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Wer kennt Politiker deren Kinder oder Enkelkinder die Hauptschule besuchen,oder besucht haben ?

gefragt von manni1937manni1937 am 03.11.2007 um 12:36 Uhr

Die Politiker ,und hier besonders die CDU- Politiker betonen trotz PISA und OECD Studien immer wieder , daß unser dreigliedriges Schulsystem noch Zukunft hat.Sie sprechen sich vehement gegen bessere Lösungen aus wie z.B.die schöne Barbara Sommer,die für die Schulpolitik in NRW verantwortlich ist.Aber welcher Politiker schickt seine Kinder oder auch Enkelkinder zu einer Hauptschule ?

Man könnte die Frage auch auf Führungskräfte der Deutschen Wirtschaft ausweiten.


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MathiasMuench
beantwortet von MathiasMuench am 3. November 2007 13:15
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Ich kann mir unter keinen Umständen vorstellen, dass ein Politiker seine Kinder oder Enkel auf die Hauptschule schickt. Konservative Schulpolitik erliegt dem Irrglauben, dass man die Elite vom gemeinen Pöbel trennen muss. Eher schickt ein Politiker seine Kinder auf eine Privatschule als in die soziale Einbahnstaße. Auch wenn er aus ideologischen Gründen die frühkindliche Selektion nach sozialer Herkunft verteidigt, spürt auch ein konservativer Politiker, dass sein Kind ausgerechnet auf der niedrigsten Bildungsstufe nichts zu suchen hat.

Kommentar von 399bad907493326c9d20ad5991e9194fsmallmanni1937 am 3. November 2007 14:29

Bravo ! so ist es DH


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Lola60
beantwortet von Lola60 am 3. November 2007 13:03
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Je differenzierter ein Schulsystem ist, umso besser kann auf die einzelnen Schüler eingegangen werden. Wenn ein Schüler "nur" das Zeug für die Hauptschule besitzt, dann bringt es doch nichts ihn woanders hinzuschicken wo er nicht mit dem Lehrstoff mitkommt. Nicht jeder Mensch hat nun mal die Fähigkeit, z.B.höhere Mathematik oder eine 2. Fremdsprache zu verstehen bzw. zu lernen. Für solche Schüler ist die Hauptschule genau der richtige Platz.

Ich weiß zwar nicht welche Politiker-Kinder zur Hauptschule gehen, aber es gibt einige Politiker die selbst diese Schulform besucht haben.

Ich selber bin auch zur Hauptschule gegangen um dann nach der Lehre mein Fachabitur machen und mit einem Studium zu beginnen.

Also...sooo schlecht kann diese Schulform ja wohl nicht sein.

Kommentar von 399bad907493326c9d20ad5991e9194fsmallmanni1937 am 3. November 2007 14:21

Warum gibt es aber Menschen die eine 2.Fremdsprache oder höhere Mathematik nicht verstehen ? Kann es vielleicht daran liegen , daß gerade diese wieder aus bildungsarmen Schichten kommen ? Oder haben z.B.Ärzte und andere Akademiker ganz besondere Gene die sie ihren Kindern vererben damit sie nicht die Hauptschule besuchen müssen ?

Kommentar von C8f79fed6c42a105e91e3bceecf7cdb0smallLola60 am 3. November 2007 15:00

ich heiße nicht Mendel und kenne mich auch nicht sonderlich gut mit seiner Vererbungslehre aus, aber es gibt nun mal intelligente und weniger intelligente Kinder bzw. Mwnschen. Das Kinder aus der Oberschicht eher das Gymnasium besuchen und dann studieren liegt daran, das die Eltern das nötige Kleingeld haben und das sie natürlich wollen das ihre Kinder ähnliche Positionen im Beruf besetzen wie sie selbst.

Kommentar von 399bad907493326c9d20ad5991e9194fsmallmanni1937 am 3. November 2007 16:01

weniger Intelligenz und mehr "Kleingeld" führt also auch zum Abitur.

Kommentar von 399bad907493326c9d20ad5991e9194fsmallmanni1937 am 3. November 2007 16:03

man könnte auch sagen "mangelnde Chancengleichheit"

Kommentar von C8f79fed6c42a105e91e3bceecf7cdb0smallLola60 am 3. November 2007 17:20

so ist es leider....

Kommentar von 0dcb9f33d9edd2433ee47ac297839ee2smallBiggi2000 am 3. November 2007 18:26

Aber Lola , von Deiner ersten Aussage bist Du aber ganz schön abgerückt.

Kommentar von C8f79fed6c42a105e91e3bceecf7cdb0smallLola60 am 3. November 2007 18:32

@Biggi: Mein Kommentar bezog sich auf die Chancengleichheit. Die ist nun Mal nicht gegeben, ob Hauptschule oder nicht


butz1510
beantwortet von butz1510 am 3. November 2007 13:48
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Ich stimme MathiasMünch zu 99,9% zu. Nur "soziale Einbahnstraße" stimmt nicht mehr so ganz, weil man ja auch nach der Hauptschule (theoretisch) noch weiterführende Schulen besuchen kann. Aber Tatsache ist leider, dass es die wenigsten schaffen. Ich arbeite seit Jahren im Elternbeirat und Förderverein einer Grund- und und Hauptschule mit und wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Eltern der Hauptschüler spätestens ab Klasse 7 geistig abschalten, weil die Kinder halt "Loser" sind und nichts besseres hinkriegen. Ab da fehlt die elterliche Unterstützung fast komplett. Traurig aber wahr. Wenn alle miteinander auf einer Art Gesamtschule wären, würden die "Loser" halt nicht gleich so auffallen und könnten bis Klasse 9 im Klassenverband bleiben. So sind sie halt direkt abgestempelt.

Kommentar von Simple_avatar4smallMathiasMuench am 3. November 2007 15:34

"Einbahnstraße" war natürlich etwas zugespitzt. Es gibt immer Kinder, die trotz des Systems fehlender Förderung genug eigenen Antrieb entwickeln und aus sich etwas machen.


koira1975
beantwortet von koira1975 am 3. November 2007 12:42
1x
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Wo besteht Deiner Meinung nach ein Zusammenhang? Ich war auch nicht auf einer Hauptschule und meine Eltern auch nicht, trotzdem bin ich für dieses System. Man kann doch auch so darüber informiert sein...

Kommentar von 399bad907493326c9d20ad5991e9194fsmallmanni1937 am 3. November 2007 12:48

Leute die wissen wo der Hammer hängt werden ihre Kinder niemals in diese Einbahnstrasse schicken und ihnen damit ihre Zukunft verbauen.Vielleicht gilt aber auch der Spruch noch den man früher bei den Zwergschulen oder auch Dorfschulen( alle Jahrgänge in einer Klasse)angewendet hat und der lautete "Deppen lassen sich leichter regieren"

Kommentar von A771c1885496c251388a1b89bbe694edsmallkoira1975 am 3. November 2007 13:08

Stimmt! Das ist bestimmt wieder eine Verschwörung!;-) Der Wunsch das Konzept Hauptschule zu erhalten, beeinhaltet ja nicht die Auflage, dass jetzt alle zur Hauptschule gehen sollen! Sicherlich muss dort viel verbessert werden, wobei sicherlich nicht an allen. Wir haben hier eine, die schon viele Preise gewonnen hat und wo die Schüler sehr gefördert werden. Aber nun den Namen zu ändern, ändert ja nichts am Intellekt der Kinder.

Kommentar von 0dcb9f33d9edd2433ee47ac297839ee2smallBiggi2000 am 3. November 2007 18:21

Es liegt in den meisten Fällen sicherlich nicht am Intellekt der Kinder.Denke nur einmal an Migrantenfamilien.Aber es ist schon so wie Mathias Münch schreibt , bzw. manni1937 kommentiert.

Kommentar von A771c1885496c251388a1b89bbe694edsmallkoira1975 am 3. November 2007 18:44

Viele Migrantenkinder haben mit mir Abi gemacht und ich schrieb ja, dass sich an der Förderung der Kinder einiges ändern muss, aber da hilft es ja nicht, der Schulform einen anderen Namen zu geben.

Kommentar von 399bad907493326c9d20ad5991e9194fsmallmanni1937 am 17. November 2007 12:18

Ausnahmen haben immer die Regel bestätigt.


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