Frage von claudi0911, 77

Wer kann mir helfen ob die Kündigung rechtskräftig ist?

Hallo,

Ich bekam von meinem Chef eine Außerordentliche Kündigung zum 31.12.2015. Mein Chef bot mir erst einen Aufhebungsvertrag an den ich ablehnte. Ich arbeite in einer Bäckerei,diese hat immer bis 21:00 geöffnet. Ich machte im Laden das Licht um 20:53 aus, blieb aber bis 21:15 im Geschäft da ich um 21:00 Kasse machte. Ich hatte wohl ein paar Tage vorher laut E-Mail einer Kundin um 20:45 das Licht ausgemacht blieb aber auch da bis 21:00 im Laden und auch da machte Ich die Kasse erst um 21:00. Hoffe das Ihr mir da irgendwas zu sagen köönt, da ich keine Rechtschutzversicherung habe.

Besten Dank im Vorraus

Antwort
von DarthMario72, 49

Ich bekam von meinem Chef eine Außerordentliche Kündigung zum 31.12.2015. 

Das verstehe ich nicht. Außerordentliche (= i. d. R. fristlose) Kündigung zum 31.12.15? Da er ja offenbar die Kündigungsfrist einhält, hätte er ja auch ordentlich kündigen können.

Es steht kein Grund drin. Es steht nur drin das er das Arbeitsverhältnis mit mir außerordentlich Kündigt

Eine Kündigung muss nicht begründet werden. Bei einer außerordentlichen Kündigung muss aber spätestens im Kündigungsschutzprozess eine Begründung her. Dein AG hat das - bewusst oder unbewusst - ganz clever gemacht, so kann er sich nämlich noch eine rechtlich haltbare Begründung zusammenschustern.

Nach deinen Schilderungen in deinen Kommentaren halte ich grundsätzlich die Kündigung für gerechtfertigt. Allerdings ist da meiner Ansicht nach einiges unstimmig, deshalb solltest du - auch ohne Rechtsschutzversicherung - am besten trotzdem Rat bei einem Anwalt holen.

Kommentar von claudi0911 ,

Ich denke das er mir mit der Außerordentlichen Kündigung eins reinwürgen will da ich den Aufhebungsvertrag abgelehnt habe.

Ich werde mich auf jedenfall vom Anwalt beraten lassen.

Antwort
von Jo3591, 58

Eine außerordentliche Kündigung wegen zweier angeblicher Verhaltensfehler ist nicht gerechtfertigt. Es muß vorher eine Abmahnung erfolgen und erst bei wiederholtem Fehlverhalten kann man kündigen. Das ist hier nicht erfolgt. Ich könnte mir vorstellen, daß Du mit einer Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht gute Chancen hättest. Mit dieser Klage hast Du übrigens nicht viel Zeit, Du mußt sie wenn ich mich recht erinnere, innerhalb von 3 Wochen nach Zustellung der Kündigung, einreichen. Dein Arbeitgeber möchte Dich loswerden, also wird er Dir nach erfolgreicher Klage auf Wiedereinstellung fristgerecht kündigen oder aber in der Verhandlung wird eine Abfindung rauskommen, Faustregel: 1/2 Monatsgehalt pro Jahr Betriebszugehörigkeit. (ist zu versteuern!). Pech, daß Du keine RSV hast.

Kommentar von claudi0911 ,

Das denke ich auch, ich habe meinen Fehler ja eingeräumt und meine Kollegin hat ja auch eine Abmahnung bekommen und wir hatten an beiden Tagen zusammen Dienst. Ich Danke Dir !!!

Kommentar von vikodin ,

erste instanz arbeitsgericht war doch meines wissens kostenfrei oder?! 

Kommentar von claudi0911 ,

Ich werde mich erkundigen, Danke

Kommentar von DarthMario72 ,

Es muß vorher eine Abmahnung erfolgen und erst bei wiederholtem Fehlverhalten kann man kündigen. 

Das ist Unsinn. Je nach Fehlverhalten kann auch eine Kündigung ohne vorherige Abmahnung gerechtfertigt sein.

Mit dieser Klage hast Du übrigens nicht viel Zeit, Du mußt sie wenn ich mich recht erinnere, innerhalb von 3 Wochen nach Zustellung der Kündigung, einreichen.

Richtig.

Kommentar von Familiengerd ,

Das ist Unsinn. Je nach Fehlverhalten kann auch eine Kündigung ohne vorherige Abmahnung gerechtfertigt sein.

Dies Aussage von Jo3591: "Es muß vorher eine Abmahnung erfolgen und erst bei wiederholtem Fehlverhalten kann man kündigen." ist durchaus richtig, wenn man sie um "in der Regel" ergänzt.

Deine Aussage trifft zu, wenn es sich um ein sehr gravierendes Fehlverhalten handelt, das aber noch keine fristlose Kündigung rechtfertigen würde.

Kommentar von elektromeister ,

Eine Abmahnung ist nicht erforderlich. Es ist lediglich ein Erforderniss, bei Betrieben, die dem KüschuG unterliegen. Und selbst da kann auch ohne vorherige Abmahnung gekündigt werden, wenn das Vertrauensverhältniss gravierend gestört ist.

Antwort
von MiraAnui, 77

Wieso machst du vor Ladenschluss das Licht aus? 

Wie sollen Kunden im Dunkeln einkaufen?

Kommentar von claudi0911 ,

Ich weiß das es ein Fehler war. Wir hatten um 20:00 den letzten Kunden von daher habe ich mir nichts schlimmes bei gedacht.

Kommentar von MiraAnui ,

Woher willst du wissen das der um 20 uhr der letzte Kunde war?

Was steht in der Kündigung? Wurdest du  schon abgemahnt?

Kommentar von claudi0911 ,

Man kann in unserer Kasse sehen wann wir den letzten Kunden bedient haben. Eine Abmahnung habe ich nicht bekommen,meine Arbeitskolegin hat dadurch eine bekommen und ich direkt die Außerordentliche Kündigung

Kommentar von MiraAnui ,

Ja aber woher willst du wissen das kein Kunde mehr kommt? Kannst du Hellsehen?

Welcher Grund steht in der Kündigung? 

Kommentar von claudi0911 ,

Es steht kein Grund drin. Es steht nur drin das er das Arbeitsverhältnis mit mir außerordentlich Kündigt

Kommentar von claudi0911 ,

natürlich konnte ich nicht wissen das kein Kunde mehr kommt, deswegen war es ja auch nicht richtig von mir, das verstehe ich ja schon und gebe ich ja auch zu. Ich habe diesen Fehler gemacht, mir aber nichts schlimmes bei gedacht.

Kommentar von MiraAnui ,

Du hast im Grunde deinen Arbeitgeber betrogen. Vlt wären noch Kunden gekomnen wäre Licht angewesen.

Da ist meiner Meinung die Kündigung gerechtfertigt. Würde ich auch machen

Kommentar von claudi0911 ,

da gebe ich dir recht, aber hätte da nicht auch eine abmahnung gereicht? ich habe ja gesagt das es ein Fehler war und nicht mehr vorkommen wird.

Kommentar von MiraAnui ,

Hätte natürlich. Wurdest du mündlich abgemahnt,  das zählt auch. Eine Abmahnung muss nicht schriftlich erfolgen.

Jetzt musst du dich beim Amt melden

Kommentar von claudi0911 ,

nein ich wurde auch mündlich nicht abgemahnt

Kommentar von alexbababu ,

Was heißt da Arbeitgeber betrogen? Woher willst du das wissen?

Vllt ist es einer dieser Arbeitgeber, welche die Stunden nur so lange zahlt, wie der Laden offen hat. Kassen machen und aufräumen nach Ladenschluss wird oft genug nicht bezahlt.

Hier wird viel öfters betrogen. 

Kommentar von claudi0911 ,

Also ich muss mal dazu sagen das ich bei meiner Täglichen Arbeitszeit nur 15 min Pause hatte und ich habe immer 7-8 Std gearbeitet.Und wenn ich Spätschicht hatte,hatte ich um 21:00 Feierabend und musste wenn ich Frühschicht hatte am nächsten Tag um 6:00 arbeiten. Fair ist meiner Meinung nach was anderes.

Kommentar von vikodin ,

nach 6 std arbeit muss der arbeitgeber dir 30 min pause geben... wenn du nur 15 machst dein problem... die ruhezeiten werden dann auch nicht eingehalten... aber wo kein kläger da kein richter... 

Kommentar von claudi0911 ,

uns wurde gesagt das wir nur 15 pause machen dürfen. oft habe ich das bei meiner vorgesetzten angesprochen und bekam zur Antwort wenn es mir nicht passt könne ich mir ja was anderes suchen.

Kommentar von vikodin ,

wie gesagt wo kein kläger da kein richter... dafür gibt es das gewerbe aufsichtsamt... wenn alle nur kuschen dann kann der arbeitgeber machen was er will... 

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