Frage von Starpower2016, 30

Wer kann mir helfen einen Nachbarn vor der Verwahrlosung b.z.w. vor Schlimmeres (Krankheit) zu bewahren?

HalloMein Nachbar (Alter < 60 Jahre) der vor einigen Jahren ein Bein (Raucherbein) verloren hat wird meines Erachtens immer kränker. Vor zwei Monaten konnte man sich noch mit Ihm angenehm unter halten. Heute, als ich Ihn mal wieder besucht habe, saß er wie ein Schluck Wasser in der Kurve in seinem Rollstuhl. Sein Körper wirkt augenscheinlich zusammen gefallen. Seine Haut scheint spröde zu sein. Und ich nehme stark an, das sein "noch" gesundes Bein Ihm erhebliche Schwierigkeiten macht. Am zu wenig trinken kann es nicht liegen. Er konsumiert mehrere Flaschen (05 l) Bier jeden Tag. Ich glaube auch, das mein Nachbar zu gut wie nichts isst. Seine Erscheinung wirkt abgemagert. Zumindest hat er stark abgenommen!! Natürlich habe ich Ihn auf seinen augenscheinlichen Zustand angesprochen, aber ich wurde leider lautstark aus seiner Wohnung verwiesen.

Zu meiner Person: Ich hatte kurz bevor mein Nachbar sein Raucherbein verloren hatte eine Ausbildung zum Altenpfleger begonnen. Und wie es der Zufall so will hatte ich meinen Nachbar nach seinem Krankenhausaufenthalt in einer Kurzzeitpflegeeinrichtung aufgepäppelt.

Nun mache ich mir starke Sorgen um Ihn. Nicht nur das er wirklich schrecklich krank aussieht, auch sein Alkoholkonsum macht mir zu schaffen. Da mein Nachbar in der 1 Etage wohnt und nun Im Rollstuhl sitzt, kommt er niemals an die Frische Luft. Er bekommt jedoch regelmäßig Besuch von seinen Kumpels, mit der er dann den ganzen Tag Bier vernichtet. Leider habe ich damals meine Altenpfleger - Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen abbrechen müssen. So mit habe ich auch keinerlei Erfahrung, was man da machen kann, b.z.w. oder sogar machen muss, wenn einem so was auffällt. Wer kann mir dies bezüglich einen Tipp geben? Gibt es da Sozialarbeiter oder ähnliches, die sich solchen Menschen annehmen? Oder , muß ich, wenn sich mein Nachbar nicht helfen lassen möchte, zusehen, wie er immer mehr und mehr abbaut?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Seanna, 11

Der sozialpsychiatrische Dienst der Stadt ist dafür zuständig.

Explizit auch aufsuchend und für Angehörige und Nachbarn die besorgt sind.

Nummer gibt es beim Gesundheitsamt.

Kommentar von Starpower2016 ,

Vielen Lieben Dank für diese sehr hilfreiche Antwort. Der sozial psychiatrische Dienst " wurde von mir über die oben geschilderte Situation informiert und wird sich der Sache annehmen. Ich hoffe das mein Nachbar diese Hilfe auch annehmen wird.

Die Telefonnummer war ganz einfach zu herauszufinden. Einfach in eine Internet-Suchmaschine - sozial psychiatrische Dienst "Stadtname" eingeben -

Antwort
von Nirakeni, 8

Er wird mit Sicherheit eine Pflegestufe haben. Dann wird 2 x im Jahr eine "Pflegevisite" von einem Pflegedienst vorgenommen. Frag bei seiner  Krankenkasse nach, welcher und erzähle den Sachverhalt. Er will wohl nicht ins Heim? Eine Wohnung zu ebener Erde wäre angebracht. Ansonsten kann er machen was er will. Eine räumliche Veränderung und ein verantwortungsvoller Pflegedienst könnte Abhilfe schaffen.

Kommentar von Negreira ,

Die Krankenkasse wird sicher einem Fremden keine Auskunft geben, schon gar nicht über Pflegestufen und evtl. Bezüge.

Hier kann Dir nur der schon genannte Dienst des Gesundheitsamtes helfen. Die haben einen Außendienst, der sich kümmert. Aber: Niemand ist verpflichtet, Hilfe anzunehmen. Wenn Dein Nachbar nicht freiwillig mitmacht, wird es sehr schwer werden. Hat er keine Verwandten, mit denen man sprechen könnte?  Selbst die Gerichte tun sich schwer, in solchen Fällen einen Vormund zu bestimmen.

Kommentar von Nirakeni ,

Die Krankenkasse nimmt Beschwerden über den Pflegedienst ernst. Jedoch wäre der sozialpsychiatrische Dienst sicher der bessere Ansprechpartner. Da gebe ich dir Recht.

Antwort
von greulinchen, 14

Du könntest den sozialpsyychiatrischen Dienst einschalte und deine Bedenken dort schildern. Die kommen dann mal bei ihm vorbei und machen sich ein Bild von ihm und seinem Umfeld und können ihn dann auch passende Hilfen anbieten. Aber bedenke, dass in Deutschland jeder Mensch ein Recht auf seine Krankheit und eigene Verelendung hat. Donschwer wie es manchmal auch ist, das mitanzusehen. Aber ich denke dennoch, dass der Kontakt an den sozialpsyychiatrischen Dienst das sinnvollste ist. Dann wird ihm zumindest Hilfe angeboten. Annehmen muss er sie dann selber.

Kommentar von Starpower2016 ,

Danke schön. Deine Antwort hat mir  weiter geholfen. Nun muss sich mein Nachbar nur noch helfen lassen.

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