Frage von feminam, 10

Wer kennt dies noch. Man öffnet sich sogenannten Freunden, die man viele Jahre kennt, und die dann auch zuhören etc. Es macht den Anschein, als wäre man selbst?

... eine arme Socke. Dann stellt man aber fest, dass sie sich im Gegenzug gar nicht öffnen und immer nur alles schönreden. Nur die anderen haben Probleme, sie selbst aber nicht. Und falls doch, dann lassen sie einen daran nicht teilhaben.

Antwort
von safur, 10

Ich würde mir gut überlegen wem ich meine Probleme mitteile und wer mir etwas konstruktives beitragen kann. Es gibt Personen die einen gut reflektieren, es gibt Personen die das eben nicht können.

In deiner Situation scheint es so als würdest du dich nur herablassen bzw. die Person möchte klar zeigen, Ihr geht es viel besser. Sie profitiert also eher von deiner Erklärung / Selbstoffenbarung um die eigene Position zu stärken.

Das könnte Angst sein, die Person ist eher ängstlich und will zeigen alles sei ok. Vielleicht hat die Person das auch so gelernt, übernimmt wahrscheinlich eher wenig Verantwortung, braucht oft noch eine zweite Person bzw. wälzt Probleme ab. Wie gesagt - meist sind das Personen die sich noch nie getraut haben und daher deutlich weniger Probleme in die Augen sehen mussten.

Eine andere Möglichkeit wären so Menschen die gern davonrennen :) Sie wollen nur oberflächlichen Kontakt, alles andere interessiert sie nicht so. Weiterhin könnte der Person dann die Aufmerksamkeit fehlen. Sie ist doch wichtig und nicht du mit deinen Problemen.

 

Kommentar von feminam ,

Aus der Sicht des anderen lasse ich mich wahrscheinlich herab. Allerdings öffnet man sich ja auch irgendwann mal in einem Kontakt.

Kommentar von safur ,

Das war nur objektiv bewertet. Du kannst dir mal die Erwartungshaltung ansehen. Die Person reagiert nicht wie gewünscht. Du hättest dir nun anteilnahme gewünscht bzw., dass die Person auf dich eingeht oder auch mal von sich etwas äußert.
Ja?
Die Person tut dies höchstwahrscheinlich nicht, weil ... wie erklärt. Die Person sieht das ganz anders als du, für die Person kommen hier plötzlich Probleme / keine heile Welt --> ggf. Angst.
So war meine Argumentation.

Antwort
von Finda, 4

Manchmal hört man soooo schlimme Dinge, dass man sich selbst nicht mehr traut, im Gegenzug ein eigenes Problem zu erzählen, weil es so mickrig im Vergleich ist.
Beim Thema Vergewaltigung ist auch oft so, dass das Gegenüber da zuhört, aber innerlich abblockt, weil es nicht sein darf, dass es einem auch jederzeit selbst passieren könnte. Dann lieber schönreden als zu begreifen, dass das Leben morgen anders sein könnte.


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