Wer ist der derzeit berühmteste muslimische Naturwissenschaftler oder Mathematiker?

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9 Antworten

Aktuell gibt es da meines Wissen niemanden von Bedeutung.

1996 verstarb der bislang einzige muslimische Nobelpreisträger im Bereich der Naturwissenschaften namens Abdus Salam.

Salam hat fast ausschließlich in England gewirkt, da er in seinem Heimatland "intellektuell isoliert" war und so nicht arbeiten konnte.


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Kommentar von HansH41
19.08.2016, 19:46

Abdus Salam war Mitglied der von den "wahren" Muslimen geächteten  Ahmadiyya-Gemeinschaft. Wiki weiß, dass man von seinem Grabstein die Bezeichnung "muslim" entfernt hat.

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ich weiß nicht recht worauf die frage abzielt, denn wie schon HansH41 geschrieben hat, interessiert die religionszugehörigkeit doch kein schwein.

zweitens sind fragen wie "wer ist der berühmteste/wichtigste ...." ohnehin nicht zu beantworten, da man solche sachen nicht quantifizieren kann und es ja hunderte von personen gibt, welche in frage kommen würden.

aber wenns dir einfach nur um ein konkretes beispiel geht, wie wärs dann mit der einzigen frau, die je eine Fields-medaille (manchmal als "nobelpreis" für mathematiker bezeichnet) bekommen hat

https://de.wikipedia.org/wiki/Maryam_Mirzakhani

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Kommentar von SlowPhil
19.08.2016, 18:15

… interessiert die religionszugehörigkeit doch kein schwein.

Wäre ich ein Schwein, so würde ich Judentum und Islam dem Christentum vorziehen. ;)

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Mathematiker gibt's einige Berühmtheiten:

Andrew Wiles, der den großen Fermatschen Satz bewiesen hat.
Grigori Perelman, der die Poincare Vermutung bewiesen hat.
James Forbes Nash ist vorkurzem erst verstorben. Nicht zuletzt durch die Verfilmung seines Lebens ("A beautiful mind") weltberühmt.
Alexander Grothendieck ist auch vorkurzem verstorben, hat die algebraische Geometrie und damit weite Teile der modernen Mathematik geprägt wie wohl kein Zweiter.
Jean Pierre Serre, inzwischen 89, auch ein genialer Vordenker, gerade zusammen mit Grothedieck.
Saharon Shelah, einer der einflussreichsten Logiker und Mengentheoretiker, der soviel publiziert, dass es ringend Angestellte gibt, die sein Werk verwalten und indizieren.

Die oft gehörten Behauptungen, heute seien Mathematiker "schlechter" als früher ist Blödsinn. Die Thematik ist deutlich komplexer und unüberschaubarer geworden. Die Resultate, die man jemandem kurz in zwei Sätzen erklärt sind weniger geworden.  

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Kommentar von Orsovai
19.08.2016, 17:36

Ups! Hab das muslimisch überlesen :( sorry!

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Für die Qualität von Mathematikern und/oder Naturwissenschftlern ist die Religionszugehörigkeit irrelevant!

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Insgesamt muss man sagen, dass der Islam viel weniger berühmte Person auf dem Bereich der Wissenschaft hervorbringt. Während der Islam 23% der Weltbevölkerung stellt haben gibt es nur ein Hand voll muslimische Nobelpreisträger. Dagegen gibt es über 150 jüdische Nobelpreisträger, obwohl das Judentum nur 0,2% der Weltbevölkerung stellt. Siehe auch:
http://www.israelnet.de/nobelpreis.html

Vieles liegt in der Kultur und der Einstellung zur Bildung. Es reicht halt nicht den Koran auswendig zu lernen.

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Kommentar von pele0007
19.08.2016, 20:00

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass während der Zeit des europäischen Mittelalters, der islamische Kulturkreis in Sachen Wissenschaft viel erfolgreicher war als das Abendland. Viele Erkenntnisse haben wir von den Arabern übernommen. Z.B. die arabischen Ziffern.

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Kommentar von HansH41
19.08.2016, 20:35

"gibt es nur ein Hand voll muslimische Nobelpreisträger"

Das ist übertrieben. Je nach Zählweise gibt es einen oder zwei:

Anwar al-Sadat und Abdus Salam

Sadat bekam den Frieden-Nobelpreis und wurde von Muslimen ermordet.

Abdus Salam ist kein richtiger Muslim (siehe meinen Kommentar a.a.O.)

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Ich kenne so gut wie keine aktuellen muslimischen Naturwissenschaftler von Weltgeltung.

Mir fällt da höchstens der ägyptische Physiker "Ahmed Farag Ali" ein, der gemeinsam mit seinem kanadischen Kollegen interessante Theorien über den Urknall aufgestellt hat. Bei dem bin ich mir allerdings nicht einmal sicher, ob er überhaupt praktizierender Muslim ist,  oder gar seinen Glauben vor sich her trägt. Das kann ich mir kaum vorstellen.

http://www.spektrum.de/news/quantentrick-schafft-urknall-singularitaet-ab/1332377

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Falls es einen bedeutenden muslimischen Naturwissenschaftler oder Mathematiker geben sollte, dann kann man das nicht wissen.

Es ist in diesen Fachgebieten nicht üblich, mit einer Religionszugehörigkeit zu publizieren.

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Kommentar von Paguangare
19.08.2016, 17:34

Was heißt "Falles es einen bedeutenden muslimischen Naturwissenschaftler oder Mathematiker geben sollte, ....?

Es gibt Milliarden von Muslimen auf der Welt. Da wäre es schon sehr seltsam, wenn es unter ihnen gar keinen bedeutenden Naturwissenschaftler oder Mathematiker geben sollte.

Die Antwort klingt mir doch sehr überheblich aus westlich-abendländischer Sicht.

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Der einzige lebende berühmte Naturwissenschaftler mit muslimisch klingendem Namen, der mir einfällt, ist Mojib Latif.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mojib_Latif

Er ist ein deutscher Meteorologe pakistanischer Abstammung.

Ich bin gespannt auf die anderen Antworten. Allerdings ist der Glauben für die Eigenschaft als Naturwissenschaftler oder Mathematiker unerheblich.

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Kommentar von luggels
19.08.2016, 21:02

Ah ja, Mojib "es gibt keinen Schnee mehr" Latif, der berühmte Wissenschaftler. Von  ihm wissen wir ja auch, dass es erst mal kälter wird, bevor es dann  so richtig warm wird, aber wirklich.

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Gibts keinen denn Glaube und Wissenschaft

passt schlecht zusammen.

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Kommentar von Iamiam
19.08.2016, 18:01

das stimmt nicht, sowohl Einstein als auch -noch mehr- Werner Heisenberg waren Gott-gläubig.

Von Einstein ist das -ernst gemeinte- Zitat überliefert "Gott würfelt nicht", es ist aber auch ihm nicht gelungen, das Wesen des Zufalls aufzuklären.

Richtig ist, dass sich Wissenschaft und fundamentalistischer Glaube nicht vertragen, die "Erkenntnisse" der Kreationisten können darüber nicht hinwegtäuschen.

Ich hab den Namen vergessen, aber der Ausgräber des Gilgamesch-Epos war ursprünglich ausgezogen, um zu beweisen, dass die Welt nocht älter als ~6000 Jahre sei. Ich weiß auch nicht, wie sich seine wissenschaftliche Erkenntnis, dass der gilgamesch-Epos die Vorwegnahme der Sintflut-Geschichte ist, auf seinen Glauben ausgewirkt hat..

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