Wer kennt sich wirklich und ist in der Lage jede Reaktion seiner selbst zu verstehen.Kennt jemand seine Antwort? Was denkt ihr warum das möglicherweise nur wenige interessiert den Dingen auf den Grund zu gehen?

Ich weiß nicht wie es den anderen geht, aber ich kenne meine Lebensaufgabe: Soviel Verwirrung zu stiften wie nur möglich! Das praktiziere ich seit meiner Geburt sehr erfolgreich.

Ich versuche es.
Warum es so schwer ist? - Weil die Begegnung mit einem selbst viele Wahrheiten offenbart, das hätt man erst nach einer Zeit der Übung und Gewöhnung aus.
Die Lebensaufgabe? - Zu wachsen, sich zu entwickeln, und anderen zu helfen, ein höheres Niveau zu erreichen, so geht es mir zurzeit ... und es ist eine sehr sehr schöne Zeit.
Lasher am 11. November 2007 23:17 Und viel Spaß und Glück weiter dabei DH :-)

Ich habe zu diesem Zweck Philosophie studiert, aber für den Lebenszweck - das weiß ich jetzt ganz genau - gibt es keine Antwort, die man einfach geben kann. Jeder muss es für sich herausfinden und das im Leben tun, was ihn wirklich glücklich macht.
Lies mal bei den alten antiken Größen nach: Epikur, Epiktet oder Seneca geben wertvolle Hinweise, wie man es richtig machen kann im Leben - aber die Alternativen in der Philosophie sind da ebenso groß wie sie es in der Religion meist nicht sind...! Carpe diem!

Zu erkennen, daß man eine Aufgabe hat, ist eine philosophische Frage; zu erkennen, warum man diese hat, die psychologische. Die erste Frage kann ich beantworten, zur zweiten: ich werde wohl mein ganzes Leben damit verbringen, um die Antwort zu finden. Oder eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie. Dazu fehlt mir das Geld.
Wer so schlau ist, löst das Orakel von Delphi auf, enträtselt das Lächeln der Mona Lisa und liefert Hamlet nützliche Lebenshilfe: To be or not to be. Die Suche nach dem Selbst und der Aufgabe im Leben ist lebenslängliches Üben. Keine Antwort, aber eine Meditation des Themas bietet Hermann Hesse: Stufen.
Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe,
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in and're, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen,
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten!
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen!
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
ruthchen am 12. November 2007 00:09 niederknie
Mich entdecke ich immer wieder neu, die Lebensaufgabe krieg ich Sekunde um Sekunde vorgesetzt. Und wenn ich mal in der Nanosekunde ein Ziel anpeile, dann werd ich vielleicht morgen oder in Jahren wissen, ob ich es erreicht.

Seitdem ich Kinder habe sind die meine Lebensaufgabe. Der Sinn meines Leben besteht in erster Linie darin mich erfolgreich Fortzupflanzen... Erledigt :) Den Sinn dem ich meinem Leben selber gebe, ist möglichst viel zu lernen, weiterzugebn und zu erleben, am meisten Angst hatte ich immer davor im alter allein in meinem Sessel zu sitzen und nix erlebt zu haben, deswegen arbeite ich grad daran, das das nie eintrifft... Klappt auch ganz gut... meinebeste Freundin sacht, sie ist mit mir befreundet, damit ihr Leben nicht so langweilig ist (bei ihr geht IMMER alles glatt...grusel)
ich behaupte dass niemand sich selbst zu 100% kennt, dafür kommen wir in viel zu viele situationen NICHT...
aber wenn das jeder machen würde ...
Tolle Lebensaufgabe!