Frage von Biraa1212, 93

Wer hat schon mal ne MPU gemacht Und ist die schwer durch zukommen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von clemensw, 37

Deinen "Freund" erwartet ein Strafverfahren wegen "Trunkenheit im Verkehr" nach StGB §316.

Das genaue Strafmaß entscheidet dann der Richter, aber so als grobe Schätzung an Hand ähnlicher Fälle: Geldstrafe iHv 30-40 Tagessätzen (1 Tagessatz = 1/30 des Monatsnettoeinkommens), alternativ Sozialstunden (falls noch Jugendstrafrecht angewendet wird), Entzug der Fahrerlaubnis und Sperre für eine Neuerteilung von ca. 12-18 Monaten.

Die Anordnung der MPU ist ab 1,6‰ sicher, allerdings wird die MPU nicht vom Gericht verhängt, sondern von der Führerscheinstelle verhängt, sobald man einen Neuantrag auf Erteilung der Fahrerlaubnis stellt.

Voraussetzung für eine positive MPU ist auf jeden Fall der Nachweis geänderter Konsumgewohnheiten (d.h. entweder kontrolliertes Trinken oder Abstinenz) über min. 6 Monate.

Bei einem Probanden, der mit 2,43‰ noch glaubt, Auto fahren zu können (noch dazu in der Probezeit, in der 0,0‰ gilt!) wird der Gutachter aber voraussichtlich von einem schweren und regelmäßigen Alkoholmissbrauch ausgehen, wenn nicht sogar von einer Abhängigkeit. In diesem Fall ist unter 12 Monaten kompletter Abstinenz keine positive MPU möglich!

Der Nachweis der Abstinenz ist aber nur die "Eintrittskarte", entscheidend für eine positive MPU ist das Gespräch mit dem Gutachter. Hier muss dein Freund schlüssig darlegen können, wie er sich und seine Einstellung zum Alkohol geändert hat, wieso er nie wieder einen Tropfen Alkohol anrühren wird und warum er wieder geeignet ist, ein Fahrzeug zu führen.

Eine gründliche Vorbereitung (z.B. mit Hilfe eines Verkehrspsychologen) ist daher unentbehrlich, die Durchfallquote liegt im Durchschnitt bei ca. 50%

Die Kosten für das Ganze:

- Neuantrag der Fahrerlaubnis: ca. 200€

- EtG-Screenings für 12 Monate: ca. 800-1.000€

- MPU: ca. 560€

- verkehrspsychologische Beratung (falls erforderlich): ca. 100€ pro Stunde,. meist werden ca. 10h benötigt.

Insgesamt also ca. 1.500 - 2.500€ und min. 1 Jahr Fußgänger.

Die Probezeit ruht übrigens für die Dauer des Entzugs und läuft nach Neuerteilung der Fahrerlaubnis weiter. Bei einem weiteren A-Verstoß in der Probezeit wird die Fahrerlaubnis sofort wieder entzogen und eine weitere MPU angeordnet.

Antwort
von BigBen38, 69

Hattest DU nicht grad gefragt, ob Du von der Bank 45.000€ für ne Protzkarre bekommst ?

Und hast noch nicht mal Deinen Lappen zurück ?

Weshalb war der weg ? Alkohol oder Drogen ?

Kommentar von Biraa1212 ,

Hahah ne gott sei dank habe ich den lappen noch aber mein Freund wurde mit 2,43 Promille erwischt deswegen die frage 

Kommentar von BigBen38 ,

Tja...kommt immer drauf an ob in der Probezeit oder nicht, ob bei normaler Kontrolle oder wegen eines Unfalls...

Diese MPUs sollen ja mehr Pflichtseminare sein...

Die ärztliche und psychologische Einschätzung wäre dann wichtiger...

Die eben beurteilen, ob Dein Kumpel noch ne Gefahr im Straßenverkehr darstellt...

Kommentar von Biraa1212 ,

Also in der Probezeit ist er noch sogar nen aufbausimenar hat er schon gemacht  also 4 Jahre verlängert 3 hatt er noch er meinte autobahn rausgezogen wegen 4 Jugendliche im auto und Schlangenlinien gefahren kein unfall keine Gefährdung 

Kommentar von BigBen38 ,

Naja...dennoch ...2,43 ‰ ...

In der Probezeit !

Ich hab von Fällen gehört, da war der Lappen für immer weg und es durfte 10 Jahre kein neuer mehr gemacht werden...

Hoffentlich hat er draus gelernt und fährt nich bald besoffen ne Familie tot.

Genau das wird bei der MPU geprüft ...ob er was draus gelernt hat und künftig nur noch mit 0,0‰ fährt ..haben die da zweifel - bleibt er fußgänger.

Knapp 50% rasseln übrigens durch.

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