Frage von leprechaunHH, 53

Wer kann mir in meiner schier ausweglosen Situation helfen nicht wieder in meine Alkoholsucht zu verfallen?

Ich bin aufgrund meiner Alkoholkrankheit auf richterlichen Beschluss für 6 Monate in eine geschlossene Einrichtung verbracht worden. Ich stehe unter Betreuung. Ich wollte diese Zeit nutzen um körperlich wieder auf die Höhe zu kommen. Bei Einlieferung (zuvor 4 wöchige Entgiftung im KH) war ich aufgrund meiner körperlichen Verfassung auf einen Rollstuhl angewiesen (extreme Rückenschmerzen / Lähmungserscheinungen in den Füßen. Die zuständige Ärztin diagnostizierte das ich an Polyneuropathie (Alkoholbedingte Schädigung meiner Rückennerven) leide. Ich bekomme seit dem starke Schmerzmittel und Ergo sowie Physiotherapie. Nach 3 Monaten (9 Therapeuten einer Praxis die Koop. Partner fungiert) war ich von Rollator über Gehstock zu eigenständigen gehen fortgeschritten. 9 Therap. weil alle in diesen 3 Mo. gekündigt hatten. Auf einmal wurde meine Th. Sitzungen unregelmäßiger (Rezepte vorh.) bis sie ganz eingestellt wurden. Ergebnis, ich sitze wieder im Rollstuhl. Alle Bemühungen meinerseits die Therapien wieder aufnehmen zu dürfen waren vergeblich. Ich habe meine Betreuerin aufgefordert mir zu helfen, die Leitung der Einrichtung gebeten mir zu helfen, kein Ergebnis obwohl in dem Heimvertrag festgehalten ist das die Einrichtung verantwortlich für die Durchführung aller Therapien ist. Telefonate, Emails, Faxe und postalische Aufforderungen meinerseits an alle Beteiligten führten zu keinem Ergebnis. Ich war immer noch in dieser Einrichtung da mein Beschluss noch nicht ausgelaufen war. Ich habe mich auch an den Zuständigen Amtsrichter angeschrieben (Einschreiben Rückschein), keine Antwort. Aufgrund meiner körperlichen Einschränkungen (inzw. Wohnung weg) habe ich es auch nicht geschafft mir eine neue Wohnung zu suchen. Nach 6 Monaten war der Beschluss aufgehoben und ich war ein freier Mensch, theoretisch. Da ich aber keine Wohnung hatte blieb mir nur der weitere Aufenthalt in der Einrichtung (2.500 € monatlich). Nach 8 Monaten hatte ich endlich ein Hostel gefunden in dem ich mich einmieten konnte. Nun sitze ich in einem winzigen Zimmer in dem ich mich nicht mit einem (geliehenen) Rollator bewegen kann (ca. 6 qm), einen Rollstuhl habe ich nicht. Ich bin 51 Jahre alt, aufgrund meiner Alkoholkrankheit verrentet und denke über die denkbarst schlechteste Lösung nach. Abgesehen davon das ich finanziell am Ende bin geht mein körperlicher Verfall immer weiter. Ich weiß nicht mal ob ich noch Krankenversichert bin da es Probleme mit der Krankenkasse gibt um die sich meine Betreuerin kümmern wollte. Die habe ich seit Monaten nicht mehr gesehen. Auf Emails, Anrufe (nur Mailbox) oder Briefe keine Reaktion. Bei meinem Letzten Zusammentreffen mit Ihr (vor ca. 3 Monaten) teilte Sie mir mit Sie habe Probleme mit Ihrer Telefonanlage daher keine Anrufe oder Faxe auf dem Festnetz. Rufe ich selbst bei der Krankenkasse an um mich nach dem Sachstand zu erkundigen werde ich abgewiesen da ich ja unter Betreuung stehe. Was kann ich noch tun?? ich weil nicht mehr weiter?

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Antwort
von Anowie, 35

Was du schreibst findet ich auf der einen Seite sehr bewegend und bin gleichzeitig fassungslos, dass man dir nicht hilft. Erstmal ist es ganz wichtig stark zu bleiben und nicht ruckfällig zu werden. Aber das weißt du auch selber.

Mir fällt spontan noch ein, dass du dich an ein psychologisches beratungszentrum wenden könntest. Das ist kostenlos und du bekommt schnell einen Termin. Da bekommst du mit Sicherheit Unterstützung zumindest was die nächsten Schritte angeht.

Wenn du das Gefühl hast, der Sucht nicht mehr standhalten zu können dann gehe zum Hausarzt oder fahr ins Krankenhaus.

Kommentar von leprechaunHH ,

Zuallererst vielen Dank für Deine Antwort, ich habe mit einer SHG versucht mit dem wunderbaren Ergebnis:

***Sehr geehrte Dame?, sehr geehrter Herr?,

ich bedaure Ihre Situation. Leider ist es mir nicht möglich Ihnen Hilfreich zu sein.

Sie können sich weiterhin an Ihre Betreuerin wenden, die verpflichtet ist Ihnen zu helfen.

Mit freundlichen Grüße xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx Diakonie-Hilfswerk Hamburg Projektleitung ELAS-Suchtselbsthilfe Königstraße 54 D-22767 Hamburg Telefon 040 30 62 0-308 Fax 040 30 62 0-311

www.diakonie-hamburg.de***

Das ist bis das auf xen des Namens die Originalantwort. Meine Anfrage war bis auf Kleinigkeiten identisch mit meiner Bitte um Hilfe hier.

Antwort
von palusa, 17

ich kenn mich mit betreuung nicht soo gut aus.. es klingt als würde ohne die betreuerin nichts laufen. einer begegnung von angesicht zu angesicht kann man schlecht davonlaufen, weißt du wo du sie mal "in echt" erwischen kannst?

gibt es vllt (trockene) freunde oder familie die dir bei dem weg zu ihr helfen können? lange wege können mit ner gehbehinderung anstrengend sein..

gibt es möglichkeiten den betreuer zu wechseln?

selbsthilfegruppen gibt es auch online. wenn du gerne eine besuchen möchtest und dem "nur" deine gehbehinderung im wege steht wäre das vllt ne option..

Expertenantwort
von RHWWW, Community-Experte für Krankenkasse, 33

Hallo,

vieleicht das:

- Brief an den Leiter des Amtsgerichts und offiziell eine Aufhebung der Betreuung beantragen

- diese Stelle kontaktieren:

patientenberatung. de (Beratung ist kostenlos) 

Gruß

RHW 

Antwort
von norbert9014, 28

1. Selbsthilfegruppe! 

2. Selbsthilfegruppe!

3. Selbsthilfegruppe!

4. Selbst... nein,nein!  :-)

Was verschweigst Du? Polyneuropathie ist eine sehr schwere Krankheit, die auf massiven und langjährigen Alkoholmissbrauch hinweist.

Einen Unterbringungsbeschluss zu erlangen, der Dich in die Forensik bringt, kommt nicht einfach aus der hohlen Hand: Da geht es nicht so sehr um Selbstschädigung, sondern ich vermute dass Du Dich auch fremdgefährdend verhalten hast. 

Das angesagte Therapien auf einmal nicht mehr gewährt werden ist m.E. unwahrscheinlich... so aus der "hohlen Hand" heraus.

Ungeachtet all dieser Dinge: Du warst bisher 6 Monate untergebracht: Und jetzt bist Du vielleicht trocken... aber ob Du abstinent bist? 

Unter Zang und Beobachtung in einer klinischen Situation 6 Monate nicht zu trinken... ist ( so schwer wie es ist) einfach: Ohne Aufsicht nicht zu trinken... das kann man nicht alleine: Da braucht es Begleitung:: Selbsthilfegruppe, Selbsthilfegruppe,-Selbsthilfegruppe... 

Aber auch: Die Fähigkeit zuzuhören... sich was sagen lassen... wenn Du alles besser weißt, oder auf Dich immer nur die Ausnahmen zutreffen.... wird es wahrscheinlich wenig erfolgreich: Jetzt heißt es sich in eine neue Abhängigkeit zu begeben: In der der Freunde Deiner SHG; Das sind Fachmänner und -frauen in allen Belangen der Sucht. Die können Dir sagen wie der Hase läuft: Aber nur, wenn Du Dir was sagen lässt. Wenn Du vertraust, aus ihren Erfahrungen zu lernen: Denn Deine Erfahrungen haben Dich in die Geschlossene ... und in den Rollstuhl gebracht.

Also kannst Du das.... vertrauen?


Ansonsten bleibt Dir immer noch eines: Saufen... Bevor Du Dich unnötig quälst... so ein Rückfall klärt alle Prioritäten schnell.... Ich hoffe aber, dass Du nicht so tief steigen musst

Sincerely, Norbert

Kommentar von leprechaunHH ,

Lieber Norbert, danke für Deine ausführliche Antwort.

ich kann Dir versichern das ich nicht irgendjemanden etwas antun oder ähnliches wollte. Es ging darum das verhindert werden sollte das ich im Suff und allem was dazu gehört mich Tod saufe. Ich bin sogar besoffen niemals aggressiv geworden oder habe Eigentumsdelikte begangen. Die Einrichtung in der ich insgesamt 8 Monate verbracht habe (2 waren ja ohne Beschluss, ich wusste nur nicht wohin) war keine Forensik sondern es war eine Abteilung eines Seniorenheimes, eben geschlossen halt. Du hast recht, trocken sein durch Freiheitsentzug kann niemals die Lösung sein.

Dies zum Thema SHG

**Sehr geehrte Dame?, sehr geehrter Herr?,

ich bedaure Ihre Situation. Leider ist es mir nicht möglich Ihnen Hilfreich zu sein.

Sie können sich weiterhin an Ihre Betreuerin wenden, die verpflichtet ist Ihnen zu helfen.

Mit freundlichen Grüße xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx Diakonie-Hilfswerk Hamburg Projektleitung ELAS-Suchtselbsthilfe Königstraße 54 D-22767 Hamburg Telefon 040 30 62 0-308 Fax 040 30 62 0-311

www.diakonie-hamburg.de**

Kommentar von norbert9014 ,

SHG: Das scheint ein Schriftstück zu sein. Was erwartest Du auf brieflichem Wege zu erreichen? Du musst hingehen, wo die Treffen sind.... stehen in der Regel im Tagesblatt oder im Internet.

Zu Dir nach Hause wird keiner kommen: Selbsthilfegruppen (SHG) kommen zu einer Gesprächsrunde zusammen... regelmäßig, an einem festen Tag und mit einer festen Uhrzeit.

Dass Du im Rollstuhl sitzt ist betrüblich... aber Fakt.Und ich habe auch schon Rollstuhlfahrer in meiner Gruppe gehabt

SHG heißt nicht, was müssen erst an Vorbedingungen geklärt werden, was müssen andere für mich tun, damit ch... usw.

SHG heißt: Was bin ich bereit für mich zu tun um die Gemeinschaft annehmen zu können, in der Hoffnung trocken und in Zukunft möglichst abstinent und vielleicht sogar zufrieden leben zu können

SHG heißt Selbstverantwortung!

Egal welche Hürden Du sehen magst, welche Beschwerlichkeiten Dein Leben prägen: Du musst auf die Lösungen zugehen... umgekehrt funktioniert es nicht. Das kann man drehen und wenden wie man will.

Norbert

Antwort
von conelke, 53

Erzähle Deine Situation und die Vorgeschichte einem Radiosender bzw. der Zeitung. Es ist nicht zu fassen, dass man Dich so im Stich lässt. Wende Dich an die Öffentlichkeit, wenn rauskommt, dass in der Art mit Dir umgesprungen wird, mahlen die Mühlen mit Sicherheit ein wenig schneller. Alles Gute.

Kommentar von leprechaunHH ,

Danke, aber ich habe Angst mich so öffentlich zu outen. Aufgrund meiner Sucht habe ich den Kontakt mit meiner Familie und Freunden vor Jahren abgebrochen (aus Scham und vor allem weil ich das meinen Eltern nicht antun möchte.) Dazu kommt das ich in meinem Leben vor der ganzen Misere ein sehr erfolgreicher Manager war (zuletzt Vorstandsmitglied in einem sehr bekannten Internetunternehmen) und auch recht bekannt bin.

Kommentar von conelke ,

Man könnte ja auch Deinen Namen ändern, so dass man nicht auf Dich schließen kann. Es war nur mein erster Gedanke, dass Öffentlichkeit oft etwas in Bewegung bringen kann. Ich denke nicht, dass Du Dich für Deine Geschichte schämen muss, jeder hat irgendwie ein Päckchen mit sich herumzutragen...Alkoholismus ist eine Krankheit, die die Auswegslosigkeit, die einem im Leben begegnen kann, gut beschreibt. Mit dieser Aussage will ich die Krankheit nicht entschuldigen, jeder hat ja eine Wahl, aber manchmal ist es eben nicht so einfach, die richtige Entscheidung zu treffen und man stürtzt schnell ab ohne das es einem bewusst ist. Du bist jetzt seid einiger Zeit trocken und solltest daran festhalten. Die äußeren Umstände sind mit Sicherheit in den Griff zu bekommen. Da Du in einem Hostel wohnst, gehe ich davon aus, dass Du dieses auch bezahlen kannst. Lebst Du von Erspartem oder beziehst Du Arbeitslosengeld II? Als Sozialhilfeempfänger bist Du mit Sicherheit krankenversichert. Ich würde nochmals mit der Krankenkasse sprechen - wenn ein Sachbearbeiter Dir keine Auskunft geben will dann lass Dich in die obere Etage verbinden - um zu erfahren, wie es aussieht. Wenn Du eine hohe Position bekleidet hast, wirst Du wissen, welche Knöpfe Du drücken musst, um an Dein Ziel zu kommen. Wecke den alten Kampfgeist in Dir und lass' Dich nicht so abspeisen. Irgendjemand muss Dir doch Auskunft geben können, wie es mit Dir weitergehen soll, denn so ist die Situation ja kaum zu ertragen. Versuche es nochmal und lasse Dich nicht abwimmeln.

Antwort
von LonelyBrain, 42

Wer kann mir in meiner schier ausweglosen Situation helfen nicht wieder in meine Alkoholsucht zu verfallen?

Dein Betreuer, Psychologe, Therapeut...

Kommentar von leprechaunHH ,

Meine Betreuerin (hatte ich geschrieben) ist für mich nicht erreichbar. Psychologe? ich habe Panik vor der Arztrechnung da ich meinen Status bei der KK nicht kenne, Therapeut? habe ich auch keinen

Antwort
von Herpor, 38

Das Wichtigste ist jetzt erst mal, nicht wieder zu saufen.

Und dazu ist der regelmäßige Besuch einer Selbsthilfegruppe nötig.

Allse Übrige findet sich dann schon, wenn du trocken bleibst.

Kommentar von leprechaunHH ,

Da ich körperlich sehr eingeschränkt bin und keinen Rollstuhl habe kann ich kaum das Hostel verlassen.

Kommentar von leprechaunHH ,

Danke für Deine Antwort. Wie den anderen lieben Leute schon geschildert habe, das zum Thema SHG

*Sehr geehrte Dame?, sehr geehrter Herr?,

ich bedaure Ihre Situation. Leider ist es mir nicht möglich Ihnen Hilfreich zu sein.

Sie können sich weiterhin an Ihre Betreuerin wenden, die verpflichtet ist Ihnen zu helfen.

Mit freundlichen Grüße

Diakonie-Hilfswerk Hamburg Projektleitung ELAS-Suchtselbsthilfe Königstraße 54 D-22767 Hamburg Telefon 040 30 62 0-308 Fax 040 30 62 0-311

www.diakonie-hamburg.de *

Kommentar von leprechaunHH ,

Danke für Deine Antwort. Wie den anderen lieben Leute schon geschildert habe, das zum Thema SHG

*Sehr geehrte Dame?, sehr geehrter Herr?,

ich bedaure Ihre Situation. Leider ist es mir nicht möglich Ihnen Hilfreich zu sein.

Sie können sich weiterhin an Ihre Betreuerin wenden, die verpflichtet ist Ihnen zu helfen.

Mit freundlichen Grüße

Diakonie-Hilfswerk Hamburg Projektleitung ELAS-Suchtselbsthilfe Königstraße 54 D-22767 Hamburg Telefon 040 30 62 0-308 Fax 040 30 62 0-311

www.diakonie-hamburg.de *

Antwort
von Welove, 43

Hier habe ich einen Link für dich, von jemanden der nach Angaben, von etwa 37 Jahren Alkoholsucht befreit wurde...

Alle die das Lesen:

https://andreasekklesia.wordpress.com/2013/02/01/nach-37-jahren-frei-von-alkohol...

Kommentar von leprechaunHH ,

Danke für die Antwort. Ich habe nicht geschrieben (zu wenig Platz) das ich während der gesamten Zeit in der Einrichtung kein einziges Gespräch / Therapie bez. meiner Alkoholsucht führen konnte und das die Mitbewohner fast alle ab 60 Jahre aufwärts und Dement oder Korsakow mit allen Auswirkungen erkrankt waren.

Kommentar von Welove ,

Hallo, Beten hilft immer. Auch gegen die Krankheit Polyneuropathie.


Jesus Christus, der Sohn Gottes heilte viele Menschen von ihren Krankheiten.

In der Bibel steht auch:

Matthäus 9,35

"Und Jesus ging umher in alle Städte und Märkte, lehrte in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte allerlei Seuche und allerlei Krankheit im Volke."


Eine Frau die an Blutgang litt aber wurde Gesund durch Glauben

Matthäus 9:20-22
20 Und siehe, ein Weib, das zwölf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm und rührte seines Kleides Saum an.

21Denn sie sprach bei sich selbst: Möchte ich nur sein Kleid anrühren, so würde ich gesund.

22Da wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter; dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu derselben Stunde.

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Darum sage ich euch: Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubt nur, dass ihr's empfangt, so wird's euch zuteil werden.

Markus 11:24


http://dailyverses.net/de/empfangen

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