Frage von Eyybb, 195

Wer ist die geheimnisvolle Hu re Babylon?

Antwort
von Vollkornkeks, 60

Es gab diese Frage schon einmal. Gerne beantworte ich sie dir mit derselben Antwort. Hier eine Kopie:

Mit Babylon die Große wird in der Bibel das Weltreich der falschen
Religionen bezeichnet, die in naher Zukunft ihr Ende finden/findet.

Warum "Weltreich" oder Gesamtheit der falschen Religionen?

In Offenbarung 17 wird sie als eine in Purpur und Scharlach
gekleidete, reichgeschmückte Frau beschrieben, die auf einem
scharlachfarbenen wilden Tier mit sieben Köpfen und zehn Hörnern sitzt.
Auf ihrer Stirn steht ein Name geschrieben, „ein Geheimnis: ‚Babylon die
Große, die Mutter der H.... und der abscheulichen Dinge der Erde‘ “.
Auch wird von ihr gesagt, sie sitze auf „vielen Wassern“.

"Mutter" - es sind mehrere falsche Religionen; welche, die behaupten Gott zu dienen, es aber durch ihre Taten widerlegen.

Im nächsten Kapitel wird gesagt, dass sie die wahre Religion
bekämpft, indem sie die „Propheten“ und die „Heiligen“ verfolgt
(Offenbarung 18:24).
Babylon die Große ist also voller Hass gegen die wahre
Religion, dass sie die „Zeugen Jesu“ erbittert verfolgt, ja sogar
ermordet (Offenbarung 17:6).

Babylon die Große muss also das Weltreich der falschen Religion
darstellen, das alle Religionen einschließt, die sich Gott widersetzen.

Kommentar von Vollkornkeks ,

Und wenn du dich fragst, warum "Babylon die Große" statt H.......es ist das gleiche mit gemeint.

Antwort
von Praeterismus, 34

Bibelverse in der Offenbarung

Den Bibelvers, der zu deiner Überschrift passt, finden wir in Offenbarung 17:

Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm her! Ich will dir das Gericht über die große Hu re zeigen, die an vielen Wassern sitzt, mit der die Könige der Erde Hu rerei getrieben haben; und die Bewohner der Erde sind trunken geworden von dem Wein ihrer Hu rerei. Und er führte mich im Geist hinweg in eine Wüste; und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das voller Lästernamen war und sieben Köpfe und zehn Hörner hatte. Und die Frau war bekleidet mit Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelgestein und Perlen, und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voller Gräuel und Unreinheit ihrer Hu rerei; und sie hatte an ihrer Stirn einen Namen geschrieben, ein Geheimnis: Babylon, die Große, die Mutter der Hu ren und der Gräuel der Erde. Und ich sah die Frau trunken vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu. Und ich wunderte mich, als ich sie sah, mit großer Verwunderung.  Und der Engel sprach zu mir: Warum wundertest du dich? Ich will dir das Geheimnis der Frau sagen und des Tieres, das sie trägt und die sieben Köpfe und die zehn Hörner hat.

 

(Verse 1-7)

Weitere Textstellen in der Offenbarung sind:

Und ein anderer, zweiter Engel folgte und sprach: Gefallen, gefallen ist das  große Babylon

, das mit dem Wein seiner leidenschaftlichen Hu rerei

 alle Nationen getränkt hat.

 (14:8)

Und der siebente 

[

Engel

 

; meine Einfügung]

 

goss seine Schale aus in die Luft; und es kam eine laute Stimme aus dem Tempel vom Thron her, die sprach: Es ist geschehen.   Und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner; und ein großes Erdbeben geschah, desgleichen nicht geschehen ist, seitdem ein Mensch auf der Erde war, ein so gewaltiges, so großes Erdbeben. Und die große Stadt wurde in drei Teile gespalten, und die Städte der Nationen fielen, und der großen Stadt Babylon  wurde vor Gott gedacht, ihr den Kelch des Weines des Grimmes seines Zornes zu geben. 

(16:17-19)

Nach diesem sah ich einen anderen Engel aus dem Himmel herabkommen, der große Macht hatte; und die Erde wurde von seiner Herrlichkeit erleuchtet.  Und er rief mit starker Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große, und ist eine Behausung von Dämonen geworden und ein Gefängnis jedes unreinen Geistes und ein Gefängnis jedes unreinen und gehassten Vogels. Denn von dem Wein der Wut ihrer Hu rerei haben alle Nationen getrunken, und die Könige der Erde haben Hu rerei mit ihr getrieben, und die Kaufleute der Erde sind durch die Macht ihrer Üppigkeit reich geworden.  Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden teilhabt und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! Denn ihre Sünden sind aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht. Vergeltet ihr, wie auch sie vergolten hat, und verdoppelt es ihr doppelt nach ihren Werken; mischt ihr den Kelch, den sie gemischt hat, doppelt! Wie viel sie sich verherrlicht hat und üppig gewesen ist, so viel Qual und Trauer gebt ihr! Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und Traurigkeit werde ich nicht sehen. Darum werden ihre Plagen an einem Tag kommen: Tod und Trauer und Hunger, und mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist der Herr, Gott, der sie gerichtet hat. Und es werden um sie weinen und wehklagen die Könige der Erde, die mit ihr Hu rerei getrieben haben und üppig gewesen sind, wenn sie den Rauch ihres Brandes sehen; und sie werden aus Furcht vor ihrer Qual weitab stehen und sagen: Wehe, wehe! Die große Stadt, Babylon, die starke Stadt! Denn in einer Stunde ist dein Gericht gekommen.  Und die Kaufleute der Erde weinen und trauern um sie, weil niemand mehr ihre Ware kauft: Ware von Gold und Silber und Edelgestein und Perlen und feiner Leinwand und Purpur und Seide und Scharlachstoff und alles Thujaholz und jedes Gerät von Elfenbein und jedes Gerät von kostbarstem Holz und von Erz und Eisen und Marmor und Zimt und Haarbalsam und Räucherwerk und Salböl und Weihrauch und Wein und Öl und Feinmehl und Weizen und Rinder und Schafe und von Pferden und von Wagen und von Leibeigenen und Menschenseelen. Und die Früchte, nach denen deine Seele begehrte, sind von dir gewichen, und alle Pracht und Glanz sind dir verloren, und man wird sie nie mehr finden. Die Kaufleute dieser Dinge, die an ihr reich geworden sind, werden aus Furcht vor ihrer Qual weitab stehen, weinend und trauernd, und werden sagen: Wehe, wehe! Die große Stadt, die bekleidet war mit feiner Leinwand und Purpur und Scharlachstoff und übergoldet mit Gold und Edelgestein und Perlen! Denn in einer Stunde ist der so große Reichtum verwüstet worden. Und jeder Steuermann und jeder Küstenfahrer und Schiffsleute und alle, die auf dem Meere beschäftigt sind, standen weitab und riefen, als sie den Rauch ihres Brandes sahen, und sprachen: Wer war der großen Stadt gleich? Und sie warfen Staub auf ihre Häupter und riefen weinend und trauernd und sprachen: Wehe, wehe! Die große Stadt, in der alle, die Schiffe auf dem Meere hatten, reich wurden von ihrer Kostbarkeit! Denn in einer Stunde ist sie verwüstet worden. Sei fröhlich über sie, du Himmel, und ihr Heiligen und Apostel und Propheten! Denn Gott hat für euch das Urteil an ihr vollzogen. Und ein starker Engel hob einen Stein auf wie einen großen Mühlstein und warf ihn ins Meer und sprach: So wird Babylon, die große Stadt, mit Gewalt niedergeworfen und nie mehr gefunden werden. Und die Stimme der Harfensänger und Musiker und Flötenspieler und Trompeter wird nie mehr in dir gehört und nie mehr ein Künstler irgendeiner Kunst in dir gefunden und das Geräusch des Mühlsteins nie mehr in dir gehört werden, und das Licht einer Lampe wird nie mehr in dir scheinen und die Stimme von Bräutigam und Braut nie mehr in dir gehört werden; denn deine Kaufleute waren die Großen der Erde; denn durch deine Zauberei sind alle Nationen verführt worden.  Und in ihr wurde das Blut von Propheten und Heiligen gefunden und von allen denen, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind.

 

(Kapitel 18)

Babylon wird als die große Stadt bezeichnet. Über die große Stadt lesen wir in Offenbarung 11 folgendes:

Und ihr Leichnam wird auf der Straße der  großen Stadt

 

liegen, die, geistlich gesprochen, Sodom und Ägypten heißt, wo auch ihr Herr gekreuzigt wurde.

 

(Vers 8)

Die große Stadt wird hier also geistlich als Sodom und Ägypten bezeichnet. Dies sind weitere wichtige Merkmale zur Identifikation von Babylon.

Babylon und ihre Hu rerei 

Wenn wir heute das Wort Hu re oder Prostituierte benutzen, denken wir meistens an eine unmoralische Frau, die zum Zwecke des Erwerbs mit verschiedenen Männern Beziehungen hat. Obschon dieser Gebrauch dem hebräischen Denken nicht fremd war, so ist er sicherlich nicht der Häufigste im Alten Testament. Meistens wurde eine untreue Ehefrau, die ihrem Bund mit ihrem Ehemann untreu war, als Hu re bezeichnet.

Im Alten Testament wird Israel, die Ehefrau ihres Gottes Jahwes, immer wieder als Hu re bezeichnet. In diesem Zusammenhang werden auch immer wieder ihre Gräuel erwähnt. Jeder der die Offenbarung studiert, sieht die vielen Verbindungen zum Alten Testament. Mit Babylon der großen Stadt verhält es sich nicht anders. 

In Deuteronomium 31:16 sagt Jahwe zu Moses bereits folgendes für Israel voraus:

Und der Herr sagte zu Mose: Sieh, du wirst jetzt bald zu deinen Vätern gebettet werden. Dann wird dieses Volk sich erheben; man wird in seiner Mitte Hu rerei treiben, indem man den fremden Göttern des Landes nachfolgt, in das es jetzt hineinzieht, es wird mich verlassen und den Bund brechen, den ich mit ihm geschlossen habe.

In Kapitel 32 sagt Gott dann voraus, was Israel in den letzten Tagen widerfahren wird (vgl. Vers 20). Dieses Kapitel 32 ist von entscheidender Wichtigkeit für das Verständnis Babylons der großen Stadt in der Offenbarung. Dazu später noch mehr. Zuerst nun zur Hurerei und Gräuel Israels im Alten Testament.

In Jesaja 54 lesen wir, dass

 

Gott der Ehemann Israels

 

ist:

Denn dein Schöpfer ist dein Gemahl, «Herr der Heere» ist sein Name. Der Heilige Israels ist dein Erlöser, «Gott der ganzen Erde» wird er genannt.

 

(5)

Nun zu einer Auswahl an Texten aus dem alten Testament. Israel begann schon sehr früh mit der Hu rerei. In Richter lesen wir:

Und es geschah, sobald Gideon gestorben war, da wandten sich die Söhne Israel wieder ab und hu rten den Baalim nach und machten sich den Baal-Berit zum Gott.  Und die Söhne Israel dachten nicht mehr an den HERRN, ihren Gott, der sie der Hand all ihrer Feinde ringsum entrissen hatte.

 

(33-34)

Auch in 1. Chronik finden wir diese Hu rerei bezeugt:

Aber sie fielen ab von dem Gott ihrer Väter und  hu rten

 

den Göttern der Völker des Landes nach, die Gott vor ihnen vertilgt hatte.

 

(5:25)

Auch in 1. Könige 14 finden wir diesen Sachverhalt wieder:

Und Juda tat, was böse war in den Augen Jahwes. Und sie reizten ihn zur Eifersucht durch ihre Sünden, die sie begingen, mehr als alles, was ihre Väter getan hatten. Und auch sie bauten sich Höhen und Gedenksteine und Ascherim auf jedem hohen Hügel und unter jedem grünen Baum. Und es waren auch Tempelhu rer  im Land. Sie taten nach allen  Gräueln

 

der Nationen, die Jahwe vor den Söhnen Israel vertrieben hatte.

 

(Vers 22-24)

In 2. Chronik 2:11 lesen wir folgendes über die Zeit der Herrschaft König Jorams:

Auch er machte Höhen auf den Bergen Judas und hielt die Bewohner von Jerusalem zur Hu rerei an, und er verführte Juda.

Über König Ahas lesen wir in 2. Chronika 28:1-3:

Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er König wurde, und er regierte sechzehn Jahre in Jerusalem. Und er tat nicht, was recht war in den Augen Jahwes, wie sein Vater David. Sondern er ging auf den Wegen der Könige von Israel. Auch machte er Gussbilder für die Baalim.  Und er war es, der im Tal Ben-Hinnom Rauchopfer darbrachte, und er verbrannte seine Söhne im Feuer nach den  Gräueln

 

der Nationen, die Jahwe vor den Söhnen Israel vertrieben hatte.

In Hosea Kapitel 1 und 3 finden wir ein Bild welches immer wieder von den Propheten benutzt wird:

Als Jahwe anfing, mit Hosea zu reden, da sprach Jahwe zu Hosea: Geh, nimm dir eine hu rerische Frau und zeuge hu rerische Kinder! Denn das Land treibt ständig Hu rerei, vor Jahwe hinweg(1:2)

Und Jahwe sprach zu mir: Geh noch einmal, liebe eine Frau, die sich von einem anderen lieben lässt und Ehebruch treibt, wie Jahwe die Söhne Israel liebt, die sich aber anderen Göttern zuwenden und Traubenkuchen lieben. (3:1)

Eine entscheidende Textstelle, die dieses Bild aufgreift, finden wir am Beginn Jesajas. Hier sind Motive zu erkennen, die in Deuteronomium 32 und in der Offenbarung des Johannes wiedergefunden werden. Jesaja 1:1-4, 8-10, 21, 24-27:

Die Vision, die Jesaja, der Sohn des Amoz, über Juda und Jerusalem geschaut hat in den Tagen von Usija, Jotam, Ahas, Hiskia, den Königen von Juda. Höre, du Himmel, und horch auf, du Erde! Denn Jahwe hat geredet: Ich habe Kinder großgezogen und auferzogen, sie aber haben mit mir gebrochen. Ein Rind kennt seinen Besitzer und ein Esel die Krippe seines Herrn. Israel aber hat keine Erkenntnis, mein Volk hat keine Einsicht.  Wehe, sündige Nation, schuldbeladenes Volk, Geschlecht von Übeltätern, Verderben bringende Kinder! Sie haben Jahwe verlassen, haben den Heiligen Israels verworfen, sie haben sich nach hinten abgewandt ...  Und die Tochter Zion ist übrig geblieben wie eine Laubhütte im Weinberg, wie eine Nachthütte im Gurkenfeld, wie eine belagerte Stadt. Hätte Jahwe der Heerscharen uns nicht einen ganz kleinen Rest gelassen, wie Sodom wären wir, Gomorra wären wir gleich. Hört das Wort Jahwes, ihr Anführer von Sodom! Horcht auf die Weisung unseres Gottes, Volk von Gomorra! ... 
Wie ist zur Hu re geworden die treue Stadt! Sie war voller Recht; Gerechtigkeit wohnte darin, und jetzt Mörder! ... Darum spricht Jahwe, der Herr der Heerscharen, der Mächtige Israels: Wehe! Ich werde mich weiden an meinen Gegnern und Rache nehmen an meinen Feinden. Und ich werde meine Hand gegen dich wenden und werde deine Schlacken ausschmelzen wie mit Pottasche und all deine Schlacke beseitigen. Ich will deine Richter wiederherstellen wie in der ersten Zeit und deine Ratgeber wie im Anfang. Danach wird man dich nennen: Stadt der Gerechtigkeit, treue Stadt. Zion wird erlöst werden durch Recht und die, die in ihm umkehren, durch Gerechtigkeit. 

Zu Beginn werden die Himmel und Erde zum horchen aufgerufen. Genau dies finden wir auch in Deuteronomium 32, auch das Lied des Mose genannt, wieder. 

Dort ruft Gott die Himmel und die Erde als Zeugen an. 

Die einst treue Stadt Jerusalem ist nun für Gott zur Hu re geworden. Jahwe spricht sie mit Sodom und Gomorra an. Erinnern wir uns an Offenbarung 11:8, in der die große Stadt geistlich als Sodom bezeichnet wird. Nichts anderes geschieht hier. Jerusalem ist nicht buchstäblich Sodom, aber geistlich sind sie für Gott Sodom. In 5. Mose 32:32 finden wir, dass Gott dies bereits für Israel vorhergesagt hatte:

Denn von dem Weinstock  Sodoms

 

ist ihr Weinstock und von den Terrassengärten

 

Gomorras

; ihre Beeren sind Giftbeeren, bittere Trauben haben sie.

 

Die Parallelen mit der großen Stadt aus Offenbarung sind hier deutlich zu erkennen. In Jeremia 4:30-31 lesen wir folgendes über Jerusalem:

Und du, Überwältigte, was wirst du tun? Wenn du dich auch in  Karmesin

 

[

Purpur o. Scharlach; 

meine Einfügung]

 kleidest, wenn du mit goldenem Schmuck dich schmückst, wenn du deine Augen mit Schminke vergrößerst ; vergeblich machst du dich schön. Die Liebhaber verschmähen dich, sie trachten dir nach dem Leben. Denn eine Stimme wie die von einer Kreißenden höre ich, das Klagegeschrei  wie von einer Erstgebärenden, die Stimme der Tochter Zion. Sie seufzt, sie breitet ihre Hände aus: Wehe mir! Denn meine Seele erliegt den Mördern.

Dieses Bild ähnelt sehr dem Bild der Hu re aus Offenbarung 17, die von ihren Liebhabern getötet wird (Vers 16). Genau dieses Schicksal wurde auch Jerusalem vorhergesagt. Vergessen wir auch nicht, dass die Hu re aufgrund ihres Blutvergießens getötet wird. Jesus sagte dieses Urteil nur für eine Nation voraus: Israel 

(vgl. Matthäus 23:31-36).

Antwort
von Hamburger02, 125

Der Begriff stammt aus der babylonischen Gefangenschaft. Ab etwa 597 v.Chr. wurde die israelitische Oberschicht nach Babylon entführt, nachdem Nebukadnezar Jerusalem erobert hatte. In den 70 Jahren des babylonischen Exils entwickelten sich die Israeliten auseinander. Der eine Teil integrierte sich in die babylonische Gesellschaft, genoß das ziviliserte und vergnügsame Leben und einige Israeliten stiegen bis in höchste Staatsämter auf.
Der andere orthodoxe Teil der Israeliten lehnte die babylonische Kultur völlig ab und vertiefte umso mehr den Glauben an JHWH. Diese verurteilten die vom wahren Glauben abgefallenen Israeliten, die es sich gut gehen ließen und kämpften für ein fundamentales Judentum. In dieser Zeit wurde von diesen das Alte Testament verfasst und daher findet man dort sehr heftige Angriffe auf das Hu renleben in Babylon. Seither stand die Hu re Babylon als Begriff für ein säkulares Leben fernab eines fundamentalistischen Glaubens und religiös orientiertem Lebens.
In der frühchristlichen Zeit übernahm diese Rolle das Römische Reich. Deswegen wettert Johannes in der Apokalypse gegen Rom, kann das aber nicht offen aussprechen. Rom war eine Diktatur mit Meinungsunterdrückung und wer schlechtes gegen den Staat oder insbesondere den Kaiser redete, hatte gute Chancen, im Kolloseum als Löwenfutter zu landen. Daher verschlüsselte Johannes seine Schimpftiraden gegen Rom und den Kaiser u.a. mit der "Hu re Babylon". Seine Leser wussten aber genau, wen er meinte.

Antwort
von nowka20, 27

die babylonhure ist die menschheit, die gar nicht weiß, was selbstloses hgandeln ist, die hochegoistisch nur eigene ziele verfolgt und deshalb die ganze apokalypse durchleiden muß

Antwort
von 1988Ritter, 50

Eine Prophezeiung.

Dabei geht es primär darum, dass die Christenheit verfolgt wird.

Offen bleibt dabei, ob es sich um:

  • eine Ideologie
  • Politik
  • andere Religion
  • eine Person 

handelt.

In der Vergangenheit wurden etliche Interpretationen zu den jeweiligen aktuellen Zeitgeschehen und der Prophezeiung geknüpft. 

Offenbar scheint die Prophezeiung aber noch nicht erfolgt sein. Denn die Offenbarung der Bibel schließt die Prophezeiung mit den Worten:

"Darum werden ihre Plagen an einem Tag kommen: Tod und Trauer und Hunger, und mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist der Herr, Gott, der sie gerichtet hat. Und es werden um sie weinen und wehklagen die Könige der Erde, die mit ihr Unzucht getrieben haben... wenn sie den Rauch ihres Brandes sehen;" Offenbarung 18,8.9

Antwort
von Chaoist, 76

Babylon ist eine Stadt. Genauer gesagt - war eine Stadt. Nämlich jene Stadt in der der Turm zu Babel stand ( oder nicht ganz ).

Die "Hu re" Babylon ist ein Ausdruck der Verachtung der Christen über die Menschen dieser Stadt auf Grund ihrer Bestrebungen. Ziemlich verachtend und verallgemeinernd wie ich persönlich empfinde.

Antwort
von PK260601, 76

Die Hu*e Babylon ist eine der biblischen Allegorien für die Gegner der Gläubigen im Allgemeinen und das römische Weltreich im Speziellen. Ihre wirkungsreichste Beschreibung findet sich im Neuen Testament in der Offenbarung des Johannes im Kapitel 17 und 18.

-> Quelle: Wikipedia

Antwort
von chrisbyrd, 28

Wahrscheinlich handelt es sich dabei um eine Art Welteinheitsreligion, die verschiedene religiöse Strömungen zu einer Art Welteinheitskirche vereinigt und dabei die Wahrheiten der Bibel und den Anspruch Gottes verleugnet. Im Endeffekt werden die Menschen durch sie in die Irre und von Gott weggeführt.

Eine Auslegung von Adolf Küpfer dazu findet sich auf Bibelkommentare: https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=comment&comment_id=300&par...

Antwort
von Philipp59, 32


Hallo Eyybb,


der von Dir erwähnte Begriff ist hauptsächlich im 17. Kapitel des Bibelbuches Offenbarung beschrieben. Die einzelnen Merkmale, die hier erwähnt werden helfen dabei, diese symbolische Frau zu identifizieren.

Zunächst einmal sollte man bedenken, dass die Offenbarung vieles in einer sehr bildhaften Weise beschreibt. Wie ihr Schreiber, der Apostel Johannes
am Anfang dieses Buches selbst schrieb, wurde ihm diese Offenbarung
"in Zeichen" dargelegt (siehe Offenbarung 1:1). Aus diesem
Grund ist es auch logisch anzunehmen, dass es sich hierbei um ein
Symbol und nicht um eine buchstäbliche Frau handelt. Befasst
man sich mit ihrer genauen Beschreibung, so wird das noch deutlicher.


Z.B. wird folgendes über sie gesagt: "Und die Frau, die du sahst, bedeutet die große Stadt, die ein Königtum hat über die Könige der Erde" (Offenbarung 17:18). Es kann sich bei ihr also nicht um eine einzelne Nation handeln. Sie hat einen bedeutenden internationalen Einfluss.

Bei der Bezeichnung handelt es sich auch nicht um ein politisches Gebilde und auch keine wirtschaftliche Macht. Das kann man daraus erkennen, dass nach ihrer Vernichtung die "Könige der Erde" und auch die "Kaufleute der Erde" weiterbestehen und über ihre Zerstörung in Trauer sind (siehe Offenbarung 17:1,2 und 18:9). Die alte Stadt Babylon (von der der Begriff ja abgeleitet ist) zeichnete sich dadurch aus, dass sie sehr religiös war und für ihre vielen Zaubersprüche bekannt war. Einen Bezug dazu stellt die weitere Beschreibung her: "...und kein Licht einer Lampe wird je wieder in dir leuchten, und keine Stimme eines Bräutigams und einer Braut wird je wieder in dir gehört werden;
denn deine reisenden Kaufleute waren die Männer von oberstem Rang auf
der Erde, denn durch deine spiritistischen Bräuche wurden alle Nationen irregeführt" (Offenbarung 18:23). Es muss sich also hierbei um etwas Religiöses handeln.

Interessant ist, dass Babylon sich mit den Königen der Erde einlässt (siehe
Offenbarung 14:8). Das ist auch nicht buchstäblich gemeint.
In gewissem Sinne steht eine Religion, die behauptet, Gott zu vertreten, in
einem eheähnlichen Verhältnis zu ihm. Wie eine Frau ihrem Ehemann,
schuldet auch die Religion ihrem Gott ausschließliche Treue und
Ergebenheit. Was aber hat die Geschichte gezeigt? Wem sind die
Religionen oft gefolgt? Waren es nicht gerade die politischen Herrscher,
auf die sich die Religionen eingelassen und mit ihnen gemeinsame Sache
gemacht haben? Sie blieben meistens nicht ausschließlich ihrem Gott
ergeben, sondern gingen sogar teilweise Bündnisse mit der Politik ein
und unterstützten deren Ziele (sogar viele Kriege wurden und werden mit
der Unterstützung oder zumindest der Billigung der Religionen geführt).
Somit kann gesagt werden, dass sich diese Bezeichnung auf die Gesamtheit aller falschen Religionen bezieht.

Aus gutem Grund mahnt die Bibel daher, sich von diesen falschen
Religionen abzukehren: "Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr
nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht
einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt" (Offenbarung 18:4).


LG Philipp


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