Frage von KuroiNeco818, 60

Wer kennt Autoren zu diesem Thema?

Hallo zusammen,

ich suche Autoren, die die Existenz des Universums bzw. den 'Sinn des Lebens' mit dem Streben der Materie nach innerer und äußerer Ordnung begründen (jetzt nur grob verkürzt gesagt). Ob philosophische oder physikalische Werke ist egal, wichtig wäre mir nur, dass es namhafte Autoren sind, nicht so jemand wie die Wahrsagerin von Astro TV ;)

Danke und LG,

Neco

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hamburger02, Community-Experte für Physik, 22

Wie  Materie im Rahmen der Selbtsorganisation höhere Ordnungsstrukturen entwickelt, wie Leben, Evolution, Geist und Bewusstsein sich entwickeln, hat Ilya Prigogine in seiner Theorie Dissipativer Strukturen gezeigt, für die er 1977 den Nobelpreis erhielt.

Newton "erfand" die Physik der Erde, Einstein die Physik des Universums, Planck die Physik des unsichtbar Kleinen und Prigogine die Physik des Werdens und des Lebens.

Nachlesen kannst du hier:

http://www.schlaefendorf.de/literatur/prigogine/

Kommentar von Hooks ,

Du glaubst wirklich daran, daß Materie von selbst etwas entwickelt?

Kommentar von Hamburger02 ,

Das hat nichts mit Glauben zu tun sondern mit Wissen. 

Materie alleine genügt nicht, es müssen weitere Bedingungen gegeben sein, deren wichtigste sind:

- es muss ein offenes System fernab des thermodynamischen Gleichgewichtes sein

- es muss Energie vorhanden sein, die entwertet werden kann

- es müssen im System Rükckkoppelungen vorhanden sein, die zu einer Selbstverstärkung führen

Unter solchen Umständen kann sich auch Information in Form eines DNA-Stranges bilden. Mathematisch wird dies mit Hilfe vom Markov-Ketten beschrieben. Seit die physikalischen Grundlagen bekannt sind, wird in der theoretischen Biologie intensiv daran geforscht, die Theorie in der Praxis zu reproduzieren. Stuart Kauffmann wäre da als Protagonist zu nennen, der speziell am Übergang von toter zu lebendiger Materie erfolgreich forscht.


Kommentar von Hooks ,

Das wird niemand entdecken, denn das gibt es nicht. Eine ganze Industrie beruht darauf, daß sich NIEMALS tote Materie zu Lebendigem entwickelt.

Kommentar von Hamburger02 ,

Von welcher Industrie sprichst du denn?

Zumindest in der Theorie ist die Entstehung von Leben aus toter Materie geklärt. Dazu reichen die Naturgesetze. Einen Eingriff von Außen braucht man nicht. In der Biologie wird mit dieser neuen Theorie bereits gearbeitet und da wird versucht, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Da hieran aber erst seit rund 10 Jahren intensiv geforscht wird, ist man noch nicht wirklich weit, aber die ersten Ergebnisse der Synthetischen Biologie sind sehr vielversprechend. Inzwischen konnte sogar ein Bakterium mit einem künstlich erzeugten Genom geschaffen werden, das kein Vorbild in der Natur mehr hat.

Ein Prüfstein für die Physik des Lebendigen könnte die Entdeckung von extraterrestrischem Leben sein, denn die Theorie sagt voraus, dass sich Leben zwangsläufig überall da bilden wird, wo die Umstände es zulassen. Ein Schöpfungsakt ist nicht erforderlich.

Und woher nimmst du übrigens die Gewissheit, dass die Erschaffung von artifiziellem Leben im Labor nicht möglich sei?

Expertenantwort
von Franz1957, Community-Experte für Physik, 27

Stuart Kauffman hat Sachen geschrieben, die in diese Richtung gehen.

Antwort
von Hooks, 8

http://www.sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=0&start=1&searchstr...

Hier findest Du einiges, audio, video und Buch.

Kommentar von KuroiNeco818 ,

Mit "philosophisch" meinte ich nicht religiös aber danke trotzdem.

Kommentar von Hooks ,

Ich habe auch nicht auf philosophisch, sondern auf physikalisch geantwortet.

Vor seinem Ruhestand war der Autor Direktor des Fachbereichs Informationstechnologie der Abteilung für Wissenschaftlich-Technische Querschnittsaufgaben innerhalb der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig.

Antwort
von Falko05, 39
Antwort
von TanjaStauch, 17

Das klingt, als fragst du ausgerechnet nach meiner eigenen Dissertation.

Oder nach Platon. Aber der war nicht wirklich eine geniale Gestalt.

Im Gegensatz zu Platon bin ich allerdings nicht "namhaft". Nicht dass ich keinen eigenen Namen hätte... Kein sonderlich guter. Aber auch kein grottenschlechter. War halt ein Geschenk meiner Eltern zu meiner Geburt.

Aber ich stehe nicht mal in der Wikipedia...

Falls dir das Thema wirklich ernst ist, können wir gerne diskutieren.

Andernfalls weise ich dich auf die Wikipedia hin. Dort findest du voll viele Namen "namhafter" Personen. Okay... sie sind keine ExpertInnen für dein Thema, aber sie haben einen "namhaften" Namen. Einige davon sogar mehr als einen.

Grüße,

Tanja

Kommentar von KuroiNeco818 ,

Hehe, also mit "namhaft" meinte ich nur Leute mit wissenschaftlich fundierten Kenntnissen, auf die man sich beziehen kann und die dann vielleicht zufällig noch bekannt sind. Jemand, der eine Diss schreibt, zählt da wohl dazu. Also ja, würde sehr gerne mal diskutieren.

Kommentar von TanjaStauch ,

Was genau willst du wissen?

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