Frage von Obelixdd, 40

Wer kennt sich aus mit Arztbesuchen bei arbeitsbedingtem Auslandsaufenthalt?

Ich bin als Berufskraftfahrer grenzüberschreitend tätig. Während eines Arbeitsaufenthaltes auf einem Kreuzfahrtschiff im Trockendock von Cádiz erlitt ich eine akute Gallenkolik und eine Gastritis. Unter Schmerzen und Übelkeit suchte ich das Hospital des Schiffes auf. Dieses wird als Privatklinik geführt. Von meiner Krankenversicherung erhielt ich die gesetzlich vorgeschriebene Kostenerstattung. Meine Frage: Wer kommt für den Differenzbetrag (hier ca. 600 €) auf? Nach meiner Rechtsauffassung müßte diese der Arbeitgeber übernehmen, weil - ich in seinem Auftrag unterwegs war - für Unternehmen mit Auslandsbeschäftigten eine entsprechende Versicherung angeboten wird, die meine Firma aus Kostengründen nicht abgeschlossen hat - es unzumutbar ist, bei akuten Erkrankungen bzw. uneindeutigen Symptomen (in meinem Fall mußte z.B. ein Herzinfarkt erst durch EKG ausgeschlossen werden) erst nach dem "kassentechnisch" richtigen Arzt zu suchen. Zudem: Was passiert eigentlich, wenn man bei einem Unfall schwer verletzt wird oder tatsächlich einen Infarkt erleidet? Soll der Arbeitnehmer dann entsprechend auf einer Differenzsumme im sechsstelligen Bereich sitzen bleiben, obwohl der Arbeitgeber eine entsprechende Versicherung abschließen kann?

Antwort
von Barmenia, Business Partner, 19

Hallo,

erst einmal gut, dass es dich nicht noch schlimmer erwischt hat!

Von deinem Arbeitgeber ist das tatsächlich recht verantwortungslos. Wenn er dich häufiger ins Ausland schickt, sollte er auch dafür Sorgen, dass du im Krankheitsfall ausreichend abgesichert bist! Sprich doch noch einmal mit deinem Unternehmen, ob sie sich wenigstens an den Restkosten beteiligt. 600 EUR ist ja eine Menge Geld.

Bist du eventuell Mitglied im ADAC oder im Besitz einer Kreditkarte? Oft sind nämlich darüber Auslandsreisekosten abgesichert, dann kannst du die Rechnungen dort einreichen. Ansonsten solltest du dich in jedem Fall selbst für zukünftige Reisen, egal ob beruflich oder privat, absichern. Das ist zu sehr günstigen Beiträgen möglich, schau doch mal hier: 

http://www.barmenia.de/de/produkte/krankenversicherung/reiseversicherung-1/ueber...  

alles Gute und viele Grüße

Bettina vom Barmenia-Team

Antwort
von skychecker, 14

Für den Differenzbetrag bist du selbst verantwortlich.

Das ist nichts anderes als würdest du in Urlaub fahren.

Und eine entsprechende Versicherung ist nicht wirklich teuer. Dieses könnte sicher dein Arbeitgeber für dich abschließen. Wenn er das nicht tut, solltest du das wohl selber tun.

Kommentar von Nightstick ,

Das sehe ich ähnlich.

Dem Fragesteller nützt es im konkreten Fall zwar wenig, und ich möchte ihn nicht belehren, aber so etwas klärt man (vor dem Ereignisfall) bei Aufnahme solch einer Tätigkeit mit dem Arbeitgeber!

Hätte er das getan, und der Arbeitgeber hätte sich zu diesem Zeitpunkt geweigert, eine derartige Versicherung abzuschließen, hätte der AN die Möglichkeit weiter Maßnahmen gehabt.

Fazit: Teures Lehrgeld!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten