Frage von Neutralis, 76

Wer ist momentan der beste Kampfsportler der Welt?

Kann man das überhaupt vergleichen ? Z.B. UFC und Boxen ? Viele behaupten, dass McGregor oder wie der heißt der beste, der besten ist. Stimmt das ?

Antwort
von Enzylexikon, 41

Wer ist momentan der beste Kampfsportler der Welt?

Meine persönliche Meinung:

Den "besten Kämpfer der Welt" wird man niemals bei irgendwelchen Wettkämpfen sehen, weil er es nicht nötig hat, irgendetwas zu beweisen.

Meiner Meinung nach beruhen 99% der Wettkämpfe auf Egomanie und dem Bedürfnis, irgendjemandem irgendetwas beweisen zu wollen.

Da es immer Gewinner und Verlierer gibt, besteht immer ein Potential für weitere Konflikte. "Rückkampf" ist lediglich ein Euphemismus für "Rache".

Irgendwelche kommerzialisierten Käfigkämpfe und dergleichen, sind letztlich nur noch eine Zurschaustellung von Gewalt. Fehlt nur noch, dass man wilde Tiere auf die Kämpfer los lässt - dann sind wir wieder im alten Rom.

Auch Show-Bruchtests sehe ich ähnlich.

Es mag ja einen gewissen Hinweis auf eine gute Koordination von Geist und Körper sein, wenn man dicke Holzbretter zertreten kann - eine Notwendigkeit dafür sehe ich allerdings nicht.

Wer womöglich noch meint, im Rahmen von Meisterschaften und Shows Dutzende von Eisblöcken, oder ungebrannten Ziegeln zerschmettern zu müssen, tut mir einfach nur noch Leid.

Die tatsächliche Aussagekraft irgendwelcher Wettkämpfe mit Minimal-Regelwerk ist für mich übrigens ebenfalls sehr bescheiden.

"Ich kämpfe besser als Du!" - "Mein Stil ist besser als Deiner!"

Sorry, aber das ist für mich pubertärer Schw...vergleich.

Bevor ich jetzt  womöglich virtuell gelyncht werde, an dieser Stelle noch einmal der deutliche Hinweis: Das ist lediglich meine persönliche Meinung, die von niemandem geteilt werden muss.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

So ist es aber.

Ich hatte bei meiner Sportlehrerausbildung einen Lehrer, der bei sich im Verein trotz Querschnittslähmung (!) seine Schüler stehend unterrichtete. Ein anderer Lehrer war an die neunzig und unterrichtete immer noch, zweimal die Woche im normalen Trainingsbetrieb.

So etwas sind in meinen Augen Beispiele für Sportler, die wirklich außergewöhnliche Leistung beweisen.

Kommentar von gandalf8989 ,

enzylexikon das ist Schwachsinn. Warum sollen gute Kämpfer denn nicht auf Wettkämpfe gehen? ich sag auch nicht, die besten Autofahrer sind die, die nicht Autofahren. Außerdem es geht hier um kampfSPORT. und im Sport geht es auch darum zu gewinnen und das nicht nur wegen egomanie etc. Im Wettkampfsport will man gewinnen und das ist das, was den Reiz aus macht, wofür man lebt sich zu perfektionieren und man gefordert wird. Und natürlich ist es keine Notwendigkeit für das alltägliche Leben, Bretter zu durchschlagen. Aber worin besteht der höhere Sinn im bzw. tanzen, Aikido, Motorradfahren, ...? Ich liebe den Wettkampf und den Sport und das hat nichts mit Gewalt oder einem beweisen-wollen zu tun. Am besten du fängst mal selber mit Sport machen an, dass wird dir gut tun. Natürlich kann man alleine laufen, schwimmen, Radfahrern gehen, ohne irgendwelchen Leistungsdruck, ohne sich verbessern zu wollen, dass wäre einem Sportler jedoch zu langweilig. Geh mal in einen kampfsportverein. Das hat nichts mit reiner Brutalität zu tun. Dort geht man mit sich gemeinsam Vel respektvoller und besser um als in irgendeinem mannschaftssportverein, da man miteinander trainieren muss und auf sich achten muss und nicht nur den Ball zu einem schießt. Auch das Verletzungsrisiko im bzw. Amateurboxen ist im Vergleich zum fßball ein Witz. Und wenn man mal getroffen wird ist das für einen nicht schlimm, weil man gelernt sich nicht gleich aufzuregen. Es gibt noch tausend weitere Vorteile. Brutalität sehen nur die, die sich nicht auskennen. Das wir Sportler dir leid tun ist echt lustig. Ich sehe das andersrum. Du hattest anscheinend noch keinen Erfolg

Kommentar von Enzylexikon ,

Hallo gandalf8989

und im Sport geht es auch darum zu gewinnen und das nicht nur wegen egomanie etc. Im Wettkampfsport will man gewinnen

Ich lese hier immer "gewinnen, gewinnen" - also wenn das keine totale Selbstbezogenheit ist, dann haben wir ein unterschiedliches Verständnis davon.

und das ist das, was den Reiz aus macht, wofür man lebt sich zu perfektionieren und man gefordert wird.

Ich denke, man kann die persönliche Vervollkommnung auch erreichen, ohne sich mit anderen vergleichen zu müssen.

Aber worin besteht der höhere Sinn im bzw. tanzen, Aikido, Motorradfahren, ...?

Freude am Selbstausdruck, Persönlichkeitsentwicklung, Gefühl von Freiheit...und alles ganz ohne Wettbewerb.

ohne irgendwelchen Leistungsdruck, ohne sich verbessern zu wollen, dass wäre einem Sportler jedoch zu langweilig

Ja, weil er es für notwendig erachtet, sich messen und vergleichen zu müssen - also wieder eine Egokiste.

Geh mal in einen kampfsportverein.

Ich trainiere bereits seit mehreren Jahren eine Kampfkunst ohne Wettkampfcharakter und bin damit vollauf zufrieden. Ich muss niemandem etwas beweisen.

Ich gebe einfach mein Bestes, mehr kann man ohnehin nicht machen - ob mit oder ohne Wettkampf.

Brutalität sehen nur die, die sich nicht auskennen

Ich bezog mich auf die Käfigkämpfe - da ist von "Perfektion" und sauberen Techniken nicht viel zu sehen, sondern das ist aus meiner Sicht lediglich eine Schlägerei zur Unterhaltung der Zuschauer.

Das wir Sportler dir leid tun ist echt lustig.

Ich sage gar nichts gegen Sportler - körperliche Betätigung ist ja bekanntlich gesund - aber ich halte den übersteigerten Wettkampfcharakter für ein Symptom extremer Selbstdarstellung.

Du hattest anscheinend noch keinen Erfolg

Womit Erfolg? Ehrungen, Titel und Anerkennung zu sammeln? Das ist mir nicht wichtig genug, um mein Leben danach auszurichten.

Ich bin vielleicht kein Weltmeister im Schwergewicht - aber ich bin zufrieden mit meinem Leben und habe Freude daran, mich weiterzuentwickeln.

Eine Zufriedenheit die vielen Ehrgeizlingen und Profilierungssüchtigen abgehen dürfte, denn sonst hätten sie es nicht nötig, sich ständig selbst zu beweisen.

Kommentar von gandalf8989 ,

Also wirklich, aus welcher klappse bist denn du ausgebrochen xD? Es ging hier lediglich darum, wen wir als besten Kampfsportler empfinden. Da muss man nicht groß philosophieren und alle Kampfsportler (und hier um geht es ) als profilierungssüchtige zu bezeichnen 😂. Du bist bestimmt einer von denen, die keinen Fernsehen haben oder Veganer sind, nur um sich cool zu fühlen. Was ist schlimm an Brettern zu durchschlagen? Kann das keinen Spaß machen? kann es keinen Spaß machen, sein Wissen, welches man Jahre lang angesammelt hat mal anzuwenden und seinen Leistungsstand zu hinterfragen? Die Frage richtete sich außerdem an Kampfsportler, nicht an kampfkünstler. Da ist ein rieeeeßen Unterschied. Kampfkünste wie bsp Aikido wollen keine die Wettkämpfe, sondern nur mit sich selber im reinen sein oder so ähnlich. Da ist natürlich nichts Falsches dran, dass macht dem einen oder anderen auch einen großen Spaß. Du kannst aber nicht alle Kampfsportler als Egoisten darstellen. Das ist genauso, wie wenn man alle flüchtlinge als Schmarotzer und kriminelle darstellt. Ich kenn selber welche, zu denen deine Aussage vollkommen zutrifft. Es gibt aber auch die anderen... Mma Kämpfe sind teilweise echt brutal. Die Kämpfer wissen aber, worauf sie sich in diesem komplexen, sehr technisch anspruchsvollen Sport begeben. das mit gladiatorenkämpfen zu Vergleiche ist übertrieben... ich mag eben effektive Sportarten, mit denen man sich auch verteidigen kann. Aber da hat natürlich jeder seine eigene Präferenzen, die anderen also geltungsbedürftig Egoisten darzustellen ist falsch. ich sag ach nicht, dass kampfkünstler faule Leute sind, weil es kein Hochleistungssport ist. Ist eben die Philosophie vieler Kampfkünste, ist auch nichts Schlechtes, sie aber auf andere Sportarten zu beziehen .. geht nicht. Ist halt alles anders

Kommentar von Enzylexikon ,

Es ging hier lediglich darum, wen wir als besten Kampfsportler empfinden.

Und ich habe gesagt, dass er nicht an das Licht der Öffentlichkeit treten und sich mit anderen Personen messen wird, weil er es nicht mehr nötig hat.

und alle Kampfsportler (und hier um geht es ) als profilierungssüchtige zu bezeichnen

Sind meiner Ansicht aber viele, schon alleine weil es um das gewinnen geht. Selbstdarstellung ist ja nicht per se schlecht - man sollte es eben nur nicht übertreiben.

Du bist bestimmt einer von denen, die keinen Fernsehen haben oder Veganer sind, nur um sich cool zu fühlen

Beides unzutreffend.

Was ist schlimm an Brettern zu durchschlagen? Kann das keinen Spaß machen

Grundsätzlich habe ich nichts dagegen. Bei Bruchtest-Wettbewerben sehe ich halt wieder eine überflüssige Egokiste.

und seinen Leistungsstand zu hinterfragen?

Das passiert zumindest bei mir bereits während des Trainings. Wird die Technik falsch durchgeführt, funktioniert sie nicht. Dazu benötige ich keinen Wettkampf.

Die Frage richtete sich außerdem an Kampfsportler, nicht an kampfkünstler.

Es schließt aber nicht aus, dass ich als Person meine Meinung zur Frage äußere. 

Du kannst aber nicht alle Kampfsportler als Egoisten darstellen.

Vielleicht siehst du den Begriff des "Egoisten" zu negativ? Manche Menschen meinen eben, sich ständig behaupten und beweisen zu müssen. Das ist einfach so.

Im Fall einer Person, die ihre Disziplin gemeistert hat, und der "beste Kampfsportler der Welt" ist, erwarte ich aber etwas souveräneres Verhalten.

das mit gladiatorenkämpfen zu Vergleiche ist übertrieben

Aus meiner Sicht nicht, weil ich es bloße Zurschaustellung von Gewalt ansehe.  Du musst diese Meinung natürlich nicht teilen.

Du scheinst übrigens ganz vernünftig zu sein.

Können wir uns einfach darauf einigen, dass wir unterschiedliche Ansichten darüber haben, welche Geisteshaltung ein Kampfsportler haben sollten?

Damit ersparen wir uns Bandwurmdiskussionen, die letztlich doch nichts bringen.

Kommentar von gandalf8989 ,

ok entschuldigung für die klappse, dass war überzogene Gewalt 😉

Kommentar von Enzylexikon ,

Kein Problem, ich verstehe es, wenn man sich mal in Rage schreibt. Passiert mir schließlich auch mal. :-)

Antwort
von gandalf8989, 38

Floyd Mayweather soll der beste Boxer sein. Und Boxen zählt als die Königsklasse. Also keiner hatte es so schwer wie er an die Spitze zu kommen. Z.b kickboxweltmeister werden ist sehr viel einfacher. Zu unterscheiden ist natürlich wer gewinnen wird. Den lowkicks eines muss Thai Kämpfers wird er nicht lange standhalten.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Königsklasse? Naja, wenn du meinst. Im bayrischen Bierzelt ist Fingerhakeln die Königsklasse.

Kommentar von gandalf8989 ,

schon klar... gemeint ist, dass es unter den Kampfsportarten wie Thaiboxen, Kickboxen etc. der Sport mit dem größten Zuspruch ist und es einfach schwieriger ist der beste zu werden. In thailand würde das wahrscheinlich wieder anders ausschauen, weil es an jeder Ecke einen thaiboxverein gibt

Antwort
von WWELaurinUFC, 22

Das Ist schwer zu sagen also im Bereich Ufc würde ich Conor McGregor wählen aber einen Besten aus allen Kampfsportarten zu picken geht meiner Meinung nicht da jeder Kampfsportler in anderen Bereichen gut ist


Antwort
von Nobody04, 42

Eindeutig Ronda Rousey bei den Frauen.

Mc Gregor ist der beste in seiner Gewichtsklasse bei den Männer.

(UFC)

Kommentar von RipeClown ,

Ach sie wurde ja nicht ausgeknockt. Habe ich total vergessen.

Antwort
von OnkelSchorsch, 34

Der beste Kampfsportler der Welt dürfte vermutlich irgendein völlig unbekannter Sportler irgendwo in der Provinz sein. Einer, der richrig gut ist und absolut keinen Bock auf diesen Show-Firlefanz hat.

Von der Sorte gibt es etliche.

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