antola61 am 01.08.2007 um 6:42 Uhr
Egal, wo man anruft, Argentur für Arbeit, Telekom, Kindergeld-Stelle... überall ruft man Servicenummern an und kann keinen Mitarbeiter persönlich erreichen. Wo liegt der Vorteil?? Und welcher Schlauberger hat sich das ausgedacht - und es jedem "verkauft"???

Zusätzlich zum üblichen Kostenargument - das natürlich auch stimmt - ist es für den einzelenen Sachbearbeiter natürlich auch nicht gerade ideal, wenn er alle paar Minuten aus seiner "eigentlichen" Arbeit rausgerissen wird, weil der nächste Anruf kommt.
Ausserdem ist eine Hotline "theoretisch" besser erreichbar als der einzelne Sachbearbeiter, denn wenn der gerade ein längeres Gespräch führt, dann kann das natürlich dauern, bis man durchkommt.
Viele Hotlines sind leider schlecht organisiert, sodass es dann auch dort mal lange dauert.
Als sehr angenehm habe ich empfunden, dass etwa bei der Fährlinie TT-Lines nicht nur der übliche Spruch kommt "Sie werden zum nächsten freien Platz durchgestellt", sondern dass dort angesagt wird, der wievielte man in der Warteschlange ist.
Damit hat man eine bessere Chance abzuschätzen, wie lange es dauern kann.

Eine Servicehotline rund um die Uhr zu unterhalten kostet die Unternehmen ein Vermögen - also wird auf professionelle Call Center ausgewichen. Auf Kosten des Kunden, denn ambitionierte Hilfe kann man von den gering bezahlten Telefonisten oft kaum erwarten. Aber wer diese Schapsidee hatte - keine Ahnung! Auf einmal waren sie da - quasi über Nacht - und anfangs hat man das als Verbraucher auch garnicht realisiert, dass sich was geändert hatte. Nun beantwortet halt Frau A am Tisch 1 die Fragen bzgl Maggies Kochstudio und am Tisch 2 nebenan Herr B alles über Wireless Lan....so gut das Angelesene halt sitzengeblieben ist. Verrückte Welt!