vor einigen Tagen hatte ich Besuch von einem Gebrauchtmaschinenhändler. Er wollte Maschinen und einige andere Edelstahlschrott-Teile für den Export nach Russland und Nahost kaufen und einige 10tsd € zahlen. Außerdem brauchte er angeblich einen älteren PKW für die Vereinfachung der Zollabwicklung. Der Deal war fast perfekt, die Zahlung sollte mit der Abholung am nächsten Tag in bar erfolgen. Da er mir auch für meinen privaten PKW gutes Geld geboten hatte, wollte ich ihn sofort abmelden. Er wollte ihn noch an diesem Tag zusammen mit den FZG Papieren mitnehmen. Als er jedoch für den Wagen nur € 500 anzahlen wollte (Wert ca. 6000€) und den Rest mit der Gesamtsumme am nächsten Tag, habe ich alles gecancelt. Wütend verließ der gute Mann mein Büro und fuhr mit seinem 100.000€ Benz davon. Den ganzen Tag habe ich mir Gedanken gemacht, ob ich mir da nicht ein gutes Geschäft habe durch die Lappen gehen lassen. Hat sowas schon jemand erlebt oder davon gehört??
Hätte gut ausgehen können, hätte aber auch schlecht ausgehen können! Das können wir leider nicht sagen! Denke doch einfach das es schlecht ausgegangen wäre!
Gerd2 am 1. Juni 2009 00:06 wäre gut ausgegangen aber mit nur 500 Euro
hätte gut ausgehen können? Hast du das Schild mit dem Hirn nicht gelesen?!
Du wolltest doch nicht im Ernst dem Typen die Papiere und das Auto überlassen für 500 Euro - in der Annahme, er käme am nächsten Tag mit dem restlichen Geld vorbei???
Na, da kannst Du Dich jetzt glücklich schätzen, fünfeinhalbtausend gewonnen zu haben.
aaah endlich Hirn!
nein, wollte ich nicht. Deshalb habe ich die Sache ja platzen lassen.

Hast alles richtig gemacht! Ohne Moos geht die Kiste nicht vorm Hof und schon gar nicht mit Papieren.

Der Schuß wäre mit 100% nach hinten losgegangen. Erst die Kohle, dann die Ware. Den Typen hättest Du mit Sicherheit nicht wiedergesehen, es sei denn man hätte ihn über Aktenzeichen XY gesucht. Da hast Du ganz richtig gehandelt. Gratuliere, da bist Du noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen. Hast zwar nicht das Geschäft Deines Lebens gemacht, aber Du hast Dich vor einem Reinfall bewahrt. LG TawaGirl
Es ist für einen Außenstehenden schwer nachvollziehbar. 2 Std. lang hat man das viele Geld vor Augen, was einem geboten wird. Das ganze wirkt durch verschiedene Dinge seriös und kurz vor Schluss kommt die Kleinigkeit mit der Anzahlung von € 500. Der Typ war wirklich gut! Danke für deine Antwort!
TawaGirl am 1. Juni 2009 09:44 Ist mir schon klar, dass es am Vortag alles serös wirkte. Du hast da ja in dem guten Glauben gehandelt, dass es sich um einen normalen Geschäftsabschluß handelt. Wer ahnt denn schon, dass der Typ am nächsten Tag mit so einer Nummer aus dem Gebüsch kommt. Du hast für Deine Person alles richtig gemacht. Das liest sich so wie die Sache mit der Nigeria-Connection. Die machen das per E-Mail. Kriegst einen Haufen Kohle versprochen, musst aber vorher Geld für die Abwicklung überweisen. Von dem versprochenen Geld sieht man aber mit Sicherheit nicht einen Cent. Es ist zwar ärgerlich, dass dieses Geschäft geplatzt ist, aber somit hast Du keinen Verlust gemacht. Hast Du das mal an die Polizei weitergegeben? Evtl. sind auf diesen Betrüger ja noch einige andere hereingefallen. So etwas sollte man öffentlich machen, meine jetzt nicht über die Zeitung, sonst hast Du evtl. noch Ärger mit der Russen-Maffia. An die Polizei würde ich mich da im Nachhinein noch wenden. LG TawaGirl

du hättest ihn nicht reinlassen sollen !
...das steht den Betrügern nicht auf der Stirn und der Hammer mit der Anzahlung kam ja erst ganz zum Schluss.
Alles richtig gemacht. Eine Anzahlung von 500 Euro für die Abmeldung wäre ok finde ich. Die Übergabe des Fahrzeugs und der Papiere am nächsten Tag war Dir ja in Aussicht gestellt und wäre auch OK gewesen. (Also Zug um Zug) Wenn Du allerdings das Fahrzeug und die Papiere vor Zahlung des gesammten des gesamten Preises abgegeben hättest, dann heisst das nicht mehr Anzahlung sondern Kredit oder Zahlungsziel. Ich denke es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung von Dir gewesen einem "fliegenden Händler" nicht mehrere Tausend Euro zu "leihen". Einen Grund von Betrug zu sprechen -wie einige andere hier -finde ich nicht, da er ja keine Vertrag gebrochen sondern nur gut verhandelt hat.

... kann man da nur sagen.
Bild/er:
quetzalcoatl am 1. Juni 2009 01:18 ... und wo genau soll es landen?

Also ich net :D der muss ya richtig Blöd sein o,O
Wenn Du den "Schrott" verkaufen willst, wirst Du noch so einige andere Angebote erhalten und so Deine Erfahrungen sammeln. Also ganz ruhig bleiben und nicht irgendwelchen Träumen nachlaufen. Oder ist der "Schrott" nicht Dein Eigentum? Dann würde sich Dein Chef bestimmt nicht darüber freuen, wenn Du bei den Verkaufsverhandlungen noch "private" Zusatzgeschäfte mit dem Käufer abschliesst ohne Ihn zu informieren, seine Zustimmung zu erhalten ...