In der WÜste sah ich ein geschöpf nackt und bestialisch das sein herz in händen hielt und davon aß´. Ich sagte:"Ist es gut freund?" Es sagte" es ist bitter....bitter aber ich mag es..weil es bitter ist und weil es mein herz ist!
Wer kann damit was anfangen? worum gezht es..hat es einen sinn?
klingt wirklich sehr düster, klingt nach einem egoistischen menschen, der nur an sich denkt. du musst versuchen zwischen den zeilen zu lesen. "es sagt es ist bitter, aber ich mag es, weil es bitter ist und mein herz ist" ich stufe es als einen egoistischen menschen ein, oder aber man könnte auch meinen, das es ein mensch ist, dem das herz herausgerissen wurde und der durch diesen schlimmen verlust des geliebten partners zu einem jähzornigen und gefühlslosen menschen geworden ist

Vielleicht hat er jmd. böses getan, ist von sich enttäuscht und möchte dafür büßen...

Erinnert mich an "Goethes Banjo":
"Goethes Banjo" handelt von einem Menschen mit großen spirituellen Nöten. Keiner versteht ihn. Sein einziges Glück ist es, mitten in der Wüste zu stehen und sich einen Sonnenstich einzufangen. Es ist ein Lied über den einsamsten Masochisten auf der Welt. Und warum der Mann nun Goethes Banjo zwischen den Knien hält, läßt sich nur mit dem Sonnenstich erklären. -- Weitere Fragen? Eigentlich nein. Ijörn Wirth
(Zitat aus "Berliner Zeitung")
Düster auf alle Fälle. Es geht um den Tod und ich denke um Verzweiflung. Jemand der sein Herz ißt, weil es in der Wüste nichts zu essen trinken / gibt. Ein letzter Versuch zu überleben, obwohl das ohne Herz nicht möglich ist.
Er mag es weil es bitter ist - spricht wohl für eine Charaktereigenschaft. Und er mag es, weil es sein Herz ist - das spricht meines Erachtens dafür, daß er sich mag. Oder froh ist sich ein Ende zu setzen?!!?!

Ein grausames etwas ist ganz allein, weiß aber anscheinend auch warum aber bereut es nicht im geringsten.
Bekomm ich denn bitte ein "eine gute frage gstellt" ?
wäre sehr nett =)
Das klingt nach Tod und Finsternis, aber wenn Du die Biografie von Stephen Crane liest, verstehst Du vielleicht die düsteren Gedanken. Googel mal: Stephen Crane.

Wüste: ein Ort der seelischen Einsamkeit, Angst,Gefühlsarmut;
nacktes Geschöpf: gibt sich die Blöße; IST im wahrsten Sinne des Wortes ohne Beiwerk;
Herz: normalerweise ein Symbol für Lebensenergie, Mut, Liebe;
Dieses Gedicht strotzt vor Semantik. Es ist schwer, objektiv zu deuten.
Syntheseversuch: Es scheint, als hätte dieses Geschöpf beschlossen, nichts von sich zu geben, selbst wenn es nötig ist, sein Herz selbst zu essen. Dieses Herz ist längst leer (diesem Akt geht ein Prozess voraus, der hier zwar nicht genannt ist, aber nichts desto weniger vonnöten, damit der Akt zustande kommt), dieses Herz ist also längst leer der Liebe und schönen Dinge, voll aber von Bitterkeit. Warum es bitter ist, bleibt spekulativ wie die Vorgeschichte. Möglicherweise andauernde Enttäuschungen.
Das Geschöpf ist so weit, dass die Bitterkeit bis in sein Bewusstsein vorgedrungen ist: "...bitter aber ich mag es..weil es bitter ist und weil es mein herz ist!"
Das Geschöpf scheint verloren, hat die Welt, die wir kennen, verlassen.
Jetzt bleibt noch die Frage, wie der Fragestellende in die "Wüste" kommt. Da die Wüste aber ein Symbol ist, kann es gut sein, dass der Fragende das Geschöpf in seiner Welt wohl sieht und ansprechen kann.
Butterblumen am 18. März 2009 15:17 Man kann das ganze noch auf eine höhere Ebene bringen und in den Zusammenhang mit der Zeit, in der Crane lebte, setzen.
Vielleicht steckt damit die Zweischneidigkeit der Einsamkeit dahinter.
Jemand, ein Single z. B., der un-/gewollt einsam ist, hat nur sich selber (im Positiven wie im Negativen) und zehrt nur von sich selbst, hat sich selber vielleicht bis zum Fressen gern(?)