Frage von DrSchmitt, 66

Wer kann mir diese Frage zu Indiana Jones "Jäger des Verlorenen Schatzes" beantworten?

In der Anfangsszene des Films gelingt es Indiana Jones einen goldenen Götzen aus einem verlassenen Tempel zu entwenden. Nachdem er sich aus dem Tempel retten konnte, wird ihm dieser jedoch von Belloq abgenommen. Später in der Universität sagt er zu Marcus Brody er können den Götzen nur in Marrakesch verkaufen.

Wie kommt er zu dieser Schlussfolgerung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Jerne79, 53

Mal ganz abgesehen davon, daß Archäologen nicht einmal in den 30ern so "gearbeitet" haben...

Man möchte wohl auf den blühenden illegalen Kunsthandel bzw. Handel mit Objekten aus Raubgrabungen (und um nichts anderes handelt es sich hier) in Nordafrika in dieser Zeit hinweisen. Die konkrete Nennung Marrakeshs. Wie es zu dieser Entscheidungsfindung kommt, erfahren wir nicht. Indy sagt, er hätte das alles ausgeknobelt, also suggeriert man eine Entscheidungsfindung offscreen, auf die nicht näher eingegangen wird, weil das fragliche Objekt keine weitere Bedeutung für die Handlung hat und der Handlungsstrang mit diesem Gespräch stillgelegt wird. Dramaturgisch dient der ganze Prolog der Einführung des Helden und der Erklärung der Beziehung zu seinem Gegenspieler. Das ist an diesem Punkt abgefrühstückt, die Entscheidung, das Thema weiter zu verfolgen  wird dem Protagonisten abgenommen. Folglich braucht man einen konkreten Ort nur, um die Beharrlichkeit unseres huttragenden Helden zu zeigen. Es hätte sich dabei um jede größere Stadt handeln können, beispielsweise auch Konstantinopel. Marrakesh klingt natürlich gleich viel exotischer, v.a. für das amerikanische Publikum.

Antwort
von Kristall08, 63

Es gibt keinen wirklichen Sinn hinter dieser Aussage.

Aber Indiana Jones ist ja auch kein Archäologe. Ein echter würde das nämlich niemals tun. :D

Antwort
von alexbeckphoto, 66

Weil das so im Drehbuch steht

Kommentar von DrSchmitt ,

Danke, vielen Dank. Jetzt weiß ich sehr viel mehr als vorher und du hast für diese Quatschantwort auch noch Punkte bekommen.

Kommentar von alexbeckphoto ,

kleiner, bleib mal auf dem Teppich!

Das ist keine "Quatschantwort"! Das ist Tatsache!

Ein Film braucht eine Handlung und nicht jedes Gesagte hat auch irgendwie Hand und Fuß und du kannst auch nicht jedes einzelne Wort in einem Film hinterfragen, warum wer was wann gesagt hat etc. Es steht so im Drehbuch, das ist die einzig wahre und sinnvolle Antwort. Wenn zwei Leute sich treffen, dann müssen sie was sagen, sie können ja nicht einfach dumm da stehen und blöd in die Kamera gucken. Da wird dann eben was geschrieben, und das hat nicht unbedingt immer einen tieferen Hintergrund sondern dient vielfach nur dazu, dass ein Gespräch stattfindet, in diesem Fall ist es halt eben auch so, da wurde dann hat das so festgelegt und so in's Drehbuch geschrieben. Da steckt kein Sinn dahinter. 

Kommentar von DrSchmitt ,

Vielleicht würdest du ja ein sinnloses Drehbuch schreiben - aber es gibt Menschen, die sich gerade bei solchen kleinen Details Gedanken machen und ich bitte deshalb um den nötigen Respekt.

Vielen Dank.

Kommentar von SebRmR ,

Vielleicht ist Marrakesch einfach ein Markt für solche Art von Artefakten?
Vielleicht ist der Verkäufer dafür bekannt, seine Waren gerne in Marrakesch zu verkaufen?
Vielleicht vermutet oder weiß Indy, dass es einen Käufer in Marrakesch gibt?
Vielleicht wollten die Drehbuchautoren auch einfach nur einen exotischen Ort nennen?
Das sind Vermitungen, deren Wahrheitsgehalt nicht überprüft werden kann.

Ich halte die Frage allerdings für relativ zweckfrei, warum eine fiktive Figur in einer fiktiven Realität etwas sagt.

Kommentar von DrSchmitt ,

Und ich hatte schon gehofft es gäbe dort einen tieferen Sinn.

Kommentar von Jerne79 ,

Einfach irgendetwas sagen hat nur nichts mit Dramaturgie zu tun, diese Szene erfüllt durchaus einen Zweck. Sie schließt den Prolog samt Vorstellung von Protagonist und Gegenspieler ab. Die Entscheidung, die Jagd auf den Kopf nicht fortzusetzen wird dem Helden ebenfalls als dramaturgischen Gründen abgenommen, schließlich braucht man einen beharrlichen Helden und nicht einen, der nach dem Verlust des Objektes mit den Schultern zuckt und sagt: Naja, dann hat´s halt ein anderer.

Marrakesh steht stellvertretend für die vielen Schnittstellen zwischen Nordafrika und Europa, in denen in dieser Zeit rege mit illegal gegrabenen Antiquitäten gehandelt wurde. Ein Körnchen Wahrheit schadet keiner Fiktion.

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