Frage von goethe66, 23

Wer kann mir beim Einrichten eines 2. Heizkreislaufes im Hausanbau weiterhelfen?

Guten Tag, ich habe eine Frage betreffs der Erweiterung meiner Heizungsanlage.

Ich habe einen Anbau am Haus, dieser ist nicht frostfest isoliert. Dieser Raum soll im Winter für Familienfeiern genutzt werden, also nicht täglich beheizt werden. Die letzten zwei Winter war die Temperatur in diesem Raum immer ca. 5 Grad höher als außen. In NRW gab es bisher jedoch keinen richtigen Frost.

Nun habe ich den Raum renoviert und zwei Heizkörper (ca. 5,4 KW) angebracht, welche groß genug dimensioniert sind. Da dieser Raum mit Sicherheit auch so weit abkühlen kann, dass das Wasser in den Heizkörpern gefrieren würde, möchte ich diese mit Frostschutz befüllen und über einen Wärmetauscher von der Gasheizung im Keller entkoppeln. Der neue Kreislauf bekommt eine Pumpe, ein Ausdehnungsgefäß für den Druckausgleich und den Wärmetauscher.

Die Kosten, welche bei Befüllung der vorhandenen „alten Anlage“ (ca. 500 Liter) entstehen würden, sind zu hoch. Des Weiteren weiß ich auch nicht, wie sich Kühlflüssigkeit im Heizkreislauf auf die installierte Fußbodenheizung im Haus auswirken würde. Daher trenne ich von vornherein beide Systeme.

Ich würde gern wissen, ob jemand so eine Anlage schon gebaut hat und mir ggfs. mit seinen Erfahrungen weiterhelfen kann. Welche Größe sollte der Wärmetauscher haben, muss er wegen der geringen Wärmedifferenz zwischen primär Vor- und Rücklauf nur als Beipass am Heizungsvorlauf angeschlossen werden, oder ganz normal zwischen Vor- und Rücklauf?

Ich freue mich über Eure Antworten und sage schon einmal vielen Dank.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von GuenterLeipzig, 14

Es ist aus meiner Sicht eine recht ungewöhnliche Herangehensweise an die Problematik.

Der Zusatz von Frostschutzmittels ist eigentlich nur bei Kälteanlagen üblich.

Gegen die Schaffung eines zweiten Heizkreislaufes spricht erst einmal nichts.

Vielleicht ist es die bessere Lösung, wenn Du eine innenraumtemperaturabhängige Regelung installierst, die verhindert, dass der Raum und somit auch das Wasser in den Rohrleitungen unter einen bestimmten Schwellwert auskühlt.

Wird der Schwellwert unterschritten wird bis zu einem eingestellten oberen Schwellwert Warmhaltebetrieb gefahren.

Also mit 10,8 kW kannst Du 154 m² bedarfgerecht beheizen, wenn ich mal von einem spezifischen Wärmebedarf von 70 W/m² ausgehe.

Günter


Antwort
von kurtl367, 9

Wenn du die komplette Anlage mit Frostschutz befüllst, brauchst du nur noch im Vor-und Rücklauf ein Kugelhahn  zu diesem Raum,weiter nichts So habe ich das seit 21 Jahren zu meiner Garage, und wir hatten Winter mit -26 Grad. Und da ist nichts passiert, und wenn ich Wärme will, Ventile kurz auf und gut.

Kommentar von goethe66 ,

Hallo Kurtl, an das befüllen mit Frostschutz habe ich auch schon gedacht. Zwei Hersteller habe ich gefunden, diese vertreiben den Frostschutz Coracon HF6 b.z.w. Glysoforn N. Beide Mittel vertragen sich mit den Kunststoffrohren der Fussbodenheizung. In meiner Heizung befinden sich ca. 300 Liter Wasser, bei einem richtigen Mischungverhältnis für -16 Grad liegen die Kosten für den Frostschutz bei ca. 400€. Ein Techniker das Herstellers von Coracon hat mich sehr gut beraten und darauf hingewiesen, das der beste Wärmeleiter Wasser ist, jegliche Zugabe von Zusätzen geht zu lasten der Wärmeleitfähigkeit. Welchen Frostschutz hast Du in Deiner Anlage und kannst Du die Aussage des Technikers bestätigen?

MfG Thomas

Antwort
von goethe66, 5

Vielen Dank für die guten Antworten. Sie hat mir geholfen.

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