Hier wird ja oft genug gefragt, wer welche Religion hat oder wer sich wie gläubig oder religiös fühlt. Ich wüsste aber gern: Was ist das denn überhaupt?
Heißt religiös einfach einer Religion anzugehören oder muss man dazu auch gläubig sein? Oder ist beides dasselbe?
Äußern sich vielleicht auch die Religionen (also die Heiligen Schriften oder Theologen der jeweiligen Religion) dazu?

Ich bin konfessionslos, nicht getauft usw., Agnostiker. Mein Mann ist Katholik, aber auch nicht gläubig. Glauben heisst für mich nicht zu hinterfragen. Kommt mir nicht in die Tüte.

Ich antworte Dir als Christ.
Religiös - der Versuch, Gott zu beeindrucken, durch Leistung oder Wohlverhalten. Ist sinnlos und vergeblich. Menschen, die so geprägt worden sind, habe oft Ängste oder fühlen sich von Gott bedroht, weil sie sein Herz nicht kennen.
Glaube - tiefes Vertrauen zu Gott in einer persönlichen Beziehung zu ihm. Ruhen in seiner Liebe und Güte, viel Freude und Frieden.
Sehr treffend!
Hannipuepp am 30. März 2009 10:38 DH!

Gläubig bedeutet etwas ohne Beweis als gegeben an-/hinzunehmen. Gläubig muss nicht einer bestimmten Religion zugeordnet sein, aber der Mensch lebt leichter in Schubladen.
Prediger haben schon von Alters her den Unwissenden beibügeln wollen, was sie glauben sollen. Macht der Papst noch heute! ;-)

ich bin gläubig aber aus der Kirche ausgetreten. ich bin der Meinung das ich im Herzen röm/kath bbin aber nicht dafür bezahle muss.
Quandt am 13. Januar 2009 08:59 Das verrate mal lieber nicht den lieben Benedikt, das gibt bestimmt 100 Jahre Fegefeuer ... ;-)
fritz401 am 13. Januar 2009 09:04 oje oje :))...ist er so gläubig?
ob du nun in eine Kirche gehst oder einer Konfession angehörst, hat mit deinem Glauben an Gott nichts zu tun. Du kommst bei aufrichtiger Lebensführung genau so in den Himmel. Einzigst eine kirchliche Bestattung fällt flach.
fritz401 am 13. Januar 2009 09:18 ich weis, das ist mir auch bewusst. nur habe ich damals die Entscheidung deshalb getroffen aus der kirche auszutreten weil ich nicht bereit war 350€ zu zahlen

es sind zumindest Worte, die sich gegenseitig nicht ausschließen, mehr ergänzen...ich würde unter gläubig halt den Glauben als solches verstehen und unter religiös, entsprechende Handlungen etc., die mit dem Glauben zusammenhängen, verstehen ( zb. Taufe, Beschneidung usw.)

Religiös weiß ich nicht genau, aber "gläubig" kann ich erklären:
Es bedeutet, daß man vertraut. Darum ist es eigentlich schlecht, wenn man sagt: ich bin gläubig, denn jeder glaubt und vertraut. Man sollte sagen: Ich bin gläubig an den Herrn Jesus Christus, oder so.

Der Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht. (Hebräer 11:1)

Fragloses Hinnehmen von Übernatürlichem ohne irgendwelche Evidenzen dafür vorweisen zu können, bei gleichzeitiger Abstumpfung von Kritikfähigkeit.
Das geht dann meist soweit das der Gläubige sich im Kreis dreht, man durch kein Gegenargument mehr zu überzeugen ist, da ja nicht wahr sein kann, was nicht wahr sein darf.
Von einem Gläubigen wirst Du niemals kurze knappe pointierte Antworten zu Fragen erhalten, welche kritisch seinen Glauben hinterfragen und/oder Unstimmigkeiten im Konzept desselben aufzeigen.
Meist wird ausweichend in endlosem Geschwurbel versucht zu antworten, ohne auf kausale Zusammenhänge dabei Rücksicht zu nehmen.
Sehr beliebt sind dann auch Höllendrohungen, welche eher aufzeigen das der Gläubige selbst mit einer so schwachen Persönlichkeit ausgestattet ist, das er ja offensichtlich Angst davor hat. Eine Art der Nötigung ist dies. Glaubenserpressung.
Ich könnt ewig weiterschreiben.
(Was ich auch werde nach Ansicht einiger Gläubiger hier! Bei schwachem Licht und großer Hitze;)
Soli
Sternenfee am 14. Januar 2009 13:58 Vielleicht sollstest Du mal mehr Gläubige kennenlernen, denn diese sind unter sich genauso unterschiedlich wie alle anderen Menschen. Was ist das denn, wenn Du allen Gläubigen unterstellst, das sie eine schwache Persönlichkeit haben oder abgestumpft werden?!
Solipsist am 14. Januar 2009 15:54 Ich habe nicht Gläubigen eine schwache Persönlichkeit unterstellt. Ich habe Gläubigen die mit Höllendrohungen operieren, ein schwache Persönlichkeit unterstellt.
Pass besser auf bitte.
daddysdearest am 20. Januar 2009 10:11 Du solltest selbst besser aufpassen. Oder verwechselst Du Warnungen und Drohungen absichtlich?
Solipsist am 20. Januar 2009 10:41 Die einen warnen die anderen drohen. Das Prinzip bleibt gleich. Offen zur Schau gestellte Mahnung besser jenen Glauben anzunehmen, sonst!
Übliche Methode zur Indoktrination.

Wer einer Religion angehört und sich deren Regeln verpflichtet fühlt, ist und handelt religiös. Glauben heißt schlicht und ergreifend "nicht wissen", da der Beweis fehlt, aber es trotzdem für gegeben halten!
daddysdearest am 13. Januar 2009 10:24 Glauben heißt Vertrauen und hat nichts mit dem Wissensstand zu tun.
firstguardian am 13. Januar 2009 12:31 Diese Auffassung teile ich bekanntlich nicht! Sie sei Ihnen aber vergönnt! Jedem Tierchen sein Pläsierchen!

wenn ich einer Religion angehöre heißt es nicht das ich gläubig bin
Kristall08 am 13. Januar 2009 09:08 Und umgekehrt. ;-)
schildi am 13. Januar 2009 09:10 richtig :-)
religiös; lebt nach seinem Glauben
gläubig; glaubt an Gott
Katholisch Evangelisch; gehört einfach einer Konfession an sagt aber nichts über seinen Glauben

ich bin atheist war mal evangelisch bin aber ausgetreten. habe viele "rote socken" erlebt die aufeinmal nach der wende ein die kirche sind. nein das muss ich nicht haben lebe auch so gut.
Glauben heisst für mich nicht zu hinterfragen.
So ist es.
Man kann überhaupt nicht glauben, ohne hinterfragt zu haben.
Sehr gut, das finde ich auch. Man sollte immer hinterfragen. Übrigens, hier ein Link zu einem recht interessanten Buch über den Glauben:
http://www.life-is-more.at/features/buecher/fragendieimmerwiedergestellt_werden.pdf
Darin geht es um immer wieder gestellte Fragen zum christlichen Glauben. Glaubst Du das auch, was da drin steht?
Ich habe jetzt nicht alle 191 Seiten gelesen. Aber was ich von Gitt schon kenne, fand ich eigentlich recht plausibel.
Na ja, weisst Du, ich frage deshalb, weil ich über das Vorwort nicht hinausgekommen bin. Alldieweil ich als Geisteswissenschaftlerin darauf geeicht bin, mir zuallererst, bevor ich mich irgendwelchen Inhalten zuwende, ein Bild über den Autor zu machen und seine Grundannahmen. Und was er da auf Seite 12 schreibt, das ist mir überhaupt nicht plausibel. Das Buch baut komplett auf einem logischen Zirkelschluss und einer Tautologie auf. Und dann kann das, was er schreibt, doch nicht absolut wahr sein. Oder?
Argh, ich kann keine Pdf-Dateien öffnen. Update!
Dann lies hier. Ich habe die betreffende Passage als Zitat ins Forum gestellt. Letzter Beitrag auf der Seite:
http://www.gutefrage.net/sfSimpleForum/topic/id/121378/stripped_title/atheist-vs-christ/page/14
Ein Mensch kann nie die absolute Wahrheit erkennen. Wir erkennen bestenfalls ein winzigkleines Fitzelchen davon - manche allerdings nicht mal das.
Genau, siehst Du, das denke ich auch. Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, weil ich da schon wieder so spitzfindig bin. Der Punkt ist ja nur: die Bibel wurde ebenfalls von Menschen aufgeschrieben. Von Anfang bis Ende von Menschen geschrieben. Also kann sie bestenfalls in winzigkleinen Fitzelchen wahre und absolute Aussagen enthalten, wenn überhaupt. Und genau deshalb verstehe ich immer nicht, wieso dann ein Mensch oder auch so viele Christen sagen können, die Bibel sei das einzige von Gott autorisierte Wort und deshalb das Maß aller Dinge in Glaubensfragen. Und dann deren Inhalte in rabiatester Weise gegen Anders- bzw. Nichtgläubige richten (vgl. True Christians). Das bekomme ich einfach nicht hinein in meinen Denkerschädel. ganzverzweifeltguckt