demosthenes am 27.09.2007 um 21:31 Uhr
Wenn ich mir mal die schönen, wenn auch nicht gerade diplomatischen Formulierungen anhöre, mit denen der Präsident von Harvard Ahmadineschad dort begrüsste, dann frage ich mich, wer den Kerl denn eigentlich eingeladen hatte und wieso selbst der Präsident das offensichtlich nicht hatte vermeiden können.
Kennt jemand hier die Antwort?
Nach den Ergebnissen einer Internetsuche hat der Auftritt an der Columbia University in New York stattgefunden. Die Einladung stammte vom Geschichtsprofessor Richard W. Bulliet vom dortigen Middle East Institute, einem Islamexperten (vgl. http://tagesanzeiger.ch/dyn/news/ausland/794927.html).
Der Universitätsrektor Leo Bollinger vertritt den Standpunkt, es sei richtig, seine Feinde zu kennen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Leider weiss ich die Antwort auch nicht.Aber ich habe mir auch schon diese Frage gestellt.Der Präsident war ja "not amused".

Der alte Stratege Sunzi sagt. Nur wer seine Feinde so gut kennt wie sich selbst, wird alle Siege erringen.
Nur wer den (potentiellen) Gegner kennt, braucht keine Angst vor ihm zu haben; denn jetzt kann man sich auch vor ihm schützen.
@Albrecht:
Danke für die Antwort und Korrektur.
@Schiebedach:
Den Gegner kennenzulernen ist sicher gut, aber muss man ihm dafür eine öffentliche "Bühne" bieten?
Man muss nicht, aber man kann. In diesem Fall wurde sehr schnell erkennbar, wie der überaus ungeflegte Herr A. aus dem Iran sich prima selbst disqualifizieren kann. Und dieses war durchaus amüsant.
@Kaffeesatz:
Das Problem dabei ist ja nur, dass die "Aussagen von A. vor einem akademischen Publikum in den USA" sicher im iranischen TV als Beweis seiner weltweiten Anerkennung wiedergegeben werden - natürlich ohne das Gelächter der Studenten bei einigen seiner Aussagen auch zu übetragen.