehr weiß, wo ich eigentlich anfangen kann, ihm zu helfen...Aber ihr habt mir schon ein paar gute Ansätze gegeben.

Du hast viele gute Ratschläge bekommen. Ich habe begleitend schwierige Jugendliche betreut, u.a. meine schwerst seelisch geschädigte Pflegetochter. Das kann 1000 und eine Ursache haben. Aber einen Rat, der immer wieder Wunder gewirkt hat, wenn er befolgt wurde, möchte ich noch aussprechen. Lobe Deinen Sohn für alles was er gut macht und das ist doch sicher eine Menge. Nicht schönreden und auch nicht lügen, aber lobe ihn für so vieles und sag ihm, wie schön es ist, dass er Euer Sohn ist auch wenn Ihr im Moment eine etwas schwierige Zeit habt. Sag ihm, dass Du glücklich bist, dass er Dein Sohn ist...........Wie singt Rabbi Schlomo Carlebach das so wunderschön: Wir müssen unseren Kindern nicht sagen, was recht und was falsch ist, das wissen sie ohnehin, aber umarmen, das müssen wir sie und sie einfach lieben, lieben und nochmals lieben.............Ich wünsche Euch alles Liebe und koch ihm doch sein Lieblingsessen.......
Hallo,
Schulalltag kann ja schnell zum problem werden. Ich kann Ihnen nur empfehlen, keinen zu großen Druck auf Ihren Sohn auszuüben und ihm unaufdringlich Hilfe anbieten. Ich empfehle Ihnen meinpsychiater.de als erste Schritt zur Hilfe, dort kann man Ihnen erste Ratschläge zu weiterem Vorgehen geben.
gruß, Robert