Frage von anellen,

Wer ist rechtlich gesehen Eigentümer eines Autos?

Nach dem Tod des Vaters meines Freundes (nicht verheiratet) habe ich seiner Mutter das Auto des Verstorbenen abgekauft und bin im Kaufvertrag als alleinige Käuferin eingetragen. Da mein Freund zur Zeit arbeitslos ist, zahle ich auch die Versicherung.

Allerdings haben wir den Versicherungsvertrag des Verstorbenen übernommen. Das ging nur auf den Namen meines Freundes, so dass er jetzt im Fahrzeugbrief steht (abweichende Halterschaft war nicht möglich).

Wer ist nun rechtlich gesehen Eigentümer des Autos? Ich als Käuferin (mit Kaufvertrag). Oder mein Freund, der im Fahrzeugbrief eingetragen ist?

Antwort von WolfRichter,
5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Es ist ein verbreiteter Irrtum, daß Eigentümer derjenige wäre, der auch im Brief steht. (Auch nicht unbedingt der, der den Brief besitzt.) Das ist zwar oft, aber nicht immer so.

Eigentümer ist der, der das Eigentum erworben hat.

So wie es aussieht (Kaufvertrag), bist Du das.

Kommentar von HerrLich,

Fein, dass endlich Unterstützung kommt. Dieser Irrglaube ist offensichtlich nicht aus den Köpfen zu kriegen. DH - Mir hat keiner geglaubt :-(

Kommentar von amiria71,

die Frage gabs letztens schon umgekehrt (das wird doch nicht die besagte Freundin jetzt sein?) Da habe ich mich genau auf diese Position gestellt. Ich glaub Ihnen ;-)

Antwort von Werdertier,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Laut -BGB der Käufer nicht der Halter oder Fahrzeugführer.

Aus Steuerlichen Gründen und wegen gesetzmässiger Vergünstigungen kann man dadurch auch ein KFZ auf eine Behinderten zulassen.

Gruss

Antwort von vollyhn,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Das Eigentum richtet sich nach den ganz normalen Grundsätzen wie bei allen beweglichen Sachen. Die Eintragung im Fahrzeugbrief ist unerheblich. Nehmt das Beispiel des Kfz-Händlers: Dieser kauft und erhält ein gebrauchtes Fahrzeug zu Eigentum ohne die Eintragung in den Fahrzeugpapieren zu ändern. Da kommt doch auch keiner auf die Idee, der noch wochenlang in den Papieren eingetragene Verkäufer bliebe Eigentümer.

Die Fahrzeugpapiere sind vorrangig Verwaltungspapiere und gelten nur als Indiz, wenn es um den Verkauf des Fahrzeuges geht, dass der eingetragene Halter der Eigentümer des Kfz ist.

Kommentar von vollyhn,

Zur Vertiefung für Interessierte:

http://sfz-mainz.de/dateien/abhandlungen/fahrzeugbrief.htm

Antwort von valvetvipe,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

immer der, der im Fahrzeugbrief eingetragen ist, egal wer es gekauft oder bezahlt hat.

Kommentar von wolli3454,

Stimmt!

Kommentar von suesszahn,

fakt is...wer im brief steht ist besitzer...

Kommentar von HerrLich,

spackenmann: Besitzer und Eigentümer ist ein großer Unterschied. Du meinst vermutlich Eigentümer.

Kommentar von Werdertier,

NAja und was ist wenn cih ein Auto über eine Bank finaziere dann stehe ich trotzdem bei der Versicherung und im Brief drin und nicht die Bank obwohl es denen eigentlcih noch gehört

Kommentar von t49atbv,

Du bist als Eigentümer eingetragen, die Bank hat aber den Brief so kannst du das Auto nicht verkaufen.

Kommentar von valvetvipe,

es ist dein auto und du bist haftbar, wenn du nicht bezahlst. den brief hat die bank nur als sicherheit.

Kommentar von baerchen8069,

Wenn Du ein Auto über eine Bank finanzierst, dann behalten die solange den Fahrzeugbrief als Sicherheit, damit Du das Auto während der Laufzeit der Finanzierung nicht verkaufen kannst. Eigentümer bist dann aber trotzdem Du.

Kommentar von baerchen8069,

@ Werdetier: Wenn Du ein Auto über eine Bank finanzierst, dann behalten die solange den Fahrzeugbrief als Sicherheit, damit Du das Auto während der Laufzeit der Finanzierung nicht verkaufen kannst. Eigentümer bist dann aber trotzdem Du.

Kommentar von xyungeloest,

@baerchen8069: die bank bleibt eigentümer des autos, du würdest im höchstfalle der besitzer.

eigentümer und besitzer sind zweierlei.

Kommentar von vollyhn,

Werdertier hat Recht!

Antwort von ungererbad,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Tut mir leid, da muß ich fast allen widersprechen. Der Fahrzeugbrief sagt weder über Eigentümer noch über den Halter des KFZ etwas aus. Halter eines KFZ ist derjenige, der es für eigene Rechnung benutzt und die Verfügungsgewalt darüber besitzt; also auch einer, der sich das Auto geliehen hat. Wer im Fahrzeugbrief eingetragen ist oder den Brief in Händen hält, muß weder Halter noch Eigentümer des KFZ sein. Der Fahrzeugbrief beurkundet, dass für das KFZ eine Betriebserlaubnis besteht und dass der Inhaber über das KFZ verfügen darf. Will ich neue Kennzeichen bei einer Ummeldung haben, so muß ich diese Betriebserlaubnis nachweisen und auch, dass ich über das KFZ verfügen darf. Ohne Brief keine neuen Kennzeichen und keine Fahrt mit dem Auto. Rechtliche Grundlagen: § 23 Abs. 1 S. 3 StVZO und § 27 Abs. 3 StVZO. Siehe >Lexikon der Rechtsirrtümer<!!

Antwort von HerrLich,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Den Eigentumsnachweis kannst Du erbringen, nicht Dein Freund.

Antwort von Waldis,

Hier mal kurz noch informieren:

Besitzer ist der, der eine Sache hat. Z. B. der Fahrer.

Eigentümer ist derjenige, der das Eigentum erworben hat. Z. B. Durch kauf, schenkung etc.Dies wird wiederum durch einen Kaufvertrag oder Zahlungen, Quittungen nachgewiesen.

Halter ist derjenige der das Auto gewöhnlich nutzt bzw. im schein steht.

Schein: enthält bestimmte Daten unter anderem den Halter, welcher bei Verstößen angeschrieben wird und diese bezahlen muss (außer er kann den Fahrer nachweisen).

Brief: Dokument zur Zulassung zur Straßenbenutzung. Für gewöhnlich steht dort der Eigentümer. Muss aber nicht sein. Nur ein beweisdokument bei gutgläubigem kauf.

Wie zuvor bereits gut erklärt, Eigentümer ist nicht zwangsläufig der, der im Brief steht.Z. B. Kauf des Autos, schlussrate bezahlt, Verkäufer gibt Brief nicht raus. Hier könnte der Käufer den Verkäufer auf Herausgabe des Brief verklagen. Denn das Auto hat er vertragsmäßig erworben. Brief hat hier keine Bedeutung, außer für die Verwaltung.

Bsp. zur Bank:Bank hat Brief, dort steht z. B. Der Käufer drin.

Die Bank kann, muss aber nicht Eigentümer sein.Die Bank bleibt nur Eigentümer, wenn dies durch einen eigentumsvorbehalt festgelegt ist:Die Bank 00 bleibt Eigentümer bis zur vollständigen Zahlung. Als beispielsatz.Falls dies nicht geschiet, wird aber immer gemacht, ist der Käufer Eigentümer.

Die Bank bekommt das Eigentum also nicht durch den Brief, sondern durch verträgliche Regelungen. Der Brief wird nur als Sicherheit behalten. Z. B. damit das Auto nicht verkauft werden kann. Denn dann hätte die Bank keine Sicherheit mehr, wenn das Auto weg ist. Die Bank könnte genauso gut die schlüssel nehmen, hätte quasi den selben Effekt. Nur könnte man es dann nicht nutzen.

Bei mir ist das auch So. Brief steht mein Vater aber ich hab es abgekauf. Also mein Eigentum.Und ich muss es wissen, ich arbeite auf der Verwaltung ;)

Antwort von michl283,

Zusatzfrage: Wie sind die Eigentumsverhältnisse, wenn die Ehefrau Vertragspartnerin ist und das Kfz vom eigenen Konto zahlt (über das das gesamte Familieneinkommen läuft)und auch im Brief als Halterin eingetragen wird. Diese Konstelation aber nur gewählt wird, weil der Ehemann (ohne eigenes Konto)voreheliche Schulden hat und aus Angst vor Vollstreckung Alles grds über die Frau anschafft?

Antwort von Joe17,

WolfRichter und ungererbad haben es doch schon ausführlich gesagt: Eigentümer des Fahrzeuges ist NICHT derjenige, der die Zulassungsbescheinigung besitzt!! Nach § 929 BGB ist zur Eigentumsübertragung eine Übergabe und Einigung des Kfz auf Grundlage z.B. eines Kaufvertrages notwendig, dass scheidet ja wohl aus, wenn der Freund nur im Kfz-Brief eingetragen ist. Die Freundin ist Vertragspartnerin und nur sie selbst hat Anspruch auf Übergabe des Kfz, also auf Erfüllung des Kaufvertrages und Besitzverschaffung. Mit der Erlangung der tatsächlichen Gewalt am Kfz ist damit die Sache für die Käufer erworben, sie besitzt dieses Auto auch (§854 Abs. 1 BGB). Wer im Kfz-Brief steht ist völlig egal, genauso wer ihn besitzt!! Ich hoffe, dieser Irrglaube findet bald mal ein Ende!

Antwort von wauwie,

ich meine, immer der, der den Brief in der Tasche hat, egal was drinsteht. Man soll ja nicht umsonst dafür sorgen, dass der Brief nicht im Auto liegt. Sonst ist das Auto beispielsweise beim Diebstahl futsch.

Antwort von xyungeloest,

Erst durch den Brief wird man zum Fahrzeugeigentümer

http://www.autoservicepraxis.de/sixcms/detail.php?id=548320

Antwort von schnarre,

Wenn du Käuferin bist,solltest du auch im Fahrzeugbrief stehen (ummelden!) Versichern kann dein Auto auch Meier ,Müller,Schulze. Geh mal zu einer anderen Versicherung und lass die einen "Kampfpreis" machen. Damit gehst du zu der jetzigen Versicherung und lässt dir ein besseres Angebot auf deinen Namen machen.

Antwort von Qetan,

Ich habe gelernt, dass immer die im Fahrzeugbrief angegebene Person, als Fahrzeugbesitzer gilt. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob das evtl. geändert wurde.

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