Frage von Balu4111, 65

Wer ist verantwortlich für den Krieg in Syrien?

Mich würde mal interessieren wer für den Krieg in Syrien verantwortlich ist, mir wäre eine Antwort von einer neutralen Quelle wichtig...

Antwort
von KingLouis1, 65

Neutral ist so eine Sache da es Standpunte aus dem Westen,Osten und aus den Gebieten selber gibt.Man muss aber schon ein wenig weit ausholen und zurückschauen wie es entstanden ist.Alle Länder in dieser Region,also nicht nur Syrien gehörten zum grossen Teilen zu Frankreich oder Grossbritanien. Nach dem 2. Weltkrieg wurden diese in die Unabhängikeit entlassen und man installierte Regierungen die das Interesse des Westens vertreten sollte.Schlimmer noch. Man zog fast willkührlich neue Grenzen.Schau dir mal eine Karte an.Es spielte keine Rolle dabei welche Völker wo wohnten und als Beispiel Kurdistan bekam keinen eigenen Staat mehr zugesprochen. Das ganze System funktionierte wunderbar solange diese Länder von Diktatoren regiert wurden und unangenehme Gegner und auch Gruppen einfach eliminiert wurden. Das interessierte keinen Menschen.Die sogenannte Demokratisierung läuft in allen Ländern immer nach dem selben Schehma ab.Alle Gruppen vereinigen sich um gegen die bestehende,sogenannte,koruppte Regierung zu kämpfen. Hat man dieses gemeinsame Ziel erreicht mekt man sehr schnell das jeder der sogenannten Verbündeten nun auf den eigenen Vorteil bedacht ist.Es entsteht aus den bestehenden Stämmen und Gruppierungen ein neuer Konflikt, da die Minderheiten der Staaten sich vor dem selben Problemen sehen wie zuvor.

Kommentar von voayager ,

KingLouis genau so sieht es aus, das Beispiel Libyen führt es ja einem vor.

Antwort
von gnhtd, 48

neutrale Quellen findest du hier ganz bestimmt nicht...

Für den Krieg hat es mehrere Faktoren:

- Der Arabische Frühling, welcher von einer Selbstverbrennung zu einer Revolutionswelle anschwellte stachelte einige Gruppen in Syrien auf

- die Zeit des Imperialismus und der Ausgang des Ersten Weltkrieges machte aus Syrien einen Künstlichen Staat (ohne Einheitsgedanken usw.)

- Der Islamismus hat mit Gruppen wie ISIL zu bewaffneten Konflikten geführt 

- die Einmischung von Grossmächten wie GB und den USA sowie die Golfkriege haben ein Machtvakuum hinterlassen

- Vor allem die USA hat Massen an Waffen und Kriegsmaterial nach den Kriegen unbewacht zurück gelassen...

Antwort
von Immofachwirt, 57

Die Syrer?

Wer sonst sollte für einen Bürgerkrieg verantwortlich sein, wenn nicht die Machthaber und das Volk?

Klar gibt es auch Intressen von außerhalb Syriens, die entweder die eine oder andere Fraktion unterstützen, weil es ihren Interessen dient. Aber es gilt weltweit und nach wie vor die Aussage von Robert Walser:

Die Großen sind nicht durch sich selbst groß, sondern durch die anderen, durch alle die, denen es ein Entzücken bereitet, sie als groß zu erklären. Durch vieler Leute Würdelosigkeit entsteht diese eine überragende Ehre und Würde. Durch vieler Leute Kleinheit und Feigheit entsteht diese auf einem Punkt aufgehäufte Summe von Größe und durch vieler Leute Verzicht auf Macht diese gewaltige Macht. Ohne Gehorsam ist der Befehlshaber und ohne Diener ist der Herr nicht möglich

Antwort
von Skinman, 48

Das ist nicht klar zu beantworten, wenngleich ein Großteil der Verantwortung ganz sicher bei Assad liegt.

Es steht aber zu vermuten, dass der zumindest aus Russland Signale erhalten hat, die ihn in seinem Kurs bestärkten. Wenn er international ganz allein dagestanden hätte, bestünde zumindest eine spekulative Möglichkeit, dass er sich weniger halsstarrig gezeigt hätte. (Allerdings ist der Typ wirklich ein ziemlich verblendeter, weltfremder Idiot, von daher wäre selbst das nicht auszuschließen.)

Die andere Frage ist aber auch, ob es nicht sinnvoller für den Westen gewesen wäre,Assad von Anfang an zu stützen. So unappetitlich das klingt und so sehr es auf den ersten Blick gegen unsere ständig vorgetragenen Werte von Demokratie, Rechtsstaat blabla verstößt: Das ist ja de facto nun eh alles scheinheilige Verlogenheit. Wir hier im Westen machen seit Jahr und Tag hervorragende Geschäfte mit solchen Leuten. Westliche Außenminister und Staatsoberhäupter hatten all die Jahrzehnte lang nicht die geringsten Schwierigkeiten, sich mit Assad, Papa Assad, Mubarak, Gaddafi und Konsorten ablichten zu lassen, Freundschaft zu beteuern und Verträge zu vermitteln. Auch nach dem Arabischen Frühling noch, oder sollte mir ein Ölboykott gegen Saudi-Arabien entgangen sein?

Von daher ist die ganze Moralgeschichte sowieso reine Heuchlerei und Selbstbetrug. Dafür haben uns die Diktatoren wenigstens realpolitisch die Islamisten in den entsprechenden Ländern vom Hals gehalten. Dass die Moslembrüder an die Macht kommen, wenn man in einem islamischen Land freie, gleiche und geheime Wahlen abhält, kann eigentlich niemanden überraschen.

Aber nein, der Westen schwafelt so lange von Moral und Demokratie, bis er auf seine eigene Propaganda reinfällt. Und wenn's dann passiert, installiert er lieber hintenrum ein korruptes Marionettenregime, das er zu Hause als "moderat" zu verkaufenversucht, statt sich mit frei gewählten Islamisten abzufinden. Oder auch mit Nationalisten, siehe Vietnam. Man könnte meinen, seit damals hätten die USA ab-so-lut nichts dazu gelernt.

Dann kann man aber auch gleich beim amtierenden Diktator bleiben und erspart den Menschen vor Ort jedenfalls einen Bürgerkrieg.

Kommentar von JBEZorg ,

Das ist nicht klar zu beantworten, wenngleich ein Großteil der Verantwortung ganz sicher bei Assad liegt.

Na wie schön, dass du das Gegenteil der Wahrheit "den Grossteil" nennst.

Es steht aber zu vermuten, dass der zumindest aus Russland Signale erhalten hat, die ihn in seinem Kurs bestärkten.

Und nun zeigst du dein wahres Gesicht des westlichen Propagandalügners. Ihr fallt auf, weil ihr dermassen dreist die Warheit auf dem Kopf stellt. Es belibt euch auch nichts anderes übrig angesichts der Faktenlage.

Welchem Kurs? Was hat der legitime Machthaber(wie böse du persönlich den auch verleumden willst) von einem Bürgerkrieg? Du verspottest die Logik.

Wenn er international ganz allein dagestanden hätte, bestünde zumindest eine spekulative Möglichkeit, dass er sich weniger halsstarrig gezeigt hätte

Halstarrig? Wenn also morgen die Neonazis(mal rein spekulativ angenommen) in Deutschland einen bewaffneten Putschversuch starten, dann sollte Frau Merkel wahrscheinlich nicht "halstarrig" sein und zurücktreten, oder?

(Allerdings ist der Typ wirklich ein ziemlich verblendeter, weltfremder Idiot

Stolze Worte ünber einen Staatschef von einem Internet-"Eperten". Es wäre lustig wenn es nicht traurig wäre. Welt fremd sinf Fanatiker wie du, die der Welt eure falschen Werte aufdrpcken wollen und danns ich wundern, dass die Welt gross, vielfältig und euch nicht hörig ist.

Kommentar von Skinman ,

Der Unterschied zwischen Merkel und Assad ist (unter anderem), dass erstere legitim aus gleichen und geheimen allgemeinen demokratischen Wahlen hervorgegangen ist, während Assad nichts ist als ein Diktator. Legitimiert durch Faustrecht. Wie in der Steinzeit. Will sagen: Wenn der Westen seine angeblichen Prinzipien ernst nähme, wäre Assad durch GAR nichts legitimiert. Schon überhaupt nicht durch Volkes Wille, denn die Mehrheit der Syrer hat ihn schon vor dem Krieg abgelehnt.

Kommentar von martinzuhause ,

"Allerdings ist der Typ wirklich ein ziemlich verblendeter, weltfremder Idiot,"

welcher politiker ist das denn nicht? es ist auch weltfremt da hunderttausende oder millionen "flüchtlinge" nach deutschland einzuladen und zu sagen "wir schaffen das".

Kommentar von Skinman ,

Die Flüchtlinge sind eine extrem kleine und leicht lösbare Aufgabe für Deutschland.

Die Bankenkrise hat uns mal schlanke 50 Milliarden Euro an Steuern gekostet. Die HSH-Pleite: 14 Milliarden Steuergelder. Der Berliner Flugahfen BER (nur bislang): 4,5 Milliarden - und selbst wenn sie den jemals eröffnen, wird der bereits ab dem ersten Tag schon wieder zu klein sein.

Die Fluechtlings-"Krise" dagegen nur  10 Milliarden, was im Vergleich zum GDP praktisch nichts ist. (Ab davon dass wir von diesen Flüchtlingen noch profitieren werden, denn sie sind so ziemlich das einzige, was unser Rentensystem vor dem baldigen Kollaps retten kann.)

95 Prozent der Flüchtlinge sind aktuell in Nachbarländern von Syrien, die weniger Einwohner haben als Deutschland und nur einen winzigen Bruchteil unseres Reichtums: 1,9 Millionen in der Türkei, 1,2 Millionen im Libanon, 650.000 in Jordanien. Wenn wir diese Länder sowie Südeuropa nicht massiv entlasten, versinkt diese ganze Gegend in den nächsten Monaten in Chaos und Krieg, was uns noch wesentlich mehr Flüchtlinge hierher spülen wird.

Es ist auch vollkommen aussichtslos, die draußen halten zu wollen, wie die gesamte Jahrtausende alte Geschichte ähnlicher Versuche von China über die DDR bis hin zu den USA zeigt. Das kostet nur unproduktiv Geld und bringt nichts. Sie kämen trotzdem rein und sie kämen trotzdem in Arbeit. Genau wie in den USA, wo große Teile der Wirtschaft ohne "illegale" Einwanderer kollabieren würden. Nur kämen die dann eben "schwarz", würden keine Steuern und keine Sozialabgaben zahlen.

Dagegen hat offene Migration in der Regel wirtschaftliche Vorteile für das Einwandererland:

https://www.youtube.com/watch?v=umqvYhb3wf4

Kommentar von JBEZorg ,

Wenn alle Politiker solche Idoten sind,warum sind sie dann Politiker und regieren dich?

Kommentar von Skinman ,

Sachzwänge.

Antwort
von HenrikHD, 59

Also, konflikte gabs da schon immer. allerdings richtig schlimm wurde es erst als die USA das gebiet ins mittelalter gebombt haben

Kommentar von Bitterkraut ,

Käse. Faßbomen hat Assad abwerfen lassen, nicht die Amerikaner.

Kommentar von martinzuhause ,

die amerikaner haben nur dafür gesorgt das es soweit gekommen ist weil ihnen der "machthaber" da nicht gepasst hat

Kommentar von JBEZorg ,

Käse. Faßbomen hat Assad abwerfen lassen, nicht die Amerikaner.

Und wie weit kommen wir, wenn wir dämliche Lügen über Fassbomben in die Argumentation einbeziehen?

Kommentar von HenrikHD ,

Dafür haben die Amis mit Napalm grschmissen...

Antwort
von hummel3, 41

Im Grunde ist der Islam in seinen verschiedenen gegensätzlichen Ausprägungen selbst die Ursache für die Auseinandersetzungen nicht nur in Syrien, sondern im gesamten islamischen Raum.

Nachgeholfen haben allerdings auch die USA in der Konkurrenz zu ihrem traditionellen Gegenspieler, indem sie an der Abschaffung der Despoten der Vergangenheit kräftig gearbeitet haben und so, zwar schlechte Systeme bekämpft, mehrheitlich sogar abgeschafft, gleichzeitig aber katastrophalen neuen Systemen den Weg geebnet haben. - Manche Kulturen scheinen einfach nicht "demokratisierbar" zu sein, sondern eben unter einer harten und ungerechten Hand per Saldo besser und friedlicher zu funktionieren, als unter einer nie durchgesetzten Demokratie.

Antwort
von voayager, 42

Die Gründe sind vielfältig beginnen bereits bei Kriegsende des WK I, wo GB und Frankreich sich den Nahen Osten aufteilten. Dabei erhilet Frankreich Syrien, das sein Protektorat wurde.

diese beiden europ. Mächte zogen mit dem Lineal willkürlich Grenzen, ohjne Rücksicht darauf, welche Ethnien und Stämme verfeindet waren oder nicht, im Gegenteil deren Gegensätze wurde zugungsten von Fr. u. GB ausgenutzt. (divide et impera)

Nächster Neilenstein war der Irakkrieg, der zu einer weiteren Radikalisierung des Islams führte.

3. Meilenstein waren dann die Waffenlieferungen der imperialistischen "Wertestaaten".

4. der 4. Meilenstein sind die halbfeudalen Staaten der arabischen Halbinsel, die Al-Quaida Ableger oder gar diese selbst mit Waffen und Geldern unterstützen.

Antwort
von JBEZorg, 43

Die USA haben die Opposition unterstützt mit Geld, "Beratung"(sprich Führungsoffzieren, die ihnen genaue Szenarien und Methoden vermittelt haben) und letzlich auch Waffen und diese hat versucht Assad zu stürzen mit der Unterstützung der USA im Hintergrund. Das diese Opposition sich aus hauptsächlic islamistischen sunnitischen Gruppierungen zusammensetzt, die unter anderem sich zu Al Quaeda bekennen war den USA nicht nur bekannt, sondern das war auch gewollt. Schliesslich kam noch IS dazu. Auch ein Produkt der amerikanischen Amitionen die Machtverhältnisse in der Region umzugestalten.

Hat es in Syrien vor dem Konflikt Unzufriedene und Oppositionelle gegeben? Ja, natürlich. Hätten sie ohne das grosse Versprechen der Unterstützung und letzendlich Geld und Waffen einen Bürgerkrieg anzetteln können? Nein.

P.S. Assad ist ein säkulärer Führer, der in groben Zügen die Ideologie der Baath-Partei, also arabische Form des säkulären Sozialismus vertritt. Logischerweise stehen ihm die religiösen Fanatiker, Islamisten aller Art usw. gegenüber, denen weder Sozialismus, noch ein säkulärerer Staat gefällt. Das ist einfach die Natur der Dinge und einfache Fakten.

Antwort
von Bitterkraut, 53

Es gibt keine neutralen Quellen.

Angefangen hat es mit Protesten von Teilen der Bevölkerung gegen Assad, der hat diese blutig niedergeschlagen, seither haben so viele da mitgemischt, daß jetzt so viele geopolitische Interessen dort vertreten sind, daß eine Einigung noch lange auf sich warten lassen wird.

Antwort
von Modem1, 30

Genauer ein Bürgerkrieg., der sogenannte "Arabische Frühling" die Beseitigung der alten Despoten in Libyen, Irak, Tunesien und dann Assad brachte den Islamischen Staat und konkurrierende Gruppen hervor die den Assad stürzen wollen. Der IS macht mit Leuten kurzen Prozess die seiner Meinung kein echter Gläubiger ist nach den Koran. Dann sind die Städte fast unbewohnbar durch die Kämpfe geworden, durch Bomben des Regimes und der US Bomber die wiederum den Assad und den IS bekämpfen. Jetzt mischen sich Russen auch noch ein. Also Fazit: Nichts wie weg.

Antwort
von martinzuhause, 52

da gibt es keine "neutrale" stelle.

fast allen länder in denen jetzt krieg oder chaos herrscht wollten einige die "demokratie" bringen. das hat noch nirgendwo funkltioniert.

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